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Entwickler-Tagebuch Entwicklung

Beim Parken Hüllen fallen lassen

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Getarnter Innenraum eines Opel Astra Prototypen haben meist nicht nur außen etwas Neues zu verbergen, auch ihr Innenleben gilt es vor neugierigen Blicken zu schützen. Seit drei Jahren betreibt Opel bei neuen Fahrzeugen zusätzlich Innentarnung. „Anlass dafür war der neue Astra, bei dem der komplette Innenraum, die Instrumente, die Mittelkonsole sowie die Türverkleidung neu gestaltet wurden“, erzählt Ludwig Mann. Bei dieser Arbeit geht unser Tarnungs-Experte nach der Do-it-yourself-Methode vor: Handgenähte Kunstleder-Abdeckungen mit Klettverschluss für alles, was blickdicht gemacht werden muss, und Schaumstoffummantelungen für markant hervorstechende Konturen, etwa von Lüfterdüsen.

„Eines aber dürfen wir bei all den Verhüllungsmaßnahmen nicht aus den Augen verlieren: die Sicherheit. Die Funktionstüchtigkeit muss ebenso erfüllt sein wie die Zulassungsbestimmungen“, macht Ludwig Mann eine der großen Herausforderungen bei der Innentarnung deutlich. So sollten Lüftungsdüsen während der Fahrt frei liegen, genau wie die Handbremse oder wichtige Bedienknöpfe, beispielsweise für die Warnblinkanlage. Die Kunstleder-Tarnabdeckungen auf der Mittelkonsole und dem Armaturenbrett lassen sich deshalb mithilfe eines Klettbandes nach oben klappen und fixieren. Für Griffe und Entriegelungen in den Türen sind extra Aussparungen in den Planen vorgesehen. Beim aktuellen Meriva waren zudem die Seitenverkleidungen mit Vorhängen verhüllt – die spezielle FlexDoors-Tarnung lässt grüßen.

Beim Parken heißt die Testfahrer-Devise: Hüllen fallen lassen, Tarnk(l)appen runter, Vorhänge zu!