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Astra Entwickler-Tagebuch OPC

Astra OPC: App geht die Post

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Astra OPC PowerApp Volker Strycek hat es in Genf schon angekündigt: Mit dem neuen Astra OPC kommt auch die PowerApp auf den Markt. Vom Turbo-Ladedruck bis zur Rundenzeit – rund 60 verschiedene Daten können Smartphone-Besitzer künftig abrufen. Wir haben bei dem zuständigen OPC-Ingenieur Günter Schuster nachgefragt, was es mit der App auf sich hat:

Opel ist der erste Automobilhersteller, der ausgewählte CAN-Bus-Daten auf dem iPhone verfügbar macht. Warum ist vorher kein Hersteller auf die Idee gekommen?

Gute Frage – technisch möglich ist das prinzipiell schon länger, allerdings blieb es bislang Werkstätten und Rennsportteams vorbehalten, diese Daten mit ihrer Spezialsoftware auszulesen. Darüber hinaus gibt es im Zubehörbereich sogenannte OBD-Controller. Diese Geräte haben aber den Nachteil, dass Nachrichten aus dem CAN-Bus nicht automatisch kommen, sondern abgefragt werden müssen. Für einen Automobilhersteller eine undenkbare Lösung. Wir wollten den doch sehr technikaffinen OPC-Fans etwas ganz Besonderes bieten und haben uns deshalb entschieden, ausgewählte Daten bequem per Smartphone zur Verfügung zu stellen.

Astra OPC PowerApp Welche Daten können abgerufen werden?

Jede Menge! Das reicht von der Kühlmittel- und Öltemperatur über den Öldruck und den Gierwinkel bis hin zu Übersetzungsverhältnis, Radgeschwindigkeiten und Zustand der Motorbremse. Die Position von Gas- und Bremspedal kann ebenso abgefragt werden wie die Quer- und Längsbeschleunigung. Es gibt also eine Menge zu entdecken. Dabei geht es durchaus auch darum, etwa gefahrene Rundenzeiten mit Freunden zu vergleichen. Die App bietet aber auch die Möglichkeit, den Fahrstil zu optimieren, um besonders effizient unterwegs zu sein und Benzin zu sparen – übrigens auch im Motorsport ein wichtiges Kriterium.

Wie wird verhindert, dass beispielsweise die Motorsteuerung manipuliert wird?

Da sind wir ganz auf der sicheren Seite: Die App hat nur „lesenden Zugriff“ auf den CAN-Bus, der Kunde kann also die Fahrzeugelektronik nicht per App beeinflussen.

Astra OPC PowerApp Und wie funktioniert die Anwendung?

Der Kunde erwirbt einen Smartphone-Controller. Diese Black Box wird vom Servicepartner eingebaut und ist direkt mit dem CAN-Bus verbunden. Die Daten werden dann 30 Mal pro Sekunde per W-LAN an das iPhone gesendet.

Gibt es die App nur für das iPhone oder auch für andere Smartphones?

Erst einmal nur fürs iPhone. Wir planen aber, Anfang 2013 eine Anwendung für Android-Systeme anzubieten.

Was kostet der Controller, was kostet die App?

Der Controller kostet rund 300 Euro und ist ab dem 12. Juni 2012 bestellbar oder als Zubehör beim Opel-Servicepartner erhältlich. Die Astra OPC PowerApp gibt’s für schlanke 79 Cent.