Im Februar hatten wir uns auf die Spuren weiser Philosophen begeben und die Frage gestellt, wie Apps im Fahrzeug genutzt werden. Eine wesentliche Erkenntnis: Die meisten Smartphone-Besitzer wollen Apps, die auf den Einsatz im Fahrzeug zugeschnitten sind, etwa zur besseren Navigation. Der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook wird als eher unwichtig erachtet, auch Spiele-Apps sind im Auto weniger beliebt.
Infotainment ist ein Lieblingsthema unseres Benutzerschnittstelle-Experten Dr. David Voss. Deshalb fragen wir unsere Blog-Leser diesmal frei nach „Queen“ (1984: „…everything I had to know I heard it on my radio”) nach ihrem Rundfunkkonsum: Wie hört der Autofahrer von heute Radio? Wie speichert er seine Lieblingssender? Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen bis zum 15. April.
Gnadenloses Zapping ist bei mir angesagt, ist ein gefälliges Lied vorbei, das (anschließende) Gequassel zu nervig, derzeit keine brauchbaren Infos im Disput. Skip und weiter zum nächsten…
Ehrlich gesagt gar kein Radio, nur noch CD und USB Stick, dank nettem Infotainment im Astra mit hübscher Infinity Soundanlage :->
Radio nur, wenn es nicht anders geht, in diversen Leihfahrzeugen zum Beispiel. Das Radioprogramm ist aber auch bescheiden, ich weiß nicht wie es andere wollen, aber das ist das, was ich eigentlich von einem Radiosender erwarte:
- abwechslungsreiche Musik und nicht aller 8 Stunden die gleichen Songs
- Nachrichten nur ein mal die Stunde (wenn überhaupt, vll auch einfach Nachrichtensender hören, wo nur Nachrichten kommen, in Sachsen gibt es da einen, glaube ich)
- Verkehrsfunk, dort aber nur Blitzer, Staus umfährt mein Navi meist mit TMC (ja, ich weiß, nicht alle Staus werden über TMC gebracht)
- KEIN Gequassel zwischen den Songs, maximal kurz Artist und Titel
Ich höre überwiegend die Musik von meinem iPod (im Zweitwagen in Ermangelung eine entspr. Anschlusses ist es dann die CD). Radio läuft i.d.R. nur bei längeren Strecken bzw. zu gewissen Uhrzeiten (Nachrichten/ Verkehr).
Was mir noch zum Thema einfällt und wünscheswert wäre:
a) Eine ordentliche und verdeckte Ablage für den angeschlossen iPod/ iPhone. Die Idee im Chevrolet Orlando finde ich ganz knuffig.
b) Einfachste iPod-Steuerung via Radio/Controller. Hier tut sich sich m.E. BMW mit dem iDrive sehr positiv hervor.
c) Einfache Integration eines iPad für die zweite Reihe mit Tonausgabe über hintere Lautsprecher (ähnlich dem Zafira Concept in Genf)
d) Keine physichen Stationstasten für gespeicherte Radiosender. Auswahl lediglich über Vor-/Zurücktasten am Lenkrad/Radio. Da gefällt mir das RNS310 bzw. 315 von Volkswagen ganz gut.
e) integrierter 4-fach CD-Wechsler (für Kinder-CD’s die auf Reisen erworben werden)
f) Einstellung von Bass/ Höhen / Fader etc. ohne Direktwahltasten sondern nur über Menü (via Lenkradtasten); m.E. werden diese Einstellungen nicht häufig vorgenommen
g) Integration eines Traffic-Moduls auch ohne Festeinbau-Navi, welches die aktuellen Staus im “normalen” Radiodisplay anzeigt.
h) größere Radiodisplays (LCD/TFT). Macht es m.E. bei externen Playern einfacher die Playlisten in größeren Ausschnitten anzuzeigen.
Ich habe aber noch eine Frage: Warum kann ich beim Astra Sportstourer 2.0 CDTI Start/Stopp kein Infinity-Sound-System erwerben?
edit zu d)
physichen = physischen
Ich denke die Zukunft gehört dem System, dass schlichtweg das Smartphone an sich einbindet. Sprich Touchscreen plus HDMI-Port. Wenn das nicht drin ist, dann wenigstens Internetanbindung über’s Handy, damit man eine Googlesuche machen kann. Googlemaps ist das absolute Minimum. BMW macht’s vor.
Sobald man die Internetanbindung über’s Handy hat, hat man ja auch die Möglichkeit, auf Internetradio zuzugreifen. Das wäre ein netter Nebeneffekt.
Aber Google muss sein. Googlemaps macht halt jedes Navi nass, wenn es darum geht, ausgefallene Orte zu finden oder eben wenn man nicht nach einem Ort, sondern nach einer Dienstleistung sucht.
Gruß, Raphi
Mir geht es so wie didi ich zappe mich durch die sender und wenn gar nichts gescheites an Musik kommt chalt ich um auf CD.
Sorry Schreibfehler nicht chalt sondern schalt soll das natürlich heißen.
Ohne Stationstasten am Radio?
Ne danke… Im Dienstgolf von meinen (gott sei dank nur selten…) reicht mir das suchen immer bis die ganzen Oldiesender hinter uns gelassen haben…
Da freu ich mich immer auf meinen! Radio an und dann die Sender wählen und net suchen..
Beim Golf ist es auch Lustig, wenn überall: Vom RBB steht, das ist sehr sinnvoll, da man gar nicht mehr weiß was kommt…
Ein Internetfähiges Radio wäre cool! Am besten noch mit Android, das man gleich Googlemaps Navigation nutzen kann… Somit wäre auch die Bereitstellung von Karten nicht mehr so schwierig, da kostenlos…
)
(Aber mit Internettarif von Opel für die Bereitstellung der NaviKarten…
mfg
So, kurz mein Feedback:
Ich bin auch Zapper durch und durch. Deswegen brauche ich eine Lenkradfernbedienung. Und als Symmetriefan müssen beide Speichen belegt sein (nich so wie beim Agila).
Weiteres ist ein USB-Anschluss oder SD-Karten-Slot wichtig. Ich möchte keine CDs mehr brennen. Bitte sowas auch in Zukunft bei den Low-Budget-Radios (CD300) anbieten.
Vielen Dank für die rege Diskussion.
Euer Feedback wird bei uns im Engineering hoch geschätzt und sehr ernst genommen.
Grüße und weiter so,
David Voss.
Ich nutze nur die erste Ebene zum Senderspeichern. Bin eigentlich fast immer beim gleichen Sender. Wenn mir das Programm nicht passt, dann wechsel ich auf USB.
Viele Tasten am Radio finde ich nicht schlimm. Besser als so einen Multifunktionsknuppel mit dem ich mich über zehn Menü-Ebenen navigieren muss.
Schön wäre ein Speicher auch in den “normalen” Radios, damit die USB Wiedergabe bei der letzten Auswahl bleibt wenn das Auto neu gestartet wird.
Ich habe ein CD70 mit CID und LFB. Ich benutze das Radio nur bei überregionalen Fahrten. Wichtig ist mir bei neuen Audio-Geräten USB/SD-Karten/I-Pod-Anschluss, Navi-Daten auf zusätzlicher SD-Karte (eigener Anschluss), eine Festplatte im Navi ist bei der Kapazität heutiger SD-Karten m.E. Unsinn, auch einen Touchscreen benötige ich nicht, bei vernünftiger LFB.
Ich greife mal die Idee von Raphi auf und “spinne” ein wenig weiter:
- Direktes PlugIn des Smartphones in die Radiofront, ggf. über entsprechende Blendrahmen-Adapter
- Anbindung an Aussenantenne/ Freisprechanlage fürs Telefonieren
- Nutzung des Touchsreens & Opel-eigene App zur Steuerung/ zum Setup des Radios und zusätzliches “Drehrädchen” im Auto
- App sollte klassische FM/DAB-Nutzung beinhalten
- Zusätzliches Monitörchen zur duplizierte Anzeige z.B. zwischen Tacho und Drehzahlmesser oder in der Radiofront(?) falls Smartphone nicht eingedockt ist. Steuerung dann nur über “Drehrädchen” möglich
@ Hansemann: Mit Modelljahr 12, das nach den Werksferien produziert und ab Ende Juni bestellbar sein wird, ist diese Kombination erhältlich. Dann sind die Elektronik der Start/Stop-Automatik und der Verstärker des Infinity Sound Systems einwandfrei und zuverlässig synchronisiert.
@Moderator: Danke für die Info. Ich werde ab September meinen neuen Firmenwagen bestellen können. Nach den bisherigen Überlegungen wird es jetzt wohl doch der Astra ST 160 PS-Diesel mit Start/Stop werden. Da ich gerne laute – aber auch glasklare – Musik im Auto höre, sind die Seriensysteme oft etwas überfordert wenn der Gitarrenriff von Airbourne oder die Trompete von Louis Armstrong anfängt. Insofern freue ich mich schon jetzt auf den September.
@Rollo_G:”…eine Festplatte im Navi ist bei der Kapazität heutiger SD-Karten m.E. Unsinn…”
Joh, das hätte ich auch allzu gern mal erklärt bekommen, wieso man hier teils noch auf allzu viel Mechanik setzt ?!?
Im Corsa D MP3 Player über AUX oder eine der 6 MP3 CDs, in Zafira A Kenwood Autoradio mit USB,IPod,AUX & Bluetooth Anschluss wobei überwiegend USB Stick genutzt wird … von Radiosendern wird nur TP gehört
@ didi und Rollo_G: Ob Festplatte oder SD-Karte – das hängt ganz vom Anwendungsfall ab. Für mechanische Festplatten spricht die höhere Speicherkapazität. Falls über das Kartenmaterial des Navigationssystems hinaus reichlich Daten (z.B. Musik) genutzt werden sollen, kann es mit der SD-Karten-Lösung schon mal eng werden. SD-Karten hingegen weisen folgende Vorteile auf: Niedrigerer Energieverbrauch und kaum Wärmeentwicklung, Geräuschlosigkeit, Erschütterungsresistenz, geringere Größe und weniger Gewicht.
Hallo, ich fahre am We entweder zu meiner Freundin oder nach Hause.
Auf der Fahrt wechsel ich die Sender, da unterschiedliche Bundesländer. Daher finde ich die Senderspeicher für das Radio ziemlich gut. Hätte zwar nie gedacht das ich die benötige, aber sie sind alle besetzt.
Eine Festplatte wäre nicht verkehrt. Es müssen ja nicht um die 50 Gb sein, 5-10Gb würden ja schon reichen.
USB gibt es ja schon teilweise. SD-Karte muss ja nicht sein, es geht ja auch mit USB.
Aber ein Navi mit Internetzugang, also auf “frisches” Kartenmaterial wäre nicht verkehrt.
@Thomas:
Also bei 5-10GB Speichergröße würde ich nie auf Festplatte setzen. Das kriegt man locker mit Flashspeichern viel robuster (siehe Anführungen von David Voss) hin.