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Ampera Entwicklung Mobilität Technik

Wir haben was auf dem Kasten

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Datenlogger für den Ampera

Wir Entwickler arbeiten schon an der nächsten Generation des Ampera. Um das Auto noch besser auf die Anforderungen und Nutzungsprofile der Kunden abstimmen zu können, würden wir gern wissen, wie sich der Ampera-Fahrer im Alltag verhält. Hierbei helfen uns so genannte Datenlogger in den Testwagen. Über 40 entsprechend ausgerüstete Elektromobile sind seit rund zwei Jahren in Deutschland, Dubai, Arizona und Michigan unterwegs. Vor allem Kollegen aus den Bereichen Batterieentwicklung, Energiemanagement, Antriebsregelung, Dauererprobung und Qualitätssicherung sammeln diese wertvollen Praxisdaten. Auch in meinem Dienstwagen ist so ein Kästchen an Bord. Ich fahre regelmäßig zu unserem Forschungszentrum nach Mainz-Kastel, um die Daten „abzuladen“ – ganz bequem per W-LAN.

Um welche Daten handelt es sich eigentlich? Nun, pro Fahrzeug und Kalenderwoche werden Parameter wie Kraftstoff- und elektrischer Verbrauch, Klimatisierungsaufwand, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrpedalstellung sowie die zugehörige Umgebungstemperatur dargestellt. Registriert wird selbstverständlich auch die Anzahl der Fahrten und Ladungen. Insgesamt kann der in Mainz-Kastel entwickelte Flightrecorder 7.500 Einflussgrößen erfassen. Für unsere Zwecke relevant sind etwa 600 Positionen. Zwecks Auslegung künftiger Antriebssysteme achten wir besonders auf die Histogramme der Batterieleistung und der Fahrgeschwindigkeit.

Eine Datenlogger-Erkenntnis taugt als Tipp für die Effizienz-Fans unter den Ampera-Fahrern: Am Klimaregler lässt sich mehr Energie sparen als am Gas- bzw. Strompedal.

Uwe Winter über den Drive Recorder: Audio-Datei im .mp3-Format