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Ampera Mobilität Technik

Eigenstrom macht mobil

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Bei der Generatorstrom-Testfahrt nahm das Ampera-Team das Angebot an, sich an der Ladesäule in Nesselwang zu bedienen – eine von 14 E-Tankstellen im Rahmen des Projekts eE-Tour AllgäuAuf Anregung der Ampera Blog-Leser sind wir dem Thema „Nachtanken“ von Elektrofahrzeugen mit selbst produziertem Solarstrom nachgegangen. Dr. Christian Kunstmann und Dr. Rittmar von Helmolt, Leiter Forschungsstrategie elektrische Antriebe bei Opel, bringen Licht ins Dunkel des Informations-, Regelungs- und Vorschriftenkomplexes. Hier die auf den Ampera zugeschnittene Erklärung zur Nutzung von Photovoltaik-Anlagen im Netzverbund:

Seit 2009 wird der selbst genutzte Strom aus der eigenen Solaranlage gefördert (Eigenverbrauchsregelung). Diese finanziellen Anreize machen Sinn, weil es ökologisch und effizient ist sowie zur Entlastung des allgemeinen elektrischen Netzes beiträgt, wenn Erzeuger „ihren“ Strom möglichst direkt selbst verbrauchen.

Solarenergie bei Opel in RüsselsheimOb die bereits vorhandene oder geplante Anlage im Sinne der Eigenverbrauchsregelung genutzt werden kann, sollte allerdings vorab mit dem Energieversorger abgeklärt werden. Voraussetzung für die Vergütung ist die exakte Dokumentation des Eigenverbrauchs. Es müssen demnach mehrere Stromzähler verwendet bzw. installiert werden.

Diese gesetzliche Regelung lässt sich hervorragend auf unser Elektroauto anwenden. Der Opel Ampera hängt nämlich, im Prinzip wie jeder andere Stromverbraucher auch, ganz normal im Netzverbund. Anders aber als etwa beim Kühlschrank oder bei der Wohnzimmerlampe kann der Nutzer entscheiden, wann die Energieentnahme stattfinden soll; etwa um günstige Stromtarife zu verwerten: Die Aufladezeit lässt sich per Tastendruck an der Mittelkonsole des Ampera einstellen.

Die ideale Ladephase kann tagsüber sein, solange die Sonne scheint, um voll von der Vergütung der Eigenverbrauchsregelung zu profitieren. Viele Nutzer dürften dagegen die Aufladung über Nacht bevorzugen – vor allem dann, wenn der Energieversorger einen attraktiven Nachtstromtarif anbietet. Dann steht der Ampera morgens zur programmierten Abfahrtszeit mit vollem Akku und bis zu 80 Kilometer Batterie-Reichweite bereit.

Kommentare (30)

  1. …Guter Bericht.

    Zum Thema “Eigenstrom macht mobil”:
    Auch wenn Herr Dr. Kunstmann der Meinung ist -eine Solarzelle gehört nicht aufs Autodach sondern aufs Garagendach, würde ich mir genau diese zusätzliche Möglichkeit der Stromgewinnung wünschen! (z.B. für die Klimaanlage).

    -und wenn Opel “nur” die Möglichkeit der Nachrüstung ermöglichen würde, wäre das sooo ein Problem…?

  2. Mir ist nicht klar, wie dieser Eigenverbrauch tatsächlich genutzt werden kann. Tagsüber steht mein Auto an einem Schweizer Bahnhof und wartet darauf, dass ich zurückkehre. Da würde mir eine Solarzelle – unabhängig davon, wie die Förderung hier unten in CH aussieht – nichts bringen. Im Klartext: ich kann den Strom nicht nutzen, da der Wagen zu den Zeiten, zu denen die Sonne scheint, im Regelfall nicht am Hausstrom hängt.

    Da ich die Energie bei mir lokal nur ineffizient speichern kann, ich müsste einen Akku laden, der dann einen Akku lädt, bringt das wenig. Auch den Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, um ihn dann irgendwo anders zu entnehmen, ist nicht realistisch und widersetzt sich grundsätzlich der Physik.

    Gerade deshalb finde ich die Idee eines einfachen Solardaches gar nicht schlecht. Man muss ja nicht das Fahrzeug laden, aber wenn man beispielsweise damit im Sommer die Lüftung tagsüber laufen lassen könnte, kann man damit die Innenraumtemperatur runterdrücken. Jedes Grad, was man so spart, muss die Klimaanlage nicht kühlen. Das geht direkt auf die Reichweite. Im Winter, würde die Anlage dann recht wenig Strom bringen, aber dann stellt sich das Kühlproblem auch nicht. Vielleicht würde es reichen, um zu Mittagszeiten den Ruhestrom zu halten. Wäre das keine Idee?

  3. Solardach für Klimanlage habe ich immer schon favorisiert, da hier erhöhter Energiebedarf für die Kühlung direkt mit mehr Sonneneinstrahlung zusammenfällt. Logischer geht nicht mehr.

  4. ZU Thema Eigenverbrauchsregelung:

    bald gibt es Solaranlagen zusammen mit Energiespeicher im Keller, alleine schon wegen der gewollten autarken Stromversorgung der Haushalte. Mehr Autarkie bei den Verbrauchern -> weniger Stromleitungsausbau. So einfach ist das.

  5. …Ich wäre ja schon zufrieden, wenn Opel “nur” die Möglichkeit der Nachrüstung -für ein Solardach- ermöglichen würde…
    …Ja für Lüfter oder Klimaanlage im Stand, von mir aus nur optional…!

    Aber wahrscheinlich rechnet Opel nur mit einer geringen Stückzahl verkaufter Amperas, so dass man sich nicht mit “überflüssigen Schnickschnack” beschäftigen will…?!

    …Aber vielleicht brauch ICH ja kein “BOSE Soundsystem”…!?

    Und es gibt schon eine Hand voll Pkw-Modelle -MIT Solardach…!

    …Müssen wir erst auf die nächste Generation warten, um einen Ampera MIT optionalen Zubehör zu bekommen? (z.B.: Anhängerkupplung; Sonnenschutzrollo für Heckscheibe; Gepäckabdeckung; Gepäckträger; Solardach etc.)

  6. @nie-mehr-benzin.de

    Solche Konstruktionen machen nur dann Sinn, wenn man die Energie speichern kann. Sorry, und da haben wir heute ein Problem. Sonst würde der Ampera 500 km elektrisch fahren und nicht 50.

    Ich habe keine Lust, in meinen Keller 2 Tonnen Batterien zu lagern, um den Strom der Solaranlage zu puffern, um ihn Abends dann unter massiven Verlusten zu nutzen. Dann gebe ich es lieber ins Netz und versorge den nächstgelegenen Industriebetrieb damit. Das ist in Summe effizienter.

    Die Dachfläche, die ich habe, reicht ohnehin im Traum nicht aus, um meinen Energiebedarf gänzlich zu decken. Das dürfte bei den meisten Haushalten der Fall sein – gerade wenn ich an die verdichteten Wohnsiedlungen (oder Klartext: diese 20 Parteien Monster) denke.

  7. Sorry für den Doppelpost, ich war zu schnell…

    @Jürgen

    Das spricht mir aus der Seele. Die Anhängerkupplung ist wirklich das Paradebeispiel. Ich denke JEDEM, der mit Anhängern durch die Gegend fährt, ist klar, dass dadurch der Spritverbrauch steigt oder eben beim Ampera die elektrische Reichweite wohl implodiert. Wenn ich jetzt sehe, dass dieser Bergmodus nichts anderes ist als ein “L” Modus, dann verhält sich der Wagen dem Kunden gegenüber ja wie ein klassisches Automatenfahrzeug. Geht die Last nach oben, gehe in Low – das haben viele im Kopf.

    Wenn ich Wunschausstattungen habe, dann wären dies praktische Mittel – oder wieso gibt es keinen Ampera als Kombi?? Klar, in Aminesien verkaufen sich die Kombis nicht, aber in Europa sind das DIE Lastesel schlechthin.

  8. Der 1.7 t-Ampera hat schon mit sich selbst Last genug !..;o)
    Aber mal schaun wohin es den Voltec-Antriebsstrang noch so verschlägt.
    Ing-Kompetenz dazu ging ja auch bereits außer Haus…

  9. Mein Passat Kombi wiegt 1,6 Tonnen und kommt mit 105PS/250NM aus. Damit kann ich kein Rennen gewinnen, aber es reicht völlig. Früher bin ich einen 1,3t Kombi mit 68PS/128NM gefahren – bzw. das Auto fährt heute noch. Der hat eine fest montierte Kupplung. Klar, damit kann man dann gar keine Bäume mehr ausreissen.

    Opel hat doch mal ein Konzept Transporter gezeigt. Da kann ein Kombiheck und eine Kupplung aus dem Baumarkt (Grüsse an den IV) doch nicht zu unmöglich sein.

  10. “Konzept Transporter” ?!?
    Meinst du den Chevrolet Volt MPV5 ?
    Den Flextreme, IAA 2007 ??
    Oder wie/was ?!?!

  11. Für eine AHK wäre auch eine andere Heckschürze erforderlich.
    Die jetzigen von Volt/Ampera haben da unten zentral das Rückfahrlicht / Nebelschlußleuchte verbaut.

  12. Die Info das man die Ladezeit programmieren kann ist wirklich hilfreich. Als Mini BHKW Besitzer muß ich mir nun keine Gedanken machen, ob ich mein Blockheizkraftwerk programmieren muß, um den Strom selbst zu nutzen.

  13. Pensionistenerfahrung:
    Klimaautomatik = Konstante Herzfrequenz
    Tempomat = Beinfreiheit (gegen Thrombosengefahr)
    Kühlung für Getränk und Medikament
    Platz für Gehhilfen
    Rückfahrkamera

  14. ?!? Wunschausstattung gelistet ?!?
    Für Herzfrequenz-Überwachung hat gerade Ford einen Sitz mit dieser Eigenschaft vorgestellt.
    Ansonsten wäre es alsbald mal ratsam, mit Verlaub, das man auch in der Führerscheinklasse B einen Gesundheitstest ab 50 J zur Pflicht macht !

    “Tempomat = Beinfreiheit”, wie soll ich das verstehen ?!?
    Bremsbereitschaft noch gegeben oder wo verweilen die Füße derweil ?!?
    Geschweige eine Thrombosegefahr damit zu umgehen, zeitiges rasten sollte bei allem Komfort doch ein Begriff sein ?
    Es gibt ja schon allerlei Assistenzsysteme zur Fahrer(-“tauglichkeits”-)überwachung, geschweige deren flächdeckenden Einführung/Einforderung sollte es auch ohne noch gehen…!

  15. @didi

    Das war ein “Opel Vivaro Concept”. Sah von aussen so aus, als sei es einfach der Volt Antriebsstrang in einen Vivaro ohne sonstige Veränderungen.

  16. Oh ! An den dachte ich so gar nicht (mehr) !
    media.gm.com/content/media/de/de/news/news_detail.brand_opel.html/content/Pages/news/de/de/2010/OPEL/09_21_weltpremiere_vivaro_e_concept_studie_gibt_mpulse
    Ist wohl wirklich “nur” eine andere Karosse über dem Voltec-Antriebsstrang drüber.

  17. ach sooo, hier wird gemutmaßt, dass eine serienversion des o.a. Volt MPV5 auf der nächsten NAIAS ansteht…

    worldcarfans.com/111061734271/gm-plug-in-hybrid-crossover-coming-to-2012-naias—report

    PS: Die gemeinsame Nebelschlußleuchten-Rückfahrlicht-Einheit vom Volt/Ampera an prädestinierter AHK-Position erinnert doch sehr an gleiche vom letzten GT ! Waren davon noch ein paar übrig ?..;o)
    km77.com/00/opel/gt/gra/16.asp

    km77.com/fotos/Opel/Ampera_2012/Opel-Ampera_2012-Gama_Ampera-Gama_Ampera-Turismo-Exterior-Posterior-5_puertas-201011150132.html?modelId=1951&photoType=1&order=2&division=tipo&galleryLimit=12&galleryBackLimit=8

  18. Leute die ins Cafe fahren brauche einiges nicht. Herzfrequenz, da dachte ich nicht ans ruhige Pensionleben, sondern an Hans Dampf in allen Gassen,Stressman!

  19. Oh bitte nicht wieder ein Crossover.

    Wenigstens sieht man an den Daten, wie extrem da die Reichweite zusammenkracht. Aus 600 km gesamt werden plötzlich 482 km. Das sind gute 20% weniger! Dann lieber ein normales Kombiheck. Dann hat man aufgrund der leicht schlechteren Aerodynamik zwar auch einen Mehrverbrauch, man wirft aber nicht gleich 20% aus dem Fenster.

    Klar, heute werden Autos mit Emotionen verkauft – und nach 2 Jahren Leasinglaufzeit auf dem Hof des Händlers quasi weggeworfen. Aber ob das wirklich die langfristig zielführende Strategie ist?

  20. Naja, insbesondere die dicksten Dinger “schönt” man doch jetzt schon mit Hybriden und wenn’s nur dem stat. Flottenverbrauch dient…

  21. was ich bisher noch nicht gefunden habe, ist die Information, wie denn der Wirkungsgrad des Benzinaggregates und des Generators ist. Es wird angegeben, dass der Benzinmotor rund 85PS hat. Liege ich richtig, wenn ich unter der Berücksichtigung der Wirkungsgrade davon ausgehe, dass letztendlich gerade noch ca. 60PS von den ursprünglichen 85PS die Antriebsräder erreichen?

  22. AMS führ ihn als FLOP !
    “Flop 1 – Opel Ampera: Die Idee eines Plug-in-Hybrids mit Range Extender geht ja in die richtige Richtung. Aber ein Auto, das man unter null und über 32 Grad nicht laden soll wirkt ähnlich praxistauglich wie eines, das nicht nass werden darf.”

  23. Mal wieder typisch AMS.

    Gegen die unter Null hätte ich schon eine simple Idee: Kleine Luftstandheizung! Was spricht dagegen, die Batterien nicht ein wenig vorzuwärmen, das verbraucht kaum Energie in Benzin.

  24. Auszug aus dem Manual des Volt (1-18):

    „Do not allow the vehicle to remain
    in temperature extremes for long
    periods without being driven or plugged in. It is recommended that the vehicle be plugged in when temperatures are below 0°C (32°F)
    and above 32°C (90°F) to maximize high voltage battery life.“

    Das ist doch genau das Gegenteil, was AMS zu wissen meint: unter 0ºC und über 32ºC soll der Volt an die Steckdose! Oder ist mein Englisch so schlecht? Helft mir!

    Ausser dieser Passage habe ich im ganzen Manual keine weiteren Infos zu Batterieladetemperaturen gefunden. Wo die (AMS) das wohl her haben?

  25. Joh, hehehe !!! Wollte auch schon mal das pdf-manual vom volt dahingehend prüfen…;o))

    Dann würde ich aber mal umgehend eine Richtigstellung bei ams einfordern !
    Es verunsicher ansonsten ungemein und zwar online www-weit !!!

  26. @Joachim,

    AMS hat recht:

    An die Steckdose wenn unter Null und über 32 Grad… Oder eben fahren :).

    Wer das Auto also im Hochsommer bei 35 Grad 8 Arbeitsstunden lang 5 mal die Woche parkt, bekommt ein Problem.

    Das gilt auch für Fahrer die das Auto draußen parken wollen.

    Grüße!

  27. @HG: Wieso hat AMS recht?
    – AMS behauptet: der Ampera lässt sich nicht laden.
    – AMS behauptet nicht: der Ampera muss an die Steckdose (das sagt das Volt-Manual).

    Und welches Problem bekommt man, beim Parken über 32ºC? Es wird lediglich empfohlen (recommended) das Auto einzustecken, um die Batterielebensdauer zu erhöhen. Diese ist doch deswegen nicht gleich hinüber! Wie lange ist eigentlich „long periods“?

    Parken bei -20ºC ohne Steckdose und dann starten: der Range Extender läuft an, versorgt den E-Motor mit Strom, beheizt den Akku, schaltet sich wieder ab, wenn der Akku warm genug ist, um den E-Motor zu versorgen.
    Tiefe Temperaturen haben auf die Lebensdauer des Akkus wohl keinen Einfluss, nur auf die Leistung.

  28. Eben, die ams-Leute haben’s einfach nicht verstanden und wollten was reißerisches daherzetern: RICHTIGSTELLUNG verlangen !