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Entwickler-Tagebuch Insignia

Dudenhofen – Nabel der Testwelt

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Was für den einen das Büro, ist für mich Dudenhofen. Das GM-Testgelände südöstlich von Frankfurt ist eine kleine Welt für sich. Die verschiedenen Sektionen – Beispiel Marterstrecke, Steilstrecke, Hochgeschwindigkeits-Rundbahn oder Handlingbereich – bilden die Straßenverhältnisse in weiten Teilen Europas ab. Ganz ohne Fremdverkehr setzen wir hier verschiedenste Parameter – Leistung, Drehmoment, Gaspedalposition, Motordrehzahl oder Radgeschwindigkeit – in Beziehung zueinander. Wir wollten zum Beispiel wissen: Wie hängt der Insignia am Gas? Reagiert die Automatik sanft, schnell und „sinnvoll“ auf die Fahrsituation? Ist die Beschleunigung harmonisch?

Alle „GM Drive Quality“-Ingenieure folgen dabei einer Art Drehbuch. Vor dem Testdurchlauf ermitteln wir äußere Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchte oder Windrichtung, um die Ergebnisse im Sinne der Vergleichbarkeit verwerten zu können. Alle relevanten Daten erscheinen in Echtzeit auf einem großen Bildschirm, die einzelnen Messabschnitte steuern wir per Joystick [Foto 3]. Das ist besonders bei hohen Geschwindigkeiten einfacher und sicherer, als auf einer Tastatur rumzufummeln. Für die Auswertung hocken wir dann aber doch wieder in unserer „Außenstelle“: dem Büro im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum.