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Entwickler-Tagebuch Entwicklung OPC

Astra OPC-Entwicklung – Der Strippenzieher

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Björn Zuchhold im Astra OPC „Der OPC ist ein sinnliches Auto.“ Das sagt einer, der es wissen muss. Mit dem stärksten und schnellsten Astra aller Zeiten geht er abends ins Bett und steht morgens wieder auf – in Gedanken natürlich. Björn Zuchhold hat den Astra OPC gewissermaßen verinnerlicht. Der Vehicle Performance Manager (VPM) hält bei der Modellentwicklung die Fäden zusammen, er koordiniert die involvierten Fachbereiche im Hinblick auf Performance Integration. Vom Design über die Chassiskollegen und die Motorenexperten bis hin zur Validierung – „im Prinzip das volle Programm“ – wie bei kompletten Neuentwicklungen auch.

Opel Astra OPC Seit knapp anderthalb Jahren geht das so. 18 Monate vom Projekt- bis zum Marktstart war die ehrgeizige Zielsetzung. „Das schaffen wir“, konstatiert der 31-jährige Zögling von Volker Strycek: „Der Chef hat mich direkt nach dem Maschinenbau-Studium gekrallt. Ich muss ihn wohl überzeugt haben während meines Praktikums in der Chassisentwicklung und bei OPC. Eine Zeit, die ich als … na, sagen wir, dynamisch orientierter … Autonarr genossen habe.“

Björn Zuchhold mit dem Astra OPC Björn Zuchhold weiß, dass auch die OPC-Klientel genießen will: „Ein Auto muss Emotionen wecken. Für unsere Modelle gilt das ganz besonders.“ Der VPM kennt die Astra OPC-Stärken en detail: „Der optische Auftritt außen und innen, das Handling, die Motorcharakteristik – das ist alles offensichtlich und fühlbar OPC pur.“ Eine weitere Tugend des Opel-Topathleten förderte Zuchhold in seiner Zusatzfunktion: als Projektingenieur Abgasanlage sorgt er für den guten Ton. Mehr zum Thema Sound-Entwicklung im nächsten Beitrag.

Augenweide Auspuffblende

Auspuffblende Astra OPC P.S. – Die Auspuffblende des neuen Astra OPC ist ein Kunstwerk für sich. Und sie ist einzigartig im Serienautomobilbau. „Bisher war das allenfalls auf Salons an astronomisch teuren Studien zu sehen“, weiß Björn Zuchhold und beschreibt das gewisse Etwas so: „Der hintere Auspufftopf geht optisch quasi nahtlos in die Blende über.“ Und siehe da: Beim Blick in die beiden Gasaustritt-Parallelogramme stört kein Spalt, kein Eckig-in-rund-Flansch beleidigt das Auge. VPM Zuchhold bemerkt nicht ohne Stolz: „Unsere Design-Kollegen bestanden darauf. Die Jungs von Remus konnten das ganz toll umsetzen – genau so, wie ich mir das vorgestellt habe. Meine allererste Konstruktions-Skizze von damals ist schon sehr nah dran.“