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Astra Entwickler-Tagebuch

Herzlichen Dank, Kollegen

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Der Beitrag von Jürgen Peitz hat mich spontan an einen Unfall erinnert, den ich vor Jahren mit einem Astra-Mule erlebte. Das war leider kein Rempler, sondern ein richtig schlimmer Crash. Insofern hat dieser Fall nicht unbedingt etwas mit dem Thema Versicherungseinstufung zu tun, dafür aber umso mehr mit der durch und durch intelligenten Konstruktion unserer Fahrzeuge.

Astra-Mule Es geschah vor Jahren an einem trockenen, sonnigen Sommerabend: Ich war auf Erprobungsfahrt mit einem 1.7 CDTI Subsystem-Mule, unter dessen H-Blechkleid sich bereits die Struktur und Technik zukünftiger Modelle verbarg. Auf dem Tempo-70-Abschnitt der Landstraße nahe Rüsselsheim kam wie aus dem Nichts ein „Geisterauto“ frontal auf mich zu. Gemäß Rekonstruktion des Unfallhergangs war die Fahrerin in einem Verkehrskreisel auf die falsche Spur geraten – keine Chance, das Unheil abzuwenden. Ende vom Lied: eine Schwerverletzte und zwei wirtschaftliche Totalschäden.

Ich stieg völlig unversehrt durch normal öffnende Türen aus meinem Mule, um die bewegungsunfähige Frau via Seitenfenster zu bergen. Während am Wrack des asiatischstämmigen Kompaktklassemodells die A-Säulen geknickt und die vorderen Türen verklemmt waren, erregte der Opel allenfalls durch eine feuchte Spur die Aufmerksamkeit der Rettungskräfte – Fehlalarm: Kein Öl, kein Sprit, nur Kühlflüssigkeit.

Am nächsten Arbeitstag habe ich mich ganz herzlich bei den zuständigen Kollegen bedankt.