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Ampera Entwicklung Mobilität Technik

Maximale Rekuperation

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Zahlreiche Fragen und Spekulationen auch der Journalisten in den Niederlanden drehen sich um das regenerative Bremsen. Höchste Zeit für ein wenig Aufklärungsarbeit.

Das Kombi-Bremssystem des Ampera nutzt das Potenzial zur Energierückgewinnung durch „Rekuperation“ optimal aus. Das heißt, der Elektromotor arbeitet beim Bremsen und im Schiebebetrieb als Generator und lädt die Batterie. Bei stärkerem Bremsen kommen nahtlos und für den Fahrer nicht spürbar zusätzlich die Scheibenbremsen zum Einsatz. Diese Kombination reicht stufenlos vom hundertprozentigen regenerativen Bremsen bis hin zur komplett konventionellen Vollbremsung. Zusätzlich bietet der Ampera die Option, die Fahrstufe „L“ zu wählen. Geht nun der Fuß vom Gas, erfolgt eine stärkere Rekuperation und Verzögerung als in Normalstellung „D“. Diese „Motorbremse“ hat dieselbe Wirkung wie leichtes Bremsen in „D“. Mit diesem Komfortfeature erspart man sich bei längeren Bergabfahrten den dauerhaften Tritt aufs Bremspedal – den man ja in einem „normalen“ Auto mit ausschließlich mechanischer Bremse tunlichst vermeiden sollte.

Bei der Ampera-Entwicklung hatten sich meine Kollegen und ich als der für die regenerativen Bremssysteme zuständige Projektingenieur ein sportliches Ziel gesetzt: Wir wollten die höchste jemals in Serie realisierte Rekuperationswirkung erzielen. Das haben wir dann auch geschafft. Mit dem Ampera-System können wir ca. 80 Prozent der Bewegungsenergie des Fahrzeugs zurückgewinnen, womit wir im Vergleich mit dem Wettbewerb vorne liegen. Wie wir das gemacht haben? Dazu mehr in einem meiner nächsten Beiträge.