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Ampera Entwicklung Mobilität Technik

Reiner, leiser, weiter

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Voltec-Antriebseinheit, links der Verbrennungsmotor

Wenn ich über den Benzinmotor im Ampera spreche, so tue ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn der 1.4 ECOTEC in der Rolle des Range-Extenders verbindet für mich Vergangenheit und Zukunft. Früher war ich als Powertrain Manager für die intern so genannte „Familie 0“ zuständig. Das Spektrum reicht vom 1,0-Liter-Dreizylinder bis zum 1.4 Turbo. Mein Team war immer stolz, dass unser Herz in allen Opel-Modellen schlägt. Umso mehr freuen sich alle, dass wir auch für den Ampera, der erst kürzlich den internationalen Umweltpreis „ÖkoGlobe“ erhielt, ins wohlsortierte Familie-0-Regal greifen.

Unsere Wahl fiel auf den 1,4-Liter-Vierzylinder der dritten Generation mit Twinport-Technologie, weil er effizient, leicht und kompakt ist. Darüber hinaus wartet das im Ampera 63 kW/86 PS starke Aggregat mit guten NVH-Manieren auf.

Maximaler Wirkungsgrad, geringer Verbrauch und niedrige Emissionen – das stand bei der Adaption des 1.4 ECOTEC für den Ampera im Lastenheft. Dieselmotoren mögen zwar absolut und hinsichtlich des Einsatzes in einem Langstreckenfahrzeug einen höheren Wirkungsgrad als vergleichbare Benzinmotoren haben – dafür sind sie schwerer, weniger laufruhig und emittieren prinzipbedingt auch Rußpartikel, die einen Partikelfilter erfordern.

Lutz Kleinstück (li) und Uwe Winter (re) mit der Voltec-Antriebseinheit

Unser „Familie 0“-Range-Extender läuft im Ampera – wenn überhaupt – entkoppelt von der geforderten Geschwindigkeit der Rad-Antriebsachse. So können wir den Ottomotor nur in den Drehzahlbereichen betreiben, in denen die optimalen Kraftstoffverbrauchspunkte liegen. Darin unterscheidet sich auch das Ampera-Konzept von herkömmlichen Hybridfahrzeugen. Mit seinem luftspaltisolierten Abgaskrümmer und angeschlossenem Drei-Wege-Katalysator erfüllt unser Range-Extender schon unmittelbar nach einem Kaltstart die Euro 6-Abgasvorschriften. Das gilt selbstverständlich auch nach langen Stillstandperioden, in denen der Ampera nur vom E-Motor geschaukelt unterwegs ist. Was wir dafür getan haben, erkläre ich in meinem nächsten Beitrag.