avatar

Astra Entwickler-Tagebuch Technik Test

IV und PPV – Prototyp ist nicht gleich Prototyp

,


Über die Autos, mit denen wir testen, habe ich ja schon berichtet und ich hatte versprochen, später noch mehr über diese getarnten Gesellen zu erzählen. Zur Zeit arbeiten wir mit zwei Typen. Beide sehen zwar schon deutlich nach neuem Astra aus, sind aber dennoch sehr unterschiedlich.

Neuer Opel Astra - PPV und IVDas IV (integration vehicle) ist äußerlich an den Rückleuchten aus dem Baumarkt (ja, wirklich!) und der viel stärkeren Tarnung erkennbar. Die intensivere Tarnung ist deshalb nötig, weil wir mit diesen Fahrzeugen schon sehr früh auf die Straße gehen, denn sie dienen – wie der Name schon andeutet – der Integration der einzelnen Technik-Komponenten, dem Test ihres Zusammenspiels. IV werden im Prototypenbau von Hand montiert.

Weit näher am späteren Serienauto ist das PPV (production process validation). Hier sieht außen und innen schon alles sehr nach Astra aus, Spaltmaße und Oberflächenstrukturen sind natürlich noch nicht final. PPV werden schon im Werk an einem speziellen Fließband gebaut, der sogenannten Pilotlinie. Dort werden dann auch im Hinblick auf die spätere Serienproduktion Werkzeuge und Fertigungsabläufe optimiert. Die PPV haben nur noch ein dezentes Tarnmuster und keine sperrigen Aufbauten mehr.

Derzeit scheuchen wir sowohl IV als auch PPV noch gleichermaßen durch den Testbetrieb. Die allerersten Autos, mit denen wir Astra-Komponenten testeten – die bereits vom Kollegen Harder ausgiebig gewürdigten Mules – stehen derweil schon zur Verschrottung an.

Aktuell ist unser Team vor allem im Testzentrum Dudenhofen zugange, wo wir (mit den PPV!) zahlreiche Messdaten wie zum Beispiel Beschleunigungswerte und Spritverbrauch ermitteln. Auch davon werde ich noch berichten.