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Backstage Classic

Opelaner schwärmt von den alten Zeiten

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Luis Sanchez Fidalgo im Opel-Werk Rüsselsheim Fast ein halbes Jahrhundert musste der Spanier Luis Sanchez Fidalgo warten, um seine alte Arbeitsstelle im Opel-Werk Rüsselsheim wiederzusehen. Diese Woche ging endlich sein Traum in Erfüllung – dank seines Sohnes José Luis.

Mit einem breiten Grinsen und ein paar Tränen in den Augen lotst Sanchez Fidalgo uns an die Stelle, wo er 1965 als 23-Jähriger im Motorenwerk am Fließband stand. „Hier muss es gewesen sein. Genau hier stand ich am Band und habe die vier Zylinderköpfe in die Motorblöcke für den Kadett A eingesetzt“, erzählt der rüstige Rentner. „Da oben waren Kantine und Toiletten“, erinnert sich der ehemalige Gastarbeiter aus der spanischen Region Galicia.

Luis Sanchez Fidalgo in der Opel Classic-Werkstatt Rund ein Jahr hat der heute 71-Jährige mit sechs weiteren jungen Männern in Rüsselsheim verbracht. Nach zwei Wochen Deutschunterricht ging es im Zug Richtung Alemania. „Ich habe wenig Deutsch verstanden und gesprochen, aber das Arbeitsklima im Opel-Werk stimmte. Wir haben alle gut als Team gearbeitet. Da waren Griechen, Italiener und natürlich auch Deutsche.“

Luis Sanchez Fidalgo und sein Sohn José Luis im Opel-Werk Rüsselsheim Fast jeden Freitag fuhren sie mit der Bahn nach Frankfurt. Sie waren Stammgäste bei einer Wurstbude am Hauptbahnhof und entspannten bei Henninger Bier. Damals war wenig Zeit für Museumsausflüge. Umso mehr freut sich Sanchez über den Besuch in der Opel Classic-Werkstatt. „Das ist Wahnsinn“, schwärmt der spanische Besucher, „Ich hätte nie gedacht, dass Opel eine derart komplette Sammlung von Autos aus allen Jahrzehnten besitzt.“ Der Abschied von den Gästen ist emotional. „Sie haben einem alten Mann eine große Freude gemacht.“