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Entwickler-Tagebuch Entwicklung Meriva Test

Der Familienfreund

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Crashtest Opel Meriva KindersitzKindersicherheit ist eine der vier maßgeblichen Säulen der Euro NCAP-Bewertung, die ich im vorigen Beitrag beschrieben habe. Der Meriva gilt ja als ausgesprochener Familienfreund. Schon deshalb lag uns die Sicherheit des Nachwuchses bei der Entwicklung besonders am Herzen. Das lässt sich an fünf Fingern abzählen bzw. an den fünf Crashtest-Sternen ablesen.

Wer auf die Opel-Kindersitzsysteme setzt, geht auf Nummer sicher. Nach unzähligen Komponenten- und Fahrzeugtests auf unseren Crash-Anlagen kann ich das guten Gewissens so sagen. Das ausgewogene Rückhaltesystem im Meriva wird den standardisierten Euro NCAP-Tests und darüber hinaus unseren strengen internen Anforderungen gerecht. Zu den Erfolgsgaranten gehört das perfekte Zusammenspiel zwischen Isofix-System, Dreipunktgurt, Energieabsorptionspolstern, Sitzanlagen-Gestaltung und Fahrgastzellen-Auslegung.

Kleines Highlight am Rande: Optische und akustische Gurtwarner auf allen Sitzplätzen. Sollte sich also der Sprössling, Typ Zappelphilipp, hinten vom Fahrzeuggurt abschnallen, wissen Mama und Papa vorne sofort Bescheid.

Besonders knifflig war wieder einmal die so genannte Integrationsarbeit. Stichwort Flexibilität: Während bei einem Fahrzeug mit statischer Sitzanordnung recht klare Verhältnisse herrschen, muss ich beim Meriva mit zig Einstellmöglichkeiten im Fond und dementsprechend vielen Variablen einen größeren Aufwand treiben, damit die Sicherheitsrechnung aufgeht.

Zugute kam uns, dass der neue Meriva nicht das erste und einzige hochflexible Opel-Modell ist. So funktionierte die Abstimmung mit den Kollegen der involvierten Fachbereiche wie Design oder Package reibungslos und zielgerichtet. Wir alle freuen uns über dieses sehr gut ausbalancierte Gesamtergebnis.

Kommentare (10)

  1. Wenn ich das Bild+Rand so sehe, da fehlt ein BumbleBee-Gelb im Lackprogram ! Dazu ein frisches Transformers-Grün,….

  2. Aber ich hätte auch eine Frage zum Thema (!):
    Wieso darf ein Rebord-Sitz dank Airbagabschaltung auf den Beifahrersitz aber die größeren Sitze, Gruppe II/III danach nicht ?!?
    Hängt das evtl. damit zusammen, weil die Seiten-/Kopfairbags weiterhin aktiv bleiben (?) und letztlich den größeren/aufrechten Kindersitz der anderen Gruppen beinträchtigen ?!?

  3. Eine Verbesserung wäre noch die Einführung für die Isofix Haltepunkte.
    Die ist ein wenig kniffelig und geht bei unserem Audi dank Kunststoffführungen deutlich leichter.

  4. Joh, da hab ich zumindest die beigefügten Einführhilfen von unserem Römer Kidfix angebracht aber andere haben das wahrlich funktioneller gelöst !

  5. @ didi: Grundsätzlich empfehlen wir, Kinder auf den Rücksitzen zu befördern. Für die Altersgruppe 0 bis 1 Jahr macht es aber durchaus Sinn, das Kind nach vorne zu holen, weil man es so besser im Blick hat. Dafür gibt es die Möglichkeit, den Beifahrerairbag per Schlüsselschalter abzuschalten. Der Seitenairbag bleibt unabhängig davon aktiv, damit er bei schweren Seitenkollisionen weiterhin seine Schutzwirkung entfalten kann.

  6. Zur aktiven Sicherheit fällt mir noch was sehr ärgerliches/”defizitäres” ein !
    Bitte verwendet zukünftig individuelle Sonnenblenden statt diesem besch….Einheitskram. Der max. bei´nem Kleinstwagen passt !
    Dank satter (Über-)Breite des Moppel-B, ist zwischen den Sonnenblenden Fahrer-/Beifahrerseite satt Platz für eine fehlende Dritte !
    Es soll Autos geben da hat man dort tatsächlich was (!), denn die tiefe Wintersonne, an so einem schönen Tag wie heute, die blendet mehr als das diese Blenden was tun !
    So schmal, deckt sie nicht mal die Fahrerseite vernünftig ab !

  7. Da gebe ich Didi recht.

    Gerade manche Kleinigkeiten ärgern eben im Alltag.

    Bei unserem A3 ist wirklich in der mitte eine kleine 3. Sonnenblenede und diese ist manchmal ganz nützlich 😉

  8. @ H. Wrobel: Also ist es lediglich eine Empfehlung ?! Keine sicherheitsgefährdende Beeinträchtigung durch den auslösenden Seitenairbag gegeben ?!
    Es ist mir ja durchaus bewußt und in regelmäßiger Anwendung der Kindersitz auch hinten (wo er hingehört !).
    Aber die Ausnahme, Kinder-Massentransport (nach Geb.-Feierlichkeiten etc.), da stellt sich mir nun mal diese Frage !

  9. @ didi: Der Seitenairbag bleibt unabhängig vom Funktionsstatus des Frontalairbags immer eingeschaltet. Das heißt, die Sicherheit von Kindern in Kindersitzen wird durch den Seitenairbag nicht beeinträchtigt.