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Ampera Mobilität

Ampera-Berichte – E-Mobilität schon heute

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Unserem Aufruf zur Ampera-Alltagsberichterstattung ist auch Uwe Hofer gefolgt. Hier sein Blog-Beitrag:

Es war eine mehr als bewusste und durchdachte Entscheidung, den Ampera als Firmenfahrzeug anzuschaffen. Zwar ist das Fahrzeug aufgrund des Konzeptes sehr teuer, aber nach dem obligatorischen Testtag – den die ganze Familie genutzt hat, um das Fahrzeug zu beschnuppern – war der Bann gebrochen und die Begeisterung geweckt. War vielleicht auch nicht so schwer, wenn man zuvor Fahrzeuge wie den E-Fiat 500 von Alelion oder den Z.E. Renault Kangoo Probe gefahren hat.

Opel Ampera Elektromobilität in städtischen Randbereichen ist eine echte Chance. Regenerativ erzeugter Strom gepaart mit umweltfreundlichen, leisen und effizienten Antriebstechniken befriedigt ideal die Mobilitätsbedürfnisse (Stichwort: schlechte ÖPNV-Anbindung). Im Rahmen einer ganz persönlich durchgeführten Energiewende haben wir den Schritt zu einer individuellen Reduktion der CO2-Emissionen gemacht. Dazu gehört auch, dass dieses Fahrzeugkonzept mit einphasiger Ladetechnik und akzeptabler Ladedauer von 4,5 Stunden perfekt für die Ankopplung an die Haustechnik ist. Unsere installierte PV-Anlage (5,2 kWp) sorgt für selbstgenutzten Strom, auch zum Laden des Fahrzeugs. Auch wenn der Ampera Reichweiten von über 500 km im Range-Extender-Betrieb zulässt, die Ökobilanz ist eigentlich nur akzeptabel, wenn man sich in einem Radius von vielleicht 200 km im Mischbetrieb (mit Range Extender) oder rein elektrisch bewegt. Ausflüge in die benachbarten Städte oder zu Kunden nach Braunschweig machen damit eine Suche nach Ladeinfrastruktur nicht zwangsweise erforderlich. Und das trägt der Tatsache Rechnung, dass weder die Harmonisierung der Ladekonzepte, noch der Zugang zu den unterschiedlichen Stationen zwischenzeitlich irgendeine Vereinheitlichung erfahren hat. Ich besitze eine Ladekarte (Festbetrag 50 €/Jahr ohne Begrenzung der bezogenen kWh) für das Stadtgebiet von Braunschweig, weil ich dort häufiger verkehre und es damit möglich ist, die Strecke von 280 km (Hin- und Rückweg) zu 40 bis 50 Prozent rein elektrisch zurückzulegen.

Es ist wahrscheinlich fast unnötig festzuhalten, dass wir uns mit entsprechender elektrischer Mess- und Regeltechnik bestückt haben, die sowohl die wirklichen Energieverbräuche im Haus und im Auto erfasst, aber auch die optimalen Zeitpunkte der Verwendung des selbst produzierten Stroms steuert. Insofern trägt der Ampera zur Erhöhung der Eigenverbrauchsquote um 18 Prozent auf 73 Prozent bei.

Fazit: Ein Fahrzeug, das technologisch gesehen mit Augenmaß entwickelt wurde und den richtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilitätskonzepte aber auch bewusstem Umgang mit der Ressource Energie dokumentiert. Es ist mit Einschränkungen familientauglich, bereitet Fahrspaß pur beim rein elektrischen Betrieb. Spaß, der im Zusammenhang mit der Diskussion um die Stromherkunft für das Laden der Batterie nicht getrübt werden muss. Es geht 100 Prozent aus regenerativen Energien!

Kommentare (36)

  1. Pingback: Ampera-Berichte – <b>E-Mobilität</b> schon heute | Opel-Blog | Südwestfalen Automotive Netzwerk

  2. @ Moderator

    Kann es sein, dass die Hessische Landesregierung über Delta Automobile mindestens einen Ampera bestellt hat? Ich glaube dort ein nicht zugelassenes Fahrzeug mit dem Logo der Landesregierung gesehen zu haben, nachdem zuvor mehrere von einer Lackiererei abgeholt wurden.

    Und wieviele Insignias hat die amerikanische MP bestellt?

    Überhaupt, was macht der Absatz? Mir begegnen nämlich jeden Tag LKWs mit neuen Opel bzw. Vauxhall und es kommt mir so vor, als ob es immer mehr werden.

  3. Sehr guter Bericht, der dokumentiert wie man heute verantwortungsvoll und sinnvoll mit dem kostbaren Gut Energie umgehen kann. Das der Ampera dort einen sinnvollen Beitrag leisten kann zeigt eindrücklich, das das Konzept seine Berechtigung hat.

  4. Mein Vorschlag bzgl. des Ampera: Der Generator (Range-Extender) sollte zumindest optional mit einem monovalenten Autogas-System angeboten werden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Der Betrieb des Fahrzeugs, sollte man einmal längere Distanzen fahren, wird nochmals deutlich günstiger. Zudem kann Autogas (Mischung aus Propan und Butan) im Gegensatz zu Benzin nicht „überlagern“, was für die Kunden interessant ist, die nur sehr selten auf den Range-Extender zurückgreifen müssen. Mir ist bekannt, dass die australische Schwester von Opel, GM Holden, inzwischen monovalente Autogassysteme anbietet und dies sogar in den großen Modellen wie Commodore oder Caprice.

      • @ Didi: „Gas-Buddeln“…? Da Sie im Plural schreiben: Vorsicht, nicht, dass wir uns missverstehen: ich rede von AUTOgas, nicht ERDgas! Haben Sie schon mal gesehen, wie kompakt Zylindertanks selbst bei beachtlichem Fassungsvermögen sein können? Siehe http://www.zylindertanks.de/ Bei Holden verwendet man überdies Unterflurtanks, wodurch das Kofferraumvolumen sogar völlig unberührt bliebe. Siehe: http://media.gm.com/media/au/en/holden/news.detail.html/content/...

        Wie Sie lesen, ist da von Startbenzin keine Rede. Lassen Sie sich dabei von „Australian Conditions“ hinsichtlich der Außentemperaturen übrigens nicht irreführen – auch in Melbourne, dem Wohnort meines Onkels hat es im Winter bisweilen nur knapp über 0°C, in Canberra hat es sogar zeitweise geschneit… Ich sehe somit keinen Grund, weshalb man diesen Anlagentyp nicht auch im Ampera und anderen Opel-Modellen einsetzen könnte.

      • Joh, wenn man es auf LPG beschränkt, wird oft die Reserveradmulde beansprucht. Bei CNG ist es denn wohl umfangreicher was da unterflur verbaut wird. ABER wie gesagt, es kommt ja auch noch der ganze AKKU-BLOCK dazu/davor.
        Ohne Startbenzin hatte ich auch mal wo aufgeschnappt, ok, wenn sie’s soweit bestätigten…
        NUR, bei aller flexibel/zukünftigen Auslegung des RE (siehe Chevrolet VOLT-Studie auf der NAIAS’07 + IAA, bzw. Opel Flextreme).
        Da war wohl erstmal bewährt, überschaubares zur Installation der Anspruch…;o)

        • Ich verstehe leider die Problematik hinsichtlich des Akku-Blocks nicht. Also nochmal kurz zusammengefasst, wie ich es für den Ampera meinte: Benzintank für Range-Extender raus, Autogastank (unterflur) rein, Motor mit Gas-Injektoren, und allem was dazu gehört, ausgestattet. Selbst wenn das mit dem Startbenzin THEORETISCH nötig wäre: Bivalente Autogasfahrzeuge schalten ab einer Kühlwassertemperatur von nur 30 bis 35°C auf Gasbetrieb um. Ich denke nicht, dass es ein Problem wäre, das Kühlmittel im Fahrbetrieb auf diese mäßig warme Temperatur zu bringen, bevor der Generator seine Arbeit aufnehmen müsste.

          • Autogas im E-REV: Ich finde die Idee klasse. Nochmals die Fahrtkosten und den CO2-Ausstoß reduzieren! Ich würde mir aber auch mehr LPG-Lösungen für andere Opelfahrzeuge wünschen. So zum Beispiel für den Adam und den Opel Mokka.
            @Moderator: Darf man hoffen?

          • Beim AdAM steht eine LPG-Variante zumindest/bereits in der Bedienungsanleitung (!)

            @Gerry: Joh, ich hab’s im weiteren ja differenziert. Wo LPG besser als CNG untergebracht werden kann.
            Bzw. der 1.4er war in diesem Anfangs-Szenario kostengünstig/altbewährtes. Du siehst doch selbst, es kommt allein an Diversifikation kaum/nix nach. Nach Jahren jetzt mit dem Caddi ELR überhaupt mal weiteres…

          • Ich denke eine Kühlwassertemperatur von 30 Grad ist schon ein Problem. Im Winter haben sie bei -25° Anfangs nur den Generator, der dann wohl über den 12 Volt Akku gestartet wird. Mit einer normalen Starterbatterie mehrere Liter Wasser, das seine Wärmeenergie direkt an den Motorblock angibt mal eben um 55° aufzuheizen, halte ich für illusorisch.

            Mein Wunsch ist der Diesel für den Ampera, genauso wie es für den Flextreme seinerzeit gezeigt wurde. Ideal wäre der Stirlingmotor – ok, aber das ist wohl kaum machbar 😉 Ein einfacher Dreizylinder-Diesel wäre vielleicht eine Lösung, die effizienter ist, als der aktuelle Otto, vermutlich gar erheblich effizienter. Dann würden sicherlich einige wieder schreien, aber mir wäre es egal.

  5. @ Jeff: Vielen Dank für die Zustimmung bzgl. meines Vorschlags. Ob Opel seine Autogasflotte erweitern wird, hängt nach meiner Vermutung davon ab, ob die Steuerbegünstigung für Autogas über 2018 hinaus verlängert wird. Das ist m.W. derzeit noch nicht geklärt. Steigende LPG-Preise fielen beim Ampera ohnehin nicht so ins Gewicht, aber bei den konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor stellt sich dann schnell die Frage, ob der Mehrpreis der LPG-Fahrzeuge noch in einem sinnvollen Verhältnis zu den Kraftstoffkostenersparnissen steht.

    • @Gerry
      Der LPG Preis steigt, der normale Benzinpreis aber auch. Meines Erachtens stellt sich eher die Frage ob LPG noch im Vergleich zum Diesel spart – oder nicht. Aber meine Brille ist auch eher die Unternehmenssichtweise in Form von Leasing/Ballonfinanzierung und mind. 30.000km/Jahr, sowie dabei viel Autobahn.

      Grundsätzlich bin ich aber bei euch, beim Thema alternative Antriebe – da ist es mir egal ob LPG oder CNG. Fahren werde ich sie nur voraussichtlich vorerst nicht, aufgrund der Wirtschaftlichkeit/Reichweite (LPG, dabei reiner LPG Betrieb –> da muss man leider für mich noch zu häufig tanken) bzw. schlichtweg Reichweite und Umrüstkosten (CNG). Da überwiegen mir derzeit noch die Vorteile des Diesels 🙂

      • @Timo: Was die Reichweite von LPG-Modellen angeht, liegt es hier u.a. daran, was die Hersteller an Tanksystemen verbauen. Derzeit sind reine LPG-Reichweiten von um die 500 km sicher drin. Ich denke das reicht doch, zumal bei dem inzwischen engmaschigen Netz an LPG-Tankstellen. Bei Holden bietet man inzwischen sogar MONOVALENTE (Hallo Opel…!) LPG-Systeme (brauchen nicht mal mehr Startbenzin!) an, z.B. für Commodore und Caprice, also großen Limousinen deutlich jenseits der 200 PS-Marke. Ich denke bei Fahrzeugen für den australischen Markt gilt es nochmal andere Reichweiten zu erfüllen als bei uns 😉 Grundsätzlich ist für Deine Zwecke der Diesel wahrscheinlich keine schlechte Alternative (GM bietet in Kürze sogar den Chevy Cruze Diesel in den USA an, sogar mit AdBlue-Abgasreinigung, die es m.W. in Europa weder bei Opel noch Chevrolet gibt). Was die Wirtschaftlichkeit von LPG angeht, kann ich aus eigener Erfahrung sprechen: Mein letztes Fahrzeug war ein Chevy Alero 2.4 (141 PS) mit Autogas, der Größe nach minimal kleiner als ein Insignia. Verbrauch LPG: ca. 11 l/100 km. Das entspräche Dieselkosten eines eher kleineren PKW, der ca. 6 Liter verbraucht… Damit würde ich LPG in punkto Tankkosten dem Diesel gegenüber als mindestens gleichwertig sehen. Nicht unter den Tisch fallen darf dabei auch die geringere jährliche Kfz.-Steuer des LPG-Fahrzeugs gegenüber dem Diesel. Ich möchte Deine Erfahrungen sicher nicht in Abrede stellen, ich persönlich sehe jedoch keinen Wirtschaftlichkeitsvorteil für Diesel gegenüber LPG.

        • @Gerry
          Ich gebe dir recht, dass rein von den Zahlen her die LPG Variante her in etwa gleich zieht mit dem Diesel, es jedoch auch keine Sparvorteile an der Stelle gibt. [revidiere ich wohl unten] Der Steuervorteil ist bei modernen Autos meist marginal (außer er wird gleich als LPG zugelassen).
          Jetzt kommen meine Skepsispunkte (Die sind aber vll. überholt)
          Problem bildete jedoch damals das noch nicht komplett ausgeprägte Netz der LPG Tankstellen. (Selbst jetzt müsste ich noch knapp 10km weit fahren für eine LPG Tankstelle) Quasi musste man (ich glaube das muss man heute immer noch) seine Routen genauer planen, an bestimmten Tankstellen halten oder sogar Umwege nehmen, um den LPG Tank zu befüllen. [Gilt besonders für Touren die 500km weit sind] –> Beispiel: Leipzig –> Köln [eine von mir inzwischen geliebte Strecke] – und wehe dem, es ist Stau und man hat (wie immer) keine Zeit…

          Zusätzlich kommt hinzu, dass man damals (zumindest bei uns so) den 1.8er Benziner vom Vectra C umgerüstet hat auf LPG [nicht ab Werk]… Da kamen dann 3 mal AGR Ventile, wegen zu hohen Abgastemperaturen… 2 mal Kulanz, 1 mal mussten wir das bezahlen [1.000€ damals] – Das hat natürlich die Wirtschaftlichkeit stark negativ beeinträchtigt.

          Mit den 11Ltr LPG zu 6Ltr Diesel bin ich (leider) ganz bei dir. ;-P

          Mist, ich bin gerade etwas erschrocken… Damals war das Verhältnis zwischen DieselPreis und LPG Preis noch zugunsten des Diesels im Sinne von „Der Diesel darf mehr als 6Ltr schlucken“…

          @Moderatoren
          Bitte den 250PS Insi ab FL mit LPG anbieten ab Werk ;P

          • Hallo Timo, wenn in Deiner Gegend in der Tat LPG-Tankstellen rar sind, scheint mir das allerdings schlichtweg Pech zu sein. Mittlerweile gibt es in Deutschland >6000 LPG-Tanken und selbst in meiner sehr ländlichen Region, nördliche Wetterau (Mittelhessen), hat man sogar den Luxus, innerhalb relativ weniger Kilometer den günstigsten Anbieter aussuchen zu können. Generalstabsmäßiges Planen von Fahrten ist m.E. sicher auch nicht nötig. Viele Autobahn-Tanken verfügen heuer über LPG, auch gibt es komfortable Smartphone-Apps, die einen zur nächsten LPG-Zapfsäule leiten. Weitaus kritischer ist da sicher CNG, da hier die Tankstellendichte noch immer relativ gering ist. Deine Erfahrungen mit dem umgerüsteten Vectra sind natürlich sehr ärgerlich und bedauerlich. Deine Einwände kann ich da auch voll und ganz nachvollziehen. Ich muss auch inzwischen ganz klar sagen: Finger weg von Umrüstungen, wenn nicht völlig klar ist, dass der Motor gasfest ist! Ich bin auch skeptisch gegenüber Additivsystemen usw. Bei den erwähnten Holden’s werden spezielle Ventile, Ventilsitze und sogar Kolben verwendet, die für LPG ausgelegt sind. Ich denke auch, dass man z.B. beim neuen Astra 1.4 Turbo LPG ganz bestimmt kein Risiko eingeht. In diesem Sinne, weiterhin gute Fahrt.

  6. @Reinhold Birgmann: Bei allem Respekt, also einen Diesel als Range-Extender betrachte ich wiederum als denkbar ungeeignet. Warum? Da Sie gerade den Winter erwähnen: Stellen Sie sich vor, den Ampera gäbe es mit Dieselmotor und ein Kunde tankt sein Fahrzeug vor der Umstellung der Tankstellen auf Winter-Diesel voll, benötigt aber, aufgrund seines Fahrverhaltens, die zurückgelegt werden, den Range-Extender danach auf einmal doch nicht oder fast nicht. Preisfrage: Wie bekommen Sie dann den Winter-Diesel in den Tank bevor es grimmig kalt wird? 😉 Ich finde, das ist ein nicht zu unterschätzender „Knackpunkt“. Ich persönlich hätte jedenfalls keine Lust, dann im Spätsommer / Herbst ständig überlegen zu müssen, ob oder wieviel Diesel ich tanken sollte. Zudem sind Dieselmotoren schwerer als Benziner, was wiederum die Batteriereichweite herabsetzen dürfte. Zurück zu meinem eigentlich Punkt zum LPG: Das mit dem Startbenzin hatte ich auch nur hypothetisch gemeint. Wie auch immer, die besagten monovalenten Holden-Modelle mit LPG kommen offensichtlich ohne Startbenzin aus, also müsste man überlegen, deren Anlagen für Opel einfach zu adaptieren. Wie erwähnt, auch in Australien kann es definitiv kalt werden, wenn auch keine -25°, aber unter dem Gefrierpunkt allemal. Ich sehe somit keinen Grund, weshalb Opel das nicht zumindest in Erwägung ziehen sollte.

      • @ Maddin / Didi: …eben…! Vielleicht wäre ja noch eine überlegenswerte Alternative, falls z.B. ein LPG-System nicht umsetzbare wäre, den Range-Extender E85-fähig anzubieten. Der zusätzliche technische Aufwand dafür wäre denkbar gering und wer keine E85-Tanke in der Nähe hat oder Ethanol eben nicht mag, kann ja trotzdem ganz normalen Sprit tanken. Etwa 15 km von mir entfernt gibt’s eine E85-Zapfsäule und 1,10 /Liter vs. 1,60 wäre für mich allemal schon eine Überlegung wert. Ach ja, bevor sich jemand über Biosprit und dessen Auswirkung auf Nahrungsmittelpreise aufregt: man muss mitnichten Ethanol aus Mais oder Weizen gewinnen. Unsere schwedischen Nachbarn machen uns vor, dass das auch hervorragend aus landwirtschaftlichen Abfällen geht (Schlagwort Biosprit der 2. Generation). Entsprechende Technologiefirmen gibt es auch in den USA, siehe z.B. http://www.mascoma.com/pages/index.php

        • „…dass das auch hervorragend aus landwirtschaftlichen Abfällen geht…“ Sorry, kleine Korrektur: meinte im Bezug auf Schweden die forstwirtschaftlichen Abfälle, wobei es natürlich sicher auch in der Landwirtschaft genügend nicht essbare Abfallprodukte gibt, die sich für Alkohol eignen.

  7. Leider ist dieser Blog mittlerweile ähnlich tod wie das gesamte Thema Elektromobilität in Deutschland. Was war das für eine Aufbruchstimmung auf der IAA 2011 und was ist daraus geworden? Erfahrungsberichte sind ja nett, aber im Grunde schreibt hier jeder seit Monaten das gleiche. Ich hatte gehofft, das Opel hier mal Meldungen kundtut, was sie in diesem Bereich planen (Antriebskonzept auf andere Modelle übertragen, komplett neue E-Autos, was wird aus dem Rak E) Insgesamt ist diese Entwicklung traurig.
    Ich finde den Ampera immer noch ein gutes Auto und ein gelungenes Konzept, trotzdem ist es nicht das Auto für jedermann oder jeden Bedarf. Deshalb wäre es einfach interessant, ob es überhaupt noch weiter geht mit diesem Thema.

  8. Als langjähriger Mitarbeiter im Hause OPEL / GM muss ich leider immer wieder feststellen, dass wichtige und marketingträchtige AMPERA-AKTIONEN offensichtlich nicht wahrgenommen bzw. von OPEL nicht publiziert werden.
    Beispiele A.)
    Die Ruhruni, unter der Leitung von Herrn Professor Dr. Dudenhöffer, hat im Ruhrgebiet die Aktion “ Ruhrautoe “ mit ca. 20 AMPERA`s gestartet. Ziel von der Uni Essen-Duisburg ist es, die Kundschaft mit einem ELEKTRO-Auto bekanntzumachen. Erfahrungsgemäss gibt es im Kundenfeld viele Vorurteile in Bezug auf ELEKTRO-Autos. Leere Batterien usw. Die AMPERA`s können wahlweise für eine Stunde bzw. ein Tag gemietet werden.
    Beispiel B.)
    Das Land Hessen nimmt 30 OPEL-AMPERA`s in Dienst und keiner bekommt es mit.
    Eine Veröffentlichung, auch im Internet, würde m.E. das OPEL-Image verbessern- und dies haben wir noch mehr als nötig….

    • Und die Misere kommt tatsächlich auch noch dazu, Präsentation/Publikation, seit je her ein Mißstand ohne gleichen !

      Zur Ruhrautoe Aktion wurde zumindest ein bißchen was kund…
      www. opel. de/opel-erleben/ueber-opel/auszeichnungen/2012/october/opel_ampera_car_sharing.html

      Auch hier:
      www. opel-blog .com/2012/11/02/ampera-car-sharing-ruhrgebiet-unter-strom/

      Wie’s dazu draußen vor Ort bestellt ist, keine Ahnung !

      Und dann solches, ein (, zwei,..) Showroom in den Emiraten…
      media. gm. com/media/de/de/opel/news.detail.html/content/Pages/news/de/de/2013/opel/02-25-opel-launches-a-new-line-up.html

      PS: Mit den 30 Ampera…da sah ich wohl gestern beim zappen kurz ein Bild im TV vor der Staatskanzlei in Wiesbaden…aber sonst, noch nix !

    • Ich stimme zu, Opel wie auch VW und andere „namhafte“ Hersteller nehmen das Thema noch nicht ernst. Es ist hype irgendwie mitzumachen, aber das Marketing beim Kunden kommt nicht an. Ok, bei VW ist man das ja gewöhnt – die sind technisch einfach top und kommen mit der Arroganz daher: Wenn E-Up kommt, ist das Konzept so bestechend, dass es garnicht wichtig ist dass wir nicht die Pioniere waren.
      Opel hat offensichtlich momentan auch andere Probleme, um sich bei E-Mobilität die Finger zu verbrennen – oder liebes Management, was ansonsten treibt Sie dazu, an dem Thema nicht weiterzuarbeiten und die ernsthaften Versuche der Pioniere das Produkt weiter zu verbessern, bzw. die Kreativität der wohlgesonnenen Anwender aufzugreifen?
      Dieser Blog hat da zwar nichts versprochen – aber die Möglichkeiten ihn zu nutzen hat Opel genauso verschlafen, wie das zielgerichtete Marketing. Achso, war nicht genau klar in welche Richtung das Marketing gehen sollte?
      Ich bleibe bei der positiven Bewertung des Konzeptes des Amperas, wohl wissen, dass es vielleicht keine zweite Generation Ampera geben muss. Aber Opel hat seine Chance, sich als Technologieunternehmen mit mehr Profil am Markt zu halten, vertan – meine Meinung. Warum muss man auf diese rein fossil betriebenen Fahrzeuge setzen, wenn man ein verbesserungsfähiges und vielleicht auch zukunftweisendes Konzept am Start hat?

  9. „…Ok, bei VW ist man das ja gewöhnt – die sind technisch einfach top und kommen mit der Arroganz daher: Wenn E-Up kommt, ist das Konzept so bestechend, dass es garnicht wichtig ist dass wir nicht die Pioniere waren…“ @Uwe Hofer: Dass VW „technisch einfach top“ ist müssen sie erst mal beweisen. Es haben schon andere Firmen, wenn auch in anderen Branchen geglaubt, sie könnten neuen technischen Entwicklungen erst mal entspannt aus der Ferne zusehen und dann das Feld von hinten aufrollen. Ich sage nur „Handysparte“ und die Namen „Siemens“ und „Nokia“. Im Bereich Elektromobilität sehe ich nicht, dass VW auch nur ansatzweise mit GM mithalten kann. Die Wolfsburger haben z.B. nichts, aber auch rein gar nichts, vorzuweisen, was auch nur im Entferntesten mit dem „Project Driveway“ (bzgl. FCEV) gleichzusetzen wäre. Insgesamt kann auch GM beim Patent Scoreboard die meisten Patente vorweisen und nicht etwa VW, auch wenn hier in der Vergangenheit schon fälschlicherweise vermeldet wurde, dass der Konzern aus Niedersachsen bei Patenten führend sei. Im übrigen: Die Pläne für den Audi E-Tron, wie der Ampera ein EREV, wurden m.W. gestoppt, für mich alles andere als ein Ruhmesblatt.

    • jauh, E-Tron und seine Vorboten – gar Preise für die Marke+“Innovationen“ damit, doch für was eigentlich ??! Ein Show-Wankel als RE, ein paar Prototypen… aber in Serie. Nix.

      Ach soo, der jetzt vorgestellte, A3 e-tron – dessen offizielle Werte, haha – da muß es einfach einen Vergleichstest mit dem Ampera geben.
      Das wäre wahrlich SPANNEND !!!
      Ok, beim Interieur wird der Ampera jämmerlich versagen aber mit der techn. Kompetenz darunter…..!
      Aber was les ich da, Verkaufsstart 2014 für den Audi.
      Bis dahin könnte auch GM ja mal eine Auffrischung nachschicken !

      Nach diesen Verkündungen: www. worldcarfans. com/113030854935/gm-confirms-massive-weight-reductions-development-of-ev

      Ist in der Batterietechnik was zu erwarten !
      Und bei den konventionellen in nächster Generation wohl auch die Gewichtsreduktion !

    • @Gerry: die Ironie der Worte „VW ist top…“ konnte ich natürlich nicht passend ausdrücken, aber so war es gemeint. Ich teile schon die Ansicht, dass VW nicht ausschließlich beste Produkte am Markt präsentiert, aber stückchenweit scheint das eine volksgängige Meinung zu sein. Wie sonst kann man es VW verzeihen, dass sie immer in Ruhe nachziehen können und nicht wirklich Vorreiter sind. Bei E-Mobilität haben sie – wie viele andere OEMs auch – schlicht weg geschlafen. Und darum machen sie heute auch kein Aufheben davon, dass sie ebenfalls an E-Up (extra eine Batteriemanufaktur in BS dafür) und E-Motion arbeiten. Aber zurück zu Opel: Warum ist es so still um weiterführende Konzepte – vom Ampera ausgehend – mit Range Extender. Ich bin der Auffassung, dass man das Reichweitenproblem locker in den Griff bekommt, wenn man verkauft, dass die meisten Fahrzeuge als Zweit- oder Drittwagen gar nicht 500 km Reichweite benötigen. Also 120 km rein elektrisch fahren und max. weitere 120 im Extenderbetrieb – da braucht vermutlich keiner/wenige den Extender. Ist ökologisch auch nicht wirklich sinnvoll. Da funktioniert der Ampera ja nicht viel besser als jeder andere fossil betriebene Wagen auch. Entscheidend ist, dass die Angst des Liegenbleibens genommen wird. Opel kann Design, kann Technik….aber verkaufen kann es das alles nicht.

      • @ Uwe Hofer: Vielen Dank für die Antwort 🙂 Ich bin schon zuversichtlich, dass es im Bereich der EV’s in den kommenden Jahren noch einiges zu bestaunen gibt. Für mich ist der Range Extender ohnehin nur eine Brückentechnologie, die aber immerhin dafür gesorgt hat, dass sich der „Bruder“ des Ampera, der Chevy Volt, in den USA im letzten Jahr ca. 20.000 mal verkauft hat. Keine Frage, das blieb hinter den erklärten Zielen zurück, was m.E. auch durch eine Schmutzkampagne bestimmter (auch politischer) Kreise in den USA begründet war, die hier dieses Batteriefeuer drei Wochen (!!!) nach dem Crashtest in einer völlig hysterischen Weise dargestellt haben. Dennoch lässt der Volt Konkurrenten wie den Nissan Leaf bei den Verkaufszahlen meilenweit hinter sich. Auch die Verkaufsunterbrechung des Ampera (was in den USA nicht gemacht wurde) fand ich kontraproduktiv, da es unnötigerweise Zweifel an dem Konzept aufwarf. Die Verunsicherung der Leute war ja gar nicht so groß wie man gesehen hat. GM bot zur fraglichen Zeit sogar an, Volt’s zurückzukaufen. M.W. hat davon kaum einer Gebrauch gemacht. Wie auch immer, ich verspreche mir auch viel von den Lithium-Air-Batterien. Ein Blick auf die IBM-Homepage ist da sehr interessant: „The Battery 500 Project“. Ich denke, die Chancen sind realistisch, dass mit dieser Technologie EV’s schon in ein paar Jahren 800 km (= 500 Meilen, daher der Projektname) zurücklegen können mit viel leichteren und günstigeren Akkus. Ist dann für manche Auto-Hersteller schon blöd, wenn man bis dahin die Zeichen der Zeit verpennt hat 😉

  10. @ Didi: Na, so negativ würde ich das Interieur des Ampera auch wieder nicht sehen. Ich bin erst am letzten Montag mit einem Ampera Probe gefahren und muss sagen, dass ich rundherum begeistert war. Ich bin auch schon in meiner früheren Firma mal mit Audi A4 Firmenwagen gefahren. Sicher, das Interieur war gut, aber eine Offenbarung war es für mich auch nicht. Interessant war der Vergleich der Auto Bild vor ein paar Jahren als die Langzeitqualität des Golf V und des vorigen Astra Modells verglichen wurde. Ergebnis nach 200.000 km und ähnlicher Einsatzbedingungen: Die Innenraumkomponenten des Astra schauten immer noch frisch aus, beim Golf hingegen fehlte schon oben auf dem Schalthebel das transparente Teil, wo die Lage der Gänge aufgezeigt ist. Auch Teile der Kunststoffoberflächen „schälten“ sich schon langsam ab. Konnten wir übrigens auch im New Beetle einer Kollegin meiner Frau beobachten, mal abgesehen davon, dass man sehr leicht den Griff vom Handschuhfach in der Hand hatte 😉 Ganz ehrlich: Diese ach so hohe Innenraum-Qualität von VW/Audi ist m.E. auch künstlich hochgepuscht. Merke: Haptik ist nicht zwangsläufig gleichzusetzen mit Qualität. Wenn das Armaturenbrett bei Audi auch nach 36 Jahren so gut aussieht wie bei meinem 1977er Rekord D, würde ich in der Tat von guter Qualität sprechen 😉

    • gewiss, da wird dieser erste haptische show-effekt auf alles andere umgelegt und selbst das blätterte mind. in den anfängen (erste A3 Generation) übelst ab…
      aber leider sind meine anfänglich so stillen opel allesamt mit der zeit auch ziemlich am zirpen, quietschen,…
      Gerade jetzt am Meriva-B ist mind. irgendwas an der Rückbank nervig am quengeln (auch wenn ich allein fahre ;o). Muß ich deren Mimik regelm. fetten, sowie das Gestänge einer Dampflok…?!?

      • @ Didi: Hmmm. Also meine Frau fährt auch einen Meriva B, knapp 2 Jahre alt, etwas über 25.000 km. Störgeräusche sind uns da bislang nicht untergekommen. Das Zirpen kommt m.E. in der Regel von Türdichtungen und da sollte Silikonöl helfen, was man ohnehin regelmäßig anwenden sollte, auch um die Dichtungen über Jahre hinweg geschmeidig zu halten. Was wohl nach meiner Beobachtung mal nötig werden kann: Die Verriegelung der Heckklappe nachjustieren. Schliesst die Heckklappe nicht mehr „stramm“ genug, kann das m.E. auch Geräusche machen. Meine ganzen früheren Opel, ab dem Vectra A, waren insgesamt eher ruhige Fahrzeuge ohne nennenswerte unerwünschte „Begleitmusik“. Abgefallen ist da nur der Kadett E. Aber das ist nun ja auch schon gute 22 Jahre her 😉 Mein Oldie rappelt so um 100 km/h manchmal so ein bisschen im Automatikwählhebel, aber nach 36 Jahren und 455.000 km darf der Rekord das auch 😉

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