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Classic Motorsport

Solitude Revival: GT-Alarm in Porsche-Land

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Wie ein Hornissenschwarm fielen sie ins gelobte Ländle ein und schlugen die einheimische Porsche-Phalanx in die Flucht … Okay, bleiben wir mal sachlich: Zwei gelb-schwarze Opel GT und drei schwarz-gelbe Commodore A GS der Baujahre 1969 bis 1971 nahmen am „Solitude Revival 2013“ vor den Toren Stuttgarts teil.

Opel GT beim Solitude Revival 2013 Gruppe A, Renntourenwagen ab 1947 bis 1975: Hier waren die fünf blitzschnellen Steinmetz– und Irmscher-Boliden in ihrem Element. Ansaugschnorchelnd und auspuffröchelnd ballerten die Vier- und Sechszylinder um den 11,7 Kilometer langen Traditionskurs, dass es eine wahre Freude war. Genau darum ging es beim Internationalen Oldtimer-Rennsport-Festival am vergangenen Wochenende. Rund 280 Touren-, Sport- und Formel-Rennwagen sowie 120 Renn-Motorräder und -Gespanne feierten mit mehr als 30.000 Zuschauern „110 Jahre Solitude-Rennen“.

Dabei waren die Opel-Renntourenwagen nicht nur geduldet, sondern offensichtlich höchst willkommen im Porsche- und Mercedes-Stammland: Zeigefinger zuckten und Kameraverschlüsse klickten, sobald der signalfarbene GT/GS-Pulk am originalgetreu restaurierten Start- und Zielturm vorbei Richtung Glemseck bretterte oder an den Büsnauer Hängen entlang durch den Schattengrund grollte.

Auch Streckensprecher Siegfried Schlüter, der zwischendurch Demonstrationsrunden mit einem Formel V drehte, machte aus seinem Respekt für Opel im Allgemeinen und aus seiner Begeisterung für den „Geniestreich“ von Designer Erhard Schnell im Besonderen kein Hehl: „Ich habe selbst das Glück, einen Opel GT zu besitzen. Das Ding fährt genauso hinreißend wie’s aussieht – spritzig, agil, mit Pfeffer. So … mehr Lobeshymnen für Rüsselsheim möchte ich hier in der Höhle des Löwen aber nicht anstimmen …“
Dazu sagen wir: Nur Fliegen ist schöner. 😉

Opel Commodore A GS beim Solitude Revival 2013 Opel GT beim Solitude Revival 2013
Opel Commodore A GS beim Solitude Revival 2013 Opel Commodore A GS beim Solitude Revival 2013

Kommentare (11)

  1. Schöne Autos! Fahren können werde ich die real wohl nie. Ich hoffe, dass es diese Modelle mal in Fahrsimulationen a la „Gran Turismo 6“ und „ForzaMotorsport 5“ schaffen. Könnt Ihr von Opel da nicht mal, wie sagt man, nachharken?

  2. Die alten Boliden begeistern immer noch. Schöne Veranstaltung und eine gute Werbung für die Marke, gerade in der Höhle des Löwen muß man Präsenz zeigen…..:-)

  3. Ein neuer Opel GT wäre cool – zumindest als Prestige…kaufen würde ich ihn mir wohl nicht, allein schon wegen des Benzinmotors…
    Da fällt mir ein – der letzte GT hatte ja einen 2.0 Turbo mit 265PS… Wo ist der Motor eigentlich hin?

    • Der ist in den Insignia (anfangs 220 PS, jetzt 250 PS), den Astra OPC (280 PS), den Buick Regal und den Cadillac ATS geschlüpft. Und bald kommt er auch im Cadillac CTS.

      …und vielleicht ja auch bald in Cascada, Zafira, Astra ST, man wird ja noch träumen dürfen. 😉

      • Und wieso hat keiner mehr die 265PS?
        Übrigens haben die 220 und 250PS Motoren andere Motorcodes, nämlich den selben wie der Astra OPC (A20NFT) bzw. früher wohl mal A20NHT… Während der GT den Code Z20NHH hat… Also nein – sind wohl andere Motoren.

        • Die Motoren sind ja auch Euro 5 statt Euro 4 beim GT. Aber nachdem dem Inschenör bekanntlich nix zu schwör ist, kann vielleicht jemand aus erster Hand die Gemeinsamkeiten und Unterschiede erklären. 🙂

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