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Backstage Design Entwicklung Mobilität

Making-of RAK e

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Interview mit Designer Richard Shaw zur Entstehung des Opel RAK e

Wie hat das Projekt RAK e begonnen?

Begonnen hatte es mit einer kleinen, sehr engagierten Gruppe von Ingenieuren aus der Opel-Entwicklung. Sie haben auf Basis unserer Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen das Konzept des RAK e als Einstieg in die Elektromobilität entwickelt. Also ein Fahrzeug, das innovativ und günstig ist und dabei insbesondere eine neue junge Zielgruppe anspricht. Auf dieser Basis wurde ein „Mule“ gebaut, also ein fahrfähiger Technikträger, der noch nicht den Look des fertigen Konzepts hatte sowie schließlich ein Prototyp.

RAK e-Design mit Alias

Was waren dabei denn die ersten Schritte, um dem RAK e sein heutiges Gesicht zu geben?

Es begann mit der Ideenfindung und ersten Skizzen. Dann ging es an den Computer, um mit „Alias“ dreidimensionale Darstellungen zu entwickeln. Außerdem haben wir im Maßstab 1:3 ein Clay-Modell aufgebaut. Clay ist ein spezielles Plastilin, das sich präzise modellieren lässt. Durch die neutral wirkende hellbraune Farbe kann man sehr gut die Form beurteilen.

RAK e-Sitzbock

Außerdem haben Sie einen sogenannten „Sitzbock“ gebaut.

Genau, den brauchen wir, um in der Entwicklung auch physisch Ergonomie und Packaging beurteilen und weiterentwickeln zu können. Man kann zwar vieles am Computer gestalten, aber der Feinschliff von Sitzpositionen, Ein- und Ausstieg sowie Komfort insgesamt ist nur im wirklichen Leben möglich. Man muss ausprobieren und erleben, wie sich so ein Fahrzeug tatsächlich anfühlt. Um das in einem relativ frühen Stadium zu erreichen, bauen wir den Sitzbock, der 1:1 die Dimensionen der Sitze, Türen und des Innenraums abbildet.

Nach welchen Kriterien fällt die Entscheidung, welche Version weiterverfolgt wird?

Da gibt es eine Fülle von Faktoren, die eine Rolle spielen. Das Design muss nicht nur die technischen und praktischen Vorgaben erfüllen, es muss auch emotional ansprechen. Außerdem muss es zum Markencharakter passen und natürlich auch zur Design-Sprache.

Was passiert mit dem Modell, das auf der IAA gezeigt wurde?

Der RAK e ist derzeit „auf Tour“ zu verschiedenen Veranstaltungen in Europa. So haben beispielsweise Journalisten die Möglichkeit, unser Konzept zu fotografieren und zu filmen.

Danke, wir sind gespannt, ob wir den RAK e in absehbarer Zeit auch im Straßenverkehr sehen werden.

Die Entscheidung ist noch offen – umsetzbar ist der RAK e auf jeden Fall innerhalb relativ kurzer Zeit.

RAK e-Designskizzen RAK e-Designskizzen RAK e-Designskizzen