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Ampera Mobilität

Ampera-Berichte – E-Pioniere haben was zu sagen

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„Mein Ampera läuft und läuft, zur Zeit meist vollelektrisch im Kurzstreckenbetrieb. Bin immer noch begeistert und verstehe einfach nicht, warum das geniale Prinzip: ‘E-Auto mit autarkem Generator’ keine Schule macht. Warum steigen die anderen Autohersteller nicht auf diesen Zug auf? An der Zufriedenheit von uns ‘Early Adopters’ kann es jedenfalls nicht liegen. Die allseitige Nutzerbegeisterung spricht für sich.“

Solche Kommentare wie hier von Harro Kunz auf seiner Homepage gehen uns runter wie Öl. Und er ist nicht der einzige: Ob die Bäckerei Schüren, Ampera_Live oder das Ampera-Forum von Johannes Güntert – ePioniere haben was zu sagen. Wir wollen deshalb künftig ähnliche Erfahrungsberichte aufgreifen und verlinken. Ganz besonders interessiert uns das Thema Ladeinfrastruktur. Wer also im In- oder Ausland unterwegs ist und beispielsweise ein Inselladeparadies vorfindet, kann uns Text und gerne auch Fotos per Mail (moderator@opel-blog.com) senden (max. 2.000 Zeichen). Die Blog-Redaktion behält sich Auswahl und Kürzung der Texte vor.

Fahrzeugübergabe: Luc Perraudin empfängt den Opel Ampera vom Autohaus Dürkop Luc Perraudin hat bereits einige Veranstaltungen zur Elektromobilität organisiert und moderiert. Seine Begeisterung für den Ampera nach einer Probefahrt von Hannover nach Berlin geht aus dem Bericht hervor, den wir hier auszugsweise vorstellen:

Die Vorbereitung

Berlin schickt sich an, ein elektromobiles Zentrum in Europa werden zu wollen, so kann es ja kein Problem sein, eine geeignete Ladeinfrastruktur sowohl in Nähe unseres Hotels als auch der Philharmonie zu finden. Nun – 106 Ladesäulen auf das Stadtgebiet verteilt ist schon eine Menge, zumal gefühlt derzeit auf zwei Ladesäulen ein Elektrofahrzeug kommen mag. Doch wenn ich nun kein Kunde von Vattenfall bzw. RWE bin und auch nicht gedenke werden zu wollen?

Anruf bei der Pressestelle der Philharmonie: leider sei eine offizielle Einbindung in Kooperation mit der Philharmonie nicht möglich, da Hauptsponsor VW sei. (Schade, zumal es mir wirklich in den Fingern juckte, als David dem Goliath gegenüber ein kleines real-elektromobiles Zeichen zu setzen). Aber ich solle mich doch an die Haustechnik wenden.

Über Nacht im Parkhaus an der Stromladesäule

Über Lemnet.org, der bedeutendsten unabhängigen Plattform mit europaweiter Übersicht zu Ladeinfrastruktur, respektive Park & Charge, erfahre ich, dass im Parkhaus in der Andreaestraße die Stromtankstelle von enercity bis Ende 2012 kostenfrei mit erneuerbarer Energie versorgt wird. Somit fallen „nur“ die Parkhausgebühren an, die jedoch zwischen 22:00 und 07:00 Uhr mit 4 Euro recht human ausfallen. Im zweiten Stock befindet sich ein Doppelparkplatz, der ausschließlich für e-Fahrzeuge reserviert ist. Am Display der Säule steht eine Handynummer, die man anwählen muss, um die beiden Steckanschlüsse freizugeben.

Mein Fahrverhalten

Opel Ampera Mich fordert nun der „Synchronbetrieb“ des Ampera heraus. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie es sich nun mit dem Akku-Ladezustand verhält. Die verbleibenden 200 km fahren wir zwischen Tempo 110 und maximal 135. Bei Ladekapazität des Akkus mit Stand 37 km waren wir von der Raststätte losgefahren. Zu meinem Erstaunen kamen bis nach Berlin 2 weitere km hinzu, so dass wir offensichtlich so ökonomisch vernünftig gefahren sein mussten, dass der Benziner den Akku sogar noch „füttern“ konnte. Nun, dies erfordert allerdings einen bewussten Umgang mit der eigenen Fahrweise und natürlich eine aufmerksame Beobachtung nicht nur der Verkehrsverhältnisse, sondern auch der Veränderungen im Display.

Beim Parken an der Philharmonie unterhalte ich mich mit einer der Aufsichtspersonen. Er fragt nach dem Ampera, der wohl ein Hybrid sei. Ich weise darauf hin, dass es einen entscheidenden Unterschied zum Hybrid gäbe: der Verbrennungsmotor sorgt nicht für den Eigenantrieb, sondern für die Versorgung des elektrischen Antriebs. Auch hier wieder dieser psychologische „Angstschalter“ im Kopf: obwohl ich sage, dass wir 280 km von Hannover angereist sind, wiegt er mit Bedenken den Kopf hin und her, er müsse täglich je Fahrrichtung 60 km schaffen können. Wirklich bezeichnend, wie die Menschen von klein auf einer industrietechnischen Prägung ausgesetzt werden. Bei der Erwähnung der rein elektrischen Fahrleistung fällt es offensichtlich selbst bei der Ampera-Technologie schwer, sich von der Idee hypothetischer Beeinträchtigung und Begrenzung zu befreien, von dem Faktum ganz abgesehen, dass eine kleine Veränderung des eigenen Fahrverhaltens dieses „Problem“ in Luft aufzulösen vermag. Soviel zum Thema Konditionierung von Kindes Beinen auf!

Fazit

Der Ampera ist ein hervorragend geeignetes Fahrzeug für Vielfahrer, die ihre Strecken möglichst stressfrei, somit entspannt zurücklegen und sich den Ampera als Firmenfahrzeug leisten wollen. Ebenso geeignet ist der Ampera für Menschen, die sich der Herausforderung stellen, sich möglichst viel und sparsam im Eco-Modus fortbewegen möchten, dennoch aber die „mentale Sicherheit“ einer Tankstelle nicht missen wollen.