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Ampera Gastbeitrag Mobilität

Ampera @ Rallye Monte Carlo – Die erste Tour

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Alex Kahl, auch bekannt als der-probefahrer.de, berichtet für uns von der Rallye Monte Carlo des Energies Nouvelles.

Hallo zusammen!

Blogger Alex Kahl im Ampera

Ich bin der Alex. Hier im Blog werde ich Euch meine Eindrücke erzählen und drüben auf Facebook und Twitter seid Ihr noch etwas mehr mitten drin statt nur… na Ihr wisst schon. 😉 Dort werde ich Euch von den Etappen, die von morgen bis Sonntag gehen, so gut es geht von der Strecke berichten.

Es ging auch gleich in die Vollen eben. Ins Hotel rein – kurz aus dem Fenster geschaut und gleich den Ampera entdeckt, den ich morgen von Annecy-le-Vieux Richtung Monaco bewegen werde. Allerdings war der für mich eben noch tabu – ich wurde gleich rüber instruiert und in den Wagen von Hanns-Werner Wirth und Daniel Riesen gesetzt. Mit dem ging es noch auf eine fixe Foto-Tour.

Nervös? Ich? Im Wagen des dreifachen Siegers der klassischen Eifel Rallye, der morgen um Positionen fahren soll? Naaaaaaaiiiin, gar nicht. 😉 Mir ging auf den ersten paar Metern ordentlich die Düse. Vor allem, weil das Wegstrecken-Messgerät wohl schon geeicht war.

Thorsten, unser Fotograf, drückte mir ein Funkgerät in die Hand, meinte „hast Du schon mal Car-to-Car-Fotos gemacht?“. Mein zögerliches „Öööhm joaaar“ hat wohl ausreichend transportiert, wie unsicher ich mir darüber war, ob meine kleinen bisherigen Fototouren ausreichen würden, um seinen Ansprüchen gerecht zu werden. 😉 „Mach einfach was ich Dir über die Funke sage, dann passt das schon.“

RAPPEL!

Wer schon mal in Frankreich war, kennt die Schilder: „RAPPEL!“ steht mit einem roten Dreiecks-Schild mit Ausrufezeichen drin am Straßenrand. Heißt so viel wie: „Wir haben da mal für die Leute, die gerne früher ‘Ein Colt für alle Fälle’ geguckt haben, eine kleine Überraschung eingebaut.“ Sprungschanzen, um genau zu sein. Was bei uns in den 30er-Zonen leichte Hubbel, sind hier der alpinen Bergregion angepasste Abschussrampen. Gut, dass Thorsten mich vorher drauf hinwies. Zu schnell da drüber weg und die Frontschürze kratzt schon mal ganz ordentlich.

Los ging‘s also den Col Buffon rauf. Ganz bis auf den Gipfel haben wir es leider nicht geschafft. Für den typischen Ohrendruck in der Höhe hat es aber gereicht. Thorsten hat sich in einen Graben geschmissen und von dort aus einige Fahraufnahmen gemacht. Zack waren auch schon 1 1/2 Stunden rum und wir fuhren zurück zum Parkplatz. Das Auto muss zur technischen Überprüfung.

Hanns-Werner Wirth im Opel Ampera bei der Rallye Monte Carlo für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich Hanns-Werner Wirth kennen gelernt, der mir ein bisschen erklärt hat, worauf es bei der Gleichmäßigkeitsfahrt ankommt. „Gleich zu Anfang fahren wir erst recht schnell los, damit wir in den Schnitt reinkommen, den wir dann halten müssen.“ Schnitt heißt in diesem Fall den Geschwindigkeits-Durchschnitt. Der bei dieser Rallye übrigens nicht über 49,5 km/h liegen darf – sonst müsste die Strecke abgesperrt werden.

Alle 100 Meter wird der Schnitt neu überschlagen und der Fahrer – also in diesem Fall Hanns-Werner muss ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel schneller er vor einer Kurve sein muss, um sie dann langsamer zu durchfahren und schnell wieder auf den Schnitt zu kommen. Wann und wo der Durchschnitt auf der Strecke gemessen wird, wissen die Fahrer natürlich nicht.

Was bedeutet Rallye-fertig gemacht?

BluNik-Streckenmessgerät im Opel Ampera

Ihr hattet die Frage ja hier im Blog schon gestellt. Das Auto ist vollkommen Serie. Also keine Renn-Reifen, Leistungssteigerung oder dergleichen. Es geht ja morgen nicht um Geschwindigkeit. Vielmehr hat eine Firma, die sonst auch Autos für die richtig schnellen WRC und IRC Rallyes aufbaut, das Auto mit diversen Features ausgerüstet. Schnellwagenheber, Akku-Schrauber zum schnellen Reifenwechsel – alles sicher verstaut natürlich. Und das BluNik-Streckenmessgerät wurde von den Jungs eingebaut, wie mir der Techniker Jean-Nicolas erklärte.

Er hat mir auch erläutert, was bei der technischen Überprüfung alles getan wird: Die Fahrer- und Auto-Daten werden aufgenommen. CO2 Wert, Gewicht, Abmessungen werden kontrolliert. Außerdem wird geschaut, ob alles dem Reglement entspricht und ein Mini-TÜV durchgeführt. Sprich: Licht, Blinker und Hupe werden gecheckt. Einige Fahrzeuge kamen danach direkt in den Parc fermé – unsere Nummer 27 durfte noch für Fotos daneben parken.

Ich schätze mal morgen wird noch einmal vom Veranstalter getankt und dann der Tank verplompt. Nachtanken ist genauso verboten wie die Akkus nachzuladen. Also – DARF man machen, damit keiner liegen bleibt – kostet aber Straf-Zeit.

Opel Ampera bei der Rallye Monte Carlo für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben

Deswegen sind einige der reinen Elektro-Autos zum Beispiel gar nicht auf der langen 500 Kilometer Etappe morgen dabei. Wenn ich das eben richtig gesehen habe, sind die einzigen vollelektrischen Range-Extender Autos, die morgen mit dabei sind, die diversen Ampera und ein Fisker Karma.

Falls Ihr mal einen Fisker Karma rumstehen seht, schaut Euch mal die Knöpfe im Lenkrad an. Die sollten Euch bekannt vorkommen. Ganz besonders, wenn man direkt neben einem Ampera steht und kontrollieren kann. 😉 So viel erst einmal von mir für heute. Es geht schon weiter mit dem nächsten Event. Bin gespannt, was ich Euch morgen von der Strecke erzählen kann.