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Ampera Mobilität

Sauberer Strom zum Spezialtarif

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Opel Ampera

Der Elektromobilität gehört die Zukunft – davon ist Dr. Rittmar von Helmolt überzeugt. Deshalb begrüßt unser Leiter „Forschungsstrategie elektrische Antriebe“ die gerade verkündete Kooperation zwischen Opel und derzeit 28 Ökostromanbietern. Wir wollten von Dr. von Helmolt wissen, was der Ampera-Fahrer davon hat.

Wie geht es denn mit der Elektromobilität voran?

Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel. Die Autos von morgen werden mehrheitlich elektrisch angetrieben, so viel steht für mich fest. Darüber hinaus wird sich alles um die Frage drehen, woher wir unseren Strom beziehen und wie wir die Energie geschickt speichern. Ein Beispiel: Würden nur vier Prozent der Sahara-Fläche für Solarkraftwerke genutzt, wäre das ausreichend, um den weltweiten Bedarf an Elektrizität zu decken.

Daran gemessen ist der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland ausbaufähig.

Völlig richtig. Der Strommix in Deutschland setzte sich im vergangenen Jahr so zusammen: etwa 24 Prozent Braunkohle, rund 22 Prozent Kernenergie, 19 Prozent Steinkohle und 14 Prozent Erdgas. Dazu kamen gerade mal rund 17 Prozent erneuerbare Energien. Aber nur, wenn Elektrizität umweltfreundlich gewonnen wird, kann Elektromobilität auch einen echten Beitrag zum übergreifenden Klimaschutz leisten. Den Ampera-Nutzern wollen wir da natürlich ein besonders attraktives Angebot machen und deswegen haben wir uns sehr darum bemüht, Kooperationen mit Ökostromanbietern zu vereinbaren.

Worin besteht dieses Angebot?

Der Kunde bezieht ein Jahr lang zertifizierten Ökostrom mindestens fünf Prozent preiswerter als zum günstigsten Normaltarif des Stromanbieters. Ampera-Fahrer dürfen dann ihren gesamten Verbrauch zu diesem Spezialtarif abrechnen. Außerdem bekommen sie einen kostenlosen Vor-Ort-Check. Dabei werden Stromkreis und Steckdosen überprüft und die Experten sprechen Empfehlungen für sichere Ladevorgänge aus.

Und wie sieht es mit öffentlichen Ladestationen aus?

Derzeit wird die Schnellladung von Batterien an „Stromtankstellen“ mit einer Leistung von bis zu 100 kW getestet. Das dauert dann weniger als eine halbe Stunde. Bis auf Weiteres sprechen jedoch einige Punkte dagegen: Beim schnellen Laden entsteht mehr Abwärme, weshalb der Akku zusätzlich gekühlt werden muss. Diese Kühlleistung frisst Energie, was die Effizienz des gesamten Prozesses in Frage stellt. Außerdem verkürzt sich durch diese Belastungen die Lebensdauer der Batterie. All das ist recht kostenaufwendig. Wir müssen fürs Vollladen also zunächst noch eine längere Ladezeit in Kauf nehmen. Deshalb werden das laut Prognose über 85 Prozent der Nutzer zu Hause oder am Arbeitsplatz machen. Dennoch muss die Bundesregierung in die Infrastruktur investieren, will sie am Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 festhalten. Dafür wären einige hunderttausend Ladestationen nötig. Ich denke, mit dem Regierungsprogramm zur Elektromobilität (pdf), das kürzlich verabschiedet wurde, sind wir auf einem guten Weg.