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Design Entwickler-Tagebuch Meriva

Schöne neue Farbenwelt

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Immer wieder kommen im Blog Fragen nach dem Innenraum-Design auf. Petra Boberg, im Ingenieursteam für den Meriva-Innenraum verantwortlich, liegt dieses Thema natürlich besonders am Herzen. Also habe ich mich mal mit ihr darüber unterhalten.

Was ist das Besondere am Innenleben des neuen Meriva?

Die vielen Farben und Ausstattungsvarianten. Alles zusammengenommen kommen wir auf über 70 Bestellkombinationen. So eine große Auswahl gab’s noch nie bei Opel. Der Meriva lässt sich sehr individuell an verschiedene Geschmäcker anpassen – die Stilrichtungen des Ambientes reichen von klassisch über warm und verbindlich bis hin zu frisch, cool und mutig. Schauen Sie sich nur mal die Kombination aus Hellgrau und Cocoa-Braun an. So kann ich doch als Kunde Akzente setzen. Früher gab’s Variationen von Schwarz, bei hochwertigeren Modellen aufgepeppt mit Chrom oder Holz-Nachahmungen. Demgegenüber sind heute die Gestaltungsmöglichkeiten viel größer. Das kann natürlich nicht ganz so weit gehen wie bei den so genannten Fahrzeugveredlern. Wir bewegen uns aber schon in diese Richtung.

Meriva-Cockpitvarianten Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Erstens sind die Ansprüche gestiegen. Die Menschen wollen sich in ihrem Auto zu Hause fühlen. Deshalb muss es zu ihnen passen und ihren ganz eigenen Stil verkörpern. Zweitens haben wir als Volumenhersteller heute bessere Möglichkeiten, solche Individualisierungswünsche umzusetzen. Dafür haben wir über Jahre hinweg unsere gesamte Prozesskette optimiert. Nur wenn von der Bestellannahme beim Händler über die zuverlässige Teilequalität – ein Stichwort: Farbechtheit – bis hin zur ausgeklügelten Produktionslogistik ein Rädchen ins andere greift, kann man das so anbieten.

Wie lange dauert es, bis die Oberflächen und Farben fürs Interieur feststehen?

Startpunkt ist immer der „Styling Freeze“. Von da an haben sich die verschiedenen Abteilungen rund drei Jahre lang intensiv mit dem Meriva beschäftigt. De facto war dieses Auto besonders arbeitsintensiv, eben weil hier so viele neue Wege beschritten wurden.

Welche Abteilungen mischen denn bei der Innenraumgestaltung mit?

Mood Boards Da ist zunächst mal das Team Color & Trim. Es entwirft das Grundkonzept für das Interieur und bestimmt Farben, Materialien und Stoffe. Diese Abteilung arbeitet eng mit dem Bereich Design Quality zusammen, wenn es um die verschiedenen Materialien und ihre Verarbeitung geht, aber auch mit Ingenieuren aus allen Disziplinen. Die kümmern sich um Sicherheitsaspekte und überprüfen, wie pflegeleicht, haltbar und gesundheitsverträglich die vorgeschlagenen Polster, Stoffe und Oberflächen sind. Außerdem steht Color & Trim in ständigem Kontakt zum Interior Design Team, das die Innenraum-Architektur definiert.

Und woher wissen Sie, was den Kunden gefällt?

Ganz wichtig: Wir reden mit den Menschen und fragen sie, worauf es ihnen ankommt. Das tun wir in der Regel schon vor dem ersten Entwurf und in den Phasen danach so oft es geht. Von ganz entscheidender Bedeutung sind hier die Car Clinics. Wir sind immer besonders gespannt auf die Rückmeldungen zu den – na, sagen wir mal – gewagteren Entwürfen. Zum Beispiel kamen die Sitze mit der neuen 3D-Prägung bei unseren Befragungen besonders gut an.

Meriva-Sitze mit 3D-Prägung Rendering Meriva-Cockpit