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Voltec-Antriebseinheit

Das Kaltstartverhalten unseres Range-Extenders haben wir so verbessert, dass die Rohemissionen und der Gasdurchsatz für ein schnelles Anspringen des Katalysators sorgen. Das funktioniert deshalb, weil der Ampera jederzeit rein elektrisch angetrieben wird, auch wenn sich der Benziner zuschaltet. Hybridfahrzeuge, die auf die bedarfsgerechte Drehzahlmodulation des Verbrenners als Hauptantriebsmotor angewiesen sind, können eine solche Startstrategie nicht nutzen.

Ganz generell haben wir den 1.4 ECOTEC konsequent auf den Ampera-Einsatz hin angepasst. So bekam er genau die Attribute mit auf den Weg, die er benötigt, um seine Mission erfüllen zu können. Beispielsweise wurde der Riementrieb vereinfacht und um Bauraum zu gewinnen, haben wir den Ölfilter in die Ölwanne versetzt. Während Anlasser und mechanischer Klimakompressor entfallen, sorgt der variable Nockenwellenantrieb mit einsatzgerecht optimierten Steuerzeiten für reibungsarmen und wartungsfreien Betrieb. Die Einzelspulenzündung erhöht die Zuverlässigkeit und verringert den Serviceaufwand. Gleiches gilt für die mit Platin veredelten Zündkerzen mit Wechselintervallen von 160.000 Kilometern.

Was aber, wenn der Verbrennungsmotor längere Zeit gar nicht in Anspruch genommen wird? Schließlich fährt der Ampera idealerweise rein elektrisch. Nun, war der Benziner sechs Wochen lang kaum oder gar nicht aktiv, setzt der so genannte Engine Maintenance Mode (EMM) ein und der Vierzylinder läuft fünf bis 15 Minuten lang mit. Dabei kommt das Motoröl auf Betriebstemperatur, Kondenswasser verdunstet und alle beweglichen Teile werden geölt. Das vermeidet Kontaktkorrosion und vorzeitigen Verschleiß. Ist die Fahrt früher beendet, beginnt dieser Prozess beim nächsten Start erneut. Davon abgesehen, kann der Fahrer den EMM um einen Tag verschieben – sollte er beispielsweise gerade in einer Umweltzone unterwegs sein oder wissen, dass eine längere Fahrt ansteht und der Range-Extender ohnehin zum Einsatz kommt.

Auch die Sprit-Qualität wird im Ampera ständig überwacht. Nach einem Jahr elektrischem Betrieb ohne nennenswerten Kraftstoff-Austausch wirft der Fuel Maintenance Mode (FMM) den Ottomotor an, um das restliche Benzin aufzubrauchen. Auch dieser Prozess kann bei Bedarf per Touchscreen-Befehl um einen Tag verschoben werden.

Alles in allem hat mein „altes“ Motorenteam einen tollen Job gemacht. Beispiel Laufruhe: Im Ampera ist der 1.4 kaum wahrnehmbar. Genau das erwartet der (Elektroauto-)Fahrer ja auch von einem Range-Extender: akustische Zurückhaltung, Leistung, wenn man sie benötigt, Anspruchslosigkeit und Zuverlässigkeit. So startet der „Familie 0“-Benziner in bester Opel-Tradition „zuverlässig in die Zukunft“.