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Astra Design Entwickler-Tagebuch Gastbeitrag

Mehr Sicken als im Supermarkt

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Dietmar Thate und Markus I. Den Lockruf des Astra GTC erhörten Auto-Blogger und Opel-Fans, darunter die Gewinner unserer Los-Aktion. Nach didi berichtet hier auch Markus I. von der Vorbesichtigung des neuen Opel-Kompaktsportlers:

Eine klassische Tragödie, Erörterungen im Deutschunterricht oder auch die meisten Festprogramme haben nicht viel, aber zumindest eines gemeinsam: Der Höhepunkt kommt traditionell zum Schluss. Oder auf der Hälfte der Handlung, um im Folgenden seine Wirkung zu entfalten.

Astra GTC Vorbesichtigung Nun will Opel ganz offenbar nicht nur auf der Produktseite erfolgreich Konventionen durchbrechen – auch den Programmverlauf des Astra GTC-Workshops kann man im Rückblick getrost als unkonventionell beschreiben. Nach gemeinsamem Kennenlernen in der Lobby des Adam-Opel-Hauses ging es nämlich gleich in Richtung Design Center, wo der Pförtner und der Assistent von Mark Adams sehr deutlich zu verstehen gaben, dass hier andere Sicherheitsvorkehrungen gelten als im nächstbesten Supermarkt. Nun waren wir – wenn überhaupt – eingeladene Spione, weshalb wir recht bald durch unscheinbare Metalltüren hindurch auf einen gut gelaunten Mark Adams und zwei verhüllte Wagen stießen.

Astra GTC Der Schleier wurde umgehend gehoben, und ruck zuck entlud sich der Spannungshöhepunkt im kollektiven Klicken der Fotoapparate. Ich frage mich ernsthaft, wer da noch Adams einführenden Worten lauschte. So entstand aber Raum für persönliche Rückfragen an den Designchef. Ich erfuhr beispielsweise, dass die im Vergleich zum Designmodell starke Sicke an der Unterkante der Rückleuchten mit der aerodynamischen Abrisskante der Serienleuchten zusammenhängt, die weit nach hinten außen reicht: damit das Heck deshalb nicht zu platt erscheint, hat man mit diesem „Verschwinden“ des Stoßfängers unter den Leuchten einen plastischeren Eindruck zu wahren versucht.

Astra GTC Präsentation Dieser Höhepunkt im ersten Akt sollte nicht mehr übertroffen werden an jenem Tag. Auch nicht durch die Präsentation der Zielgruppe und der GTC-Vorzüge durch die Marketing- und Produktmanager der Baureihe. Interessant waren hier allerdings Details zur zukünftigen Ausstattung: Die Funktionen des Opel Eye werden erweitert, so dass das AFL+ die Informationen der Kamera nutzt, um die Leuchtweite des Abblendlichts anzupassen. Auf gleiche Weise wird zukünftig auch der Abstand zum Vordermann gemessen und angezeigt. Auf Nachfrage hin erfuhr ich zudem, dass diese Funktion in absehbarer Zeit zu einem Abstandsregeltempomaten ausgebaut werden soll. Und noch etwas für Fahrradfreunde: es wird die nächste Generation des FlexFix-Systems geben.

Ampera vor dem Adam Opel Haus Einen unerwarteten, zweiten Höhepunkt gab es dann doch noch: vor der Opel-Zentrale trafen wir auf eine Reihe Amperas, die in Rüsselsheim schon ganz alltäglich scheinen. Ein unverschlossenes Exemplar wurde sogleich belagert; der Sicherheitsdienst erwies sich diesmal als sehr nachsichtig. Ergebnisse einer ersten Sitzprobe: ab 1,80 Meter wird es hinten eng um den Kopf, die Einzelsitze rundum sind aber sehr komfortabel und sehen schick aus. Auf Fahreindrücke bin ich mindestens ebenso gespannt wie beim GTC – warum nicht beide mal über die just eingegangene Kooperation von Opel und Europcar mieten…?

Mit Blick auf den Vergleich im ersten Absatz bleibt zu resümieren: wir haben an diesem Tag bei Opel alle Produktfragen ausführlich erörtert, auch wenn wir freilich stets mehr wissen wollten als die Geheimhaltung erlaubt. Festliche Stimmung kam spätestens beim geselligen Abschluss in Frankfurt auf. Und was ist jetzt mit der Tragödie? Die einzige Tragödie war, keinen der schönen Wagen einfach so mit nach Hause nehmen zu können!