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Astra Entwickler-Tagebuch Entwicklung Technik

Die Quadratur des Kreises

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Der 1.4 Turbo-Benziner mit 103 kW/140 PS Leistung steht beim Astra im Mittelpunkt des Motoren-Interesses. Nicht nur, weil er neu ist, sondern weil wir versprechen, dass er alles besser kann als der 1,8-Liter-Vorgänger. Das gilt sowohl für den Drehmomentverlauf (Maximalwert 15 Prozent besser bei deutlich niedrigeren Drehzahlen) als auch für die Ökonomie (18 Prozent weniger Spritverbrauch; im Schnitt 5,9 Liter auf 100 Kilometer). Bislang kommt er nicht nur bei den Kollegen gut an, auch die ersten Fahrberichte sind erfreulich. Den Vergleich in der Bild-Zeitung von gestern mit dem Wettbewerber aus Wolfsburg konnte der Astra auch dank der Motor-Punkte gewinnen. Die intensive Arbeit, die wir in dieses Projekt gesteckt haben, scheint sich gelohnt zu haben. Wir – das ist das 1.4 Turbo-Team im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum, mein Name ist Gunnar Böhler, ich bin der verantwortliche Ingenieur.

Für uns ging es vor knapp drei Jahren nach der erfolgversprechenden Vorausentwicklungsphase so richtig los. Gefordert war ein hoch aufgeladener und gleichzeitig zuverlässiger Serienturbomotor auf Basis der kleinsten Opel-Motorenfamilie mit sportlichen Leistungsdaten bei gleichzeitig minimalem Kraftstoffverbrauch.

Um diese Quadratur des Kreises zu schaffen, wurde nichts dem Zufall überlassen – ein Entwicklungsteam von knapp 100 Ingenieuren machte sich an die Berechnungs- und Testarbeit. Unter Einsatz neuester Tools prüften wir das Motorkonzept auf Herz und Nieren bezüglich der Anforderungen unter Serienbedingungen. Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als mir das Berechnungsteam darlegte, welche Komponenten außerplanmäßig unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern würden. Von der arbeitsintensiven Entwicklungsphase hin zur Serienreife möchte ich in meinen nächsten Blog-Beiträgen berichten.

1.4 Turbo für den neuen Opel Astra 1.4 Turbo mit Ladeluftkühler für den neuen Opel Astra