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Design Entwickler-Tagebuch Entwicklung Meriva

Die Quelle der Welle

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Neuer Opel Meriva - DesignsketchDie ersten Monocabs – so bezeichnen wir Karosserieformen ohne abgesetzte Motorhaube und Kofferraum – kamen optisch zurückgenommen, etwas kastig daher. Das sollte die Geräumigkeit und Funktionalität dieser Fahrzeugklasse betonen. Unter dem Einfluss der SUV, die sich am Rande des Segments breit machten, fand allerdings eine Art Paradigmenwechsel statt. Heute ist auch bei den Monocabs deutlich mehr Sportlichkeit und Individualität gefragt – eine Steilvorlage für die neue Opel-Formensprache. Damit lässt sich sehr gut zeigen, wie ausdrucksstark ein solches Auto gestaltet werden kann.

Neuer Opel Meriva - DesignsketchWie bei Insignia und Astra lautete also unser Motto für die neue Meriva-Generation: Skulpturhafte Formen im Einklang mit der Präzision deutscher Ingenieurskunst. Bestes Beispiel dafür sind die FlexDoors. Hier galt es, die Proportionen unseres Meriva-Entwurfs zu wahren, ohne die Tür-Funktionalität zu beeinträchtigen – und umgekehrt.

Neuer Opel Meriva - DesignsketchDeshalb haben wir hier noch früher und enger als ohnehin üblich mit den Fahrzeugentwicklern zusammengearbeitet. Ein Ergebnis dieser interdisziplinären Meetings ist die Welle in der Seitenfensterlinie. Indem wir sie hinter der B-Säule nach unten versetzen, gewinnen wir fünf Zentimeter. Aus den Car Clinics wissen wir, dass vor allem Kinder den besseren Ausblick genießen. Von da an setzt die Fensterlinie ihren Aufwärtstrend fort. Das wirkt dynamisch und zugleich schaffen wir damit die Voraussetzung für die hinten angeschlagenen Türen. Zwecks Stabilität müssen nämlich die Scharniere mindestens 360 mm Abstand voneinander haben. Ja, auch Designer lernen nie aus…

Die Designskizzen zeigen, dass Dynamik von Anfang an unser Leitmotiv war. Mit der Welle setzten wir einen markanten Akzent.