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Astra Entwickler-Tagebuch Entwicklung OPC

Astra OPC im Test – Fahrspaß pur bei minus 18 Grad

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Volker Strycek und Jens Hornischer Montag, 8.30 Uhr: Wir sitzen in der Wartehalle am Flughafen Frankfurt-Hahn und sind bereit für den Abflug nach Arjeplog am Polarkreis. Nervös kramen wir in unseren Unterlagen und gehen die geplante Testreihe noch einmal durch. Ist alles vorbereitet und gut durchdacht, haben wir nichts vergessen? Wir sind angespannt und werden von Kollegen angesprochen: „Geht es Euch gut? Ihr seid so blass!“ Wir, das sind Projekt-Ingenieur Jens Hornischer und ich auf dem Weg zum finalen Validierungstest. Vor einem Jahr hatte an gleicher Stelle die Entwicklungsarbeit der elektronischen Regelsysteme ABS, Traction Control (TC) und ESP begonnen.

Gelandet in Arvidsjaur können wir aus dem Flughafengebäude auf dem angrenzenden Parkplatz schon den bereitgestellten Astra OPC sehen. Schlagartig ändern sich die Gesichtszüge und kaum am Auto angekommen, geht das Theater los…… wer fährt zuerst? Meine Antwort: Du fängst an, danach fahre nur noch ich. 😉

Schon der kurze Weg ins Conti Teves-Testgelände in Arvidsjaur lässt die Augen leuchten. Jetzt heißt es, schnell die anstehende Besprechung über den Testverlauf abzuhaken. Wir wollen noch vor Dunkelheit im 100 Kilometer entfernten Opel-Testgelände ankommen.

Sicher, stabil, dynamisch: Astra OPC

Astra OPC - Wintertest in Schweden Wir wählen nicht die direkte Route, sondern biegen ab auf eine für Testzwecke abgesperrte Querverbindung, die über eine total vereiste und verschneite Strecke nach Arjeplog führt. 85 Kilometer bei minus 18 Grad ohne Gegenverkehr und ohne eine Menschenseele liegen vor uns. Natur pur – genau das, was wir benötigen, um uns auf den Astra OPC zu konzentrieren. Kaum unterwegs, ist alles sofort wieder da: dieser Fahrspaß, dieses Fahrfeeling, diese Dynamik und die unglaubliche Performance, die unser Astra OPC vermittelt. Und das auf ganz normalen Winterreifen. Die Regelung des ESP ist feinfühlig, nicht zu aggressiv, das ABS lässt keine Wünsche offen und die Traction Control ist auch richtig dosiert. Nach 20 Kilometern halte ich es nicht mehr aus: „Sofort anhalten!“, rufe ich. Jens weiß, was die Stunde geschlagen hat: Fahrerwechsel.

150 links 3, 200 rechts 4 in rechts 3+, 150 über Kuppe voll in links 3-, Achtung Achtung hängt nach außen no cut! So würde es in meinem Aufschrieb stehen, wenn wir auf dieser Strecke eine Rallye-Sonderprüfung fahren würden. Leichter Drift vor der nächsten Rechts, das ESP regelt leichtfüßig und lässt bereits im Standard-Mode eine Menge Dynamik zu. Ich schalte in den Competitive-Mode, der die TC abschaltet, das ESP-System ist jetzt deutlich freier und greift nur noch bei zu hoher Gierrate ein. Anbremsen, runterschalten, das Auto mit dem Heck anstellen und in einem wunderschönen Driftwinkel swingen wir durch die nächste Links-Rechts-Kombination. Es ist unglaublich, wie präzise das Auto auf diesem Untergrund fährt. Jederzeit sicher und fahrstabil, einfach Fahrspaß pur.

Mehr zu unserem Test auf der Handlingstrecke und zum folgenden Tag in meinem nächsten Beitrag.