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Entwickler-Tagebuch Insignia

Reif für die Insel, Teil 2

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Beim Insel-Besuch müssen sich unsere Kandidaten auf typischen UK roads bewähren. Und die sehen so aus: Nach außen hin stark abfallend, recht holprig und am Straßenrand drohen zwei Meter hohe Hecken oder – noch schlimmer – 20 Zentimeter hohe Randsteine. Da hilft eine perfekte Aufbaukontrolle, null Radschütteln und eine knochentrockene, präzise Lenkung. Sonst wird den Passagieren auch ganz schnell schlecht durch das viele Geschaukel, Fachbegriff: head toss. Dagegen haben wir per Feinabstimmung wirkungsvoll vorgesorgt. Sonst hätten die Kollegen von Vauxhall ihre Autos am Ende der Session nicht mit einem derart breiten Grinsen abgestellt.

Kommentare (40)

  1. Bei manchen Straßen in Deutschland sieht es inzwischen auch nicht besser aka “glatter” aus…

    @Werner: auf dem linken Bild sieht das ganz so aus.

  2. Das mit den Rad/Reifen Dimensionen würde mich auch interessieren. Aber ich denke, eine QA deckt alle später Zugelassenen ab, stimmt’s?
    Die Frage ist nur, inwieweit das Fahrgestell mitsamt Aufhängung und Lenkung den 20” Felgen dauerhaft gewachsen sein wird und ob noch soviel “Restkomfort” übrigbleibt, um sich nicht wie beim Sitzen auf einer Waschmaschine im Schleudergang zu fühlen 😉

  3. @Frank:
    Was heißt “neuer Lochkreis”? Soweit ich weiß wird es nun Stehbolzen und Radmuttern geben. Finde ich nicht toll, muss ich ja fast Angst haben, dass ich die Dinger beim Radwechsel abreiße.

  4. @ Frank: Diese wie auch alle anderen Chassis-Tests fahren wir mit den Erstausrüstungsreifen. Zu allen geplanten Dimensionen gibt es bestimmte Lieferanten, mit denen wir dann in einem zweijährigen Entwicklungsmarathon den Reifen auf das Auto abstimmen. Üblich sind fünf Entwicklungszyklen. Es können aber schon auch mal mehr werden.
    In England hatten wir den 225/55 R17 von Michelin dabei. Das wird die Basisbereifung, alternativ auch von Bridgestone.
    Ja, wir sind beim Lochkreis von 110 auf 120 mm gegangen und von Radschrauben auf Radmuttern umgestiegen.

    @ Werner: Korrekt, die Scheibenwaschdüsen sind auf der Motorhaube.

  5. Hallo

    so wie es ausschaut stimmt ihr beide Fahrzeuge (Opel Insignia / Vauxhall) zusammen ab. (siehe Feinabstimmung)

    Worauf passt ihr euch hier am meisten an?
    – Eher auf deutsche Straßenverhältnisse oder doch eine Mischung aus allem?
    Immerhin sind die hier beschriebenen UK Roads in Deutschland nicht vorhanden. Wäre denn hier eine seperate Feinabstimmung beider Marken nicht günstiger?

    Oder handelt es sich bei der sogenannten Aufbaukontrolle nur um eine Fahrwerkseinstellung?

    Gruß

    Martin

  6. Hallo,

    verfolge das hier alles sehr genau und habe mich in allen Sektoren die vom Insignia preisgegeben wurden verlieben können :)… aber das mit den Radmuttern nun??? Das enttäuscht mich ein wenig, von dem Schrott hat ja selbst Mazda umgerüstet. Naja aber ich will mal keine voreiligen Dinge erdenken, abwarten. Ändert auch nichts an der Schönheit des Insignias :))))

  7. @ Dennis: Wir gehen momentan davon aus, dass sich der 17” als Volumenreifen durchsetzen wird. Der 16”, für den wir das gleiche aufwändige Entwicklungsprogramm durchgezogen haben, ist wohl der Reifen für die Standardvarianten.

    @ Martin: Wir stimmen das Auto auf unsere Standardstrecken in Deutschland, England, Spanien, Österreich (Alpen) und Schweden ab. Die UK roads sind schon etwas Besonderes, müssen aber ins Gesamtkonzept der Abstimmung passen. Regionale Extrawürste in Sachen Fahrwerk gibt es anders als bei der Ausstattung nicht. Und die Aufbaukontrolle ist keine Einstellung, sondern die Karosserie-Bewegung über der Fahrbahn. Die muss natürlich überall ok sein, was mit regelbaren Dämpfern besser geht als mit den konventionellen.

  8. @Andreas:
    Passen denn 17″ mit 225er-Bereifung noch in die heutige Zeit der Ressourcenknappheit und Umweltbewusstsein? Immerhin haben die Reifen einen erhöhten Rollwiderstand und wiegen auch mehr.

  9. @ Dennis: Bei uns sind Entscheidungen schon immer sehr genau nach Umweltaspekten abgewogen worden. Das ist auch hier der Fall. Dabei kommt es aber darauf an, dass jede Einzelkomponente zum Auto passt – das Paket muss stimmen.

  10. @Moderator:
    Natürlich bin ich mir sicher, dass sich jemand darüber Gedanken gemacht hat. Ich find’s nur komisch, da alle vom Spritsparen reden, und von Opel da leider so wenig kommt. Die ganzen EcoFLEX-Modelle waren bisher nur Witz. Einfach ein Schildchen draufgeklebt und fertig, aber technisch nichts verändert!
    Und im Insignia wird’s doch auch nicht vom Start weg tolle Spritsparmöglichkeiten geben. Fraglich, ob überhaupt eine Gasversion, der neue 1.4T, Start-Stop-Automatik oder gar ein Hybrid kommt… Man sollte eher in die Richtung denken als 17″ als Volumenbereifung anzupreisen und auch 20″ Felgen im Angebot zu haben (die eh kaum jemand wählen wird).

  11. @ Dennis: In dieser Beziehung tut sich überall etwas, eben auch bei den Reifen. Wir haben so, wie Andreas das schon erklärt hat, 225/55 R17-Pneus zur Serienreife geführt, die es beim Rollwiderstand durchaus mit heutigen 195ern aufnehmen können. Auf die Art sind beide zufrieden – sowohl Andreas mit dem Fokus auf Fahrdynamik und Sicherheit als auch ich, der mehr auf die Emissionen achtet.

  12. @ Dennis:
    Ich kann deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen. Opel baut schon seit vielen Jahren sehr sparsame Autos. Die Eco Flex Initiative ist weit mehr, als nur ein geklebtes Schild, wie es beispielsweise die Auto Bild behauptet. Kennzeichnungen im Drehzahlmesser, eine längere Getriebeübersetzung, eine spezielle Drallklappensteuerung zur besseren Vermischung des Treibstoffluftgemisches… Im Übrigen sind bereits die Modelle außerhalb der EcoFlex Familie sehr umweltschonend ausgreichtet. Aerodynamische Besonderheiten haben die Fahrzeuge so von vornherein nicht mehr nötig. Ich selber habe einen Signum 3.0 V6 CDTI. Durch eine Spritsparschulung und eine entsprechend angepasste, vorrausschauende und gleichmäßige Fahrweise erreiche ich Verbräuche von unter 7 Liter. In unserem Fuhrpark haben wir einige Astra 1.9 CDTI (150 PS), die unsere Leute mit entsprechender Schulung auf Langstrecke mit einem Schnittverbrauch zwischen 4,8 bis 5,7 Liter fahren. Beim Corsa CDTI meiner Gattin ist eine 3 vorm Komma keine Seltenheit. 2011 kommt voraussichtlich der Flextreme mit E-Antrieb.
    Ich kann auch nicht verstehen, dass du dich so an der Reifendimension festbeisst. Das ist kein ganzheitlicher Argumentationsansatz. Wie es von Ingeneursseite bereits gesagt wurde: das gesamte Paket ist letztendlich ausschlaggebend. Und diesbezüglich würde ich empfehlen, das Auto einmal selbst zu testen, wenn es auf dem Markt ist.

  13. Jetzt habe ich noch mal einige Fragen an die Ingeneure: Besitzt das Flex Ride Fahrwerk auch ein System, das ein seitliches Wanken (Rollen) der Karosserie, bedingt durch entsprechende Fahrbahnbeschaffenheiten, unterbinden kann? Welche Räder/Bereifung wird den optimalen Kompromiss aus Komfort und Fahrdynamik erzielen? Bzw. ist die werkseitige Fahrwerksabstimmung der jeweils georderten Raddimension angepasst?
    Ich frage insbesondere letzteres aus folgendem Grund: Rein optisch finde ich große Räder ansprechender. Was den Komfort anbelangt musste man bei größeren Dimensionen bisher immer Abstriche machen.

  14. @Forrest:
    Genau das ist bei den EcoFLEX-Modellen nicht der Fall. Der Drehzahlmesser ist gekennzeichnet, richtig, aber mehr auch nicht! Nur was bringt mir ein grün angepinselter Drehzahlmesser. Ich will Leichtlaufreifen, Tieferlegung, optimierte Aerodynamik, verkleideter Unterboden, längeres Getriebe. All das was ein damaliger Astra 1.7(C)DTI Eco4 schon hatte. Das war ein wirklich vollwertiges “Spar”auto.

    Ich fahre meinen Corsa CDTI auch mit weniger als 4,5l/100km. Das größte Einsparpotential hat der Fahrer, aber sag das mal der Mutti von nebenan…

    Ich beiße mich gar nicht an den Reifen fest. Es fällt halt nur deutlich auf, wo andere, um mal Premium (MB C BE hat 195/60 R16 drauf) in die Runde zu werfen, nur kleinere Räder montieren.

    Letztendlich bleibt ja nur Abwarten und Tee trinken, mal sehen was Opel draus macht. 😉

  15. Hallo liebes Opel-Team,

    ein toller BLOG … 🙂
    Warte schon immer GIERIG auf Neuerungen …

    Bisher hatte ich auch wirklich WENIG GRUND zu klagen …

    Ich hoffe allerdings NICHT das es Euer ERNST ist in diesem schönen Auto die Waschdüschen auf die Motorhaube zu plazieren … das ist doch bestimmt nur im Vorserienmodel der Fall ist …

    Das würde ja das ganze MODEL verschandeln …

    Bitte versteckt die Waschdüsen …. bitte bitte …

    Ansonsten großes LOB an die OPEL-Leute … ein wirklich gelungener Wurf!!!

    Viele Grüße!

    Alex

  16. Joh, das mit den Waschdüsen grämt mich stilistisch betrachte jetzt auch etwas..
    Aber evtl. techn. nicht anders darstellbar (hochgezogener Motorhaubenansatz über die Wischer / Aerodynamik) ?!

    Nochmal zum bish. EcoFlex, sorry, da ist bisher nix gescheites zu haben/umgesetzt worden !
    Allein marketing-mäßig läuft´s ja schon bei “Efficence Dynamik” besser und früher (siehe Genf´07), ganz zu schweigen von den techn. Umsetzungen…

    Wenn auch diese teils bereits alter Hut sind, s. Start-Stopp-Automatik (s. Golf Ecomatic, 1990)…

  17. @didi

    Aber wenn man sich die Bilder z.B. auf T-Online (Fliesheck) anschaut sind die Waschdüsen NICHT erkennbar …

    Wie immer … ABWARTEN und TEE trinken … bzw. HOFFEN das sie NICHT auf der Motorhabe sitzen … 🙂

    Alex

  18. Mhh ich hab auch das Gefühl das es sich hierbei nicht um den Insignia handelt..denn interessant ist ja was man nicht sofort auf den ersten Bick sieht. Schaut man sie die Spiegelung in der Windschutzscheibe des Linken Bildes an sieht man eine Art Lüftung des Armaturenbrettes, welche in länglichen Schlitzen dargestellt werden, der Insignia aber eine Art Gitter vorweist

  19. @ Markus

    hat mir wirklich kopfzerbrechen bereitet … 🙂
    Habs gestern auch nochmal genau recherchiert …
    Sind tatsächlich NICHT auf der Motorhaube!!!!

    Viele Grüße

  20. Die vieldiskutierten Bilder zu “Reif für die Insel, Teil 2” zeigen zwar die typischen UK roads, nicht aber den Vorderwagen des Insignia. Bei dem sitzen die Waschdüsen natürlich nicht auf der Motorhaube. Hut ab vor den aufmerksamen Bloggern, die das sofort erkannt haben. Tatsächlich handelt es sich bei dem Fahrzeug, aus dem die Fotos geschossen wurden, um eines von drei Fremdfabrikaten, die wir zu Vergleichszwecken mit nach England genommen haben. Zur Entschädigung für den Lapsus sei eine “heiße” Zusatzinformation verraten: Der Insignia spritzt auf Wunsch vorgeheiztes Waschwasser auf die Frontscheibe. Das hilft bei Kälte und erhöht die Reinigungswirkung. Den “Hot Shot”,wie wir das System nennen, haben wir schon in verschiedenen Testsituationen schätzen gelernt.

  21. @Andreas Holl:

    Das klingt doch schon mal verlockend – Ich will ja nicht besserwissend klingen aber wie sieht das aus bei sagen wir -20°C ? Soll ja nicht dazu führen, dass im Winter alle Woche Frontscheiben getauscht werden müssen wg. Rissen 😉

    Thx
    Gruß
    Mario

  22. Das sollte nicht so das Problem sein, es kommt ja nicht gerade ein riesiger Schwall von heissem Wasser aus den Düsen, welche die Windschutzscheibe komplett flutet.
    Kennt man ja, wieviel das ist.

    Daher glaube ich kaum, das es dadurch zu Spannungsrissen kommen wird.
    Wäre sonst auch unsinnig sowas anzubieten 😉

  23. Schon verwunderlich, welch emotionale Reaktionen Waschdüsen auf der Mororhaube auslösen können. Dabei sieht man doch sofort, dass die nicht vom Insignia sein können. Besitzt die Haube doch gar keine Tarnung….

  24. Naja wirkliche Erfindung von Opel ist das ja nicht. Kommt ja z.B. bei Mercedes schon länger zum Einsatz?!

    Und die Wärmemenge ist doch relativ gering bei solch einem Waschvorgang deshalb sollte es hier keine gerissenen Scheiben geben selbst bei 30 K Temperaturdifferenz.

  25. Aber so neu ist das doch gar nicht, oder? Beheizte Waschdüsen gabs doch sogar schon im Omega oder beim Vectra B… Oder wird hier das Wasser bereits im Vorratstank vorgewärmt?

  26. So hab ich’s jedenfalls verstanden…
    Aber es mir ehrlich gesagt sowas von egal ob das neu ist oder nicht. Wenn es funktioniert hilft das, die Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit deutlich zu erhöhen – alles andere ist doch Nebensache.
    Gruß,Raphi

  27. Scheibenwaschdüsen auf der Motorhaube? Wer hat sich denn das ausgedacht, sogar mein C Corsa hat die untendrunter.

    Wieso kommen die dahin?? Das sieht nicht gut aus! Sind die wenigstens beheizt? Ich kann mich noch an mancheine Winterfahrt erinnern, in der einfach durch das Eis nichts mehr funktioniert hatte (Mal Düsen von außen Zugefroren, mal zuwenig blaues Waschzeug genommen).

  28. Sorry, hab erst geschrieben, dann gelesen:

    Sehr schön, keine Waschdüsen auf der Scheibe und dann noch warmes Wasser, perfekt 😉

    @ Forrest:
    2011 kommt wahrscheinlich der Flextreme? Ich lese gerade, dass er sogar schon 2010 kommen soll. Kann man das bestätigen? Liebe Opel-Mitarbeiter? Es ist zwar der Insignia Blog, aber stimmt das?

  29. @ didi: ich denke, in Bezug auf Designelemente und neuen Ideen zur Flexibilität hast du Recht. Aus meiner Sicht war den Stellungnahmen von Herrn Demant aber auch zu entnehmen, dass Opel ein Elektroauto bis 2011 (oder 2010 @Rheiner) realisieren möchte. Dieses Konzept wiederum in einem Monocab Design à la Flextreme zu realisieren, wäre das einzig Sinnvolle, da ein solches Karosseriekonzept mehr Möglichkeiten in Bezug auf ein intelligentes Packaging und eine damit verbundene optimale Raumökonomie sowie die Unterbringung von Aggregaten und Baugruppen zulässt.

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