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Ampera Mobilität

Ampera-Berichte – Rekuperation in Bestform

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Unserem Aufruf zu Ampera-Erfahrungsberichten ist auch Peter, im Blog bekannt als EcoDrive, gefolgt. Hier sein Blog-Beitrag:

Ich wohne in der Ostschweiz und fahre den Ampera seit dem 3. Mai. Um es gleich vorweg zu nehmen: Meine Begeisterung kennt keine Grenzen mehr. Ich bin noch nie ein solch geniales, faszinierendes Fahrzeug gefahren. Nie mehr kommt mir etwas anderes als ein elektrischer Antrieb ins Haus.

Opel Ampera vor Berglandschaft Wir waren am Fuße der Eiger Nordwand. Auf der Heimfahrt sind wir von Grindelwald (1.034 müM) nach Innertkirchen (625 müM) gefahren. Rekuperation bei voller Batterie war hier angesagt. Technisch Interessierte können dazu die entsprechenden Beiträge im Forum nachlesen. In Innertkirchen habe ich bei Park&Charge Grimselstrom (Wasserkraft) geladen. Die Pause nutzten wir zum Mittagessen. Weiter über den Sustenpass (2.224 müM), nach Wassen, durch die Schöllenenschlucht nach Andermatt und weiter über den Oberalppass (2.044 müM), Disentis und Flims ins Rheintal. Total über 3.000 Höhenmeter.

Nach dem Laden in Innertkirchen begann die Passfahrt mit gleich 1.600 Höhenmetern, das ist rein elektrisch nicht zu machen. Zu Beginn habe ich den Halten-Modus benutzt, da ich „oben“ rein elektrisch fahren wollte. In großer Höhe schnappt jeder Verbrennungsmotor nach Luft. Im nachfolgenden Gefälle von 1.300 Höhenmetern brauchte ich den Ecotec nicht. Im Verbrauch erscheinen deshalb fast nur die steilen Bergfahrten. Klar gab’s noch zusätzliche E-Kilometer, das Ziel liegt 170 Meter tiefer als der Start in Innertkirchen.

Opel Ampera vor Berglandschaft Am Sustenpass und Oberalppass habe ich jeweils bis ca 1.500-1.600 müM den Range-Extender benutzt und bin im Halten-Modus gefahren. In großer Höhe war ich dagegen nur elektrisch unterwegs. Den Bergmodus musste ich zu keinem Zeitpunkt bemühen.

Wir wollten eine schöne Pässefahrt und keine Rekordfahrt machen. Einzig für die Höhe habe ich ein Topo-GPS mit Höhenmesser benutzt, damit ich rechtzeitig auf E-Betrieb umschalten konnte. Ich bin mit ganz normaler Geschwindigkeit gefahren. Ich geb’s zu, es hat mich schon gejuckt, ich hatte noch das Ampera-Video der Monte-Carlo-Rallye im Gedächtnis. Habe aber dann (fast immer) auf rasante Beschleunigungen verzichtet.

Opel Ampera Display Energieinfo 138,5 Kilometer elektrisch, 64,1 Kilometer mit dem Range-Extender haben einen Durchschnittsverbrauch von 3,46 l/100 km ergeben. Plus 10,0 KWh aus dem Akku. Vom Sustenpass bis Wassen, 1.300 Meter Gefälle auf einer Strecke von 18 Kilometern, hat der Ampera sagenhafte 4,1 KW/h in den Akku rekuperiert.

Nach einer solch wundervollen Fahrt über mehrere Alpenpässe, kommt man völlig relaxed zuhause an. Man möchte sofort den Akku laden und wieder losfahren, um dieses geniale Auto viele weitere Kilometer zu genießen.

Mit dem Laden bei Park&Charge gibt es nie Probleme, funktioniert immer. Im Hotel gab es anfangs Schwierigkeiten, zwei Steckdosen (schlechte Erdung oder zu großer Spannungsabfall) funktionierten nicht. Dann kam der Hausmeister des Hotels mit einem richtig dicken Kabel und einer Baustromversorgung daher. Da hätten wir locker fünf Ampera gleichzeitig laden können.

Zuhause lade ich mit der Heimladestation oder dem Ladekabel, je nach Standort des Ampera. Das reicht völlig aus. Für mein Fahrprofil braucht es gar keine superschnelle und teure Ladeinfrastruktur, da eh meistens zuhause mit Strom von der PV-Anlage geladen wird. In der Nacht wird mit Strom vom konventionellen Wasserkraftwerk „getankt“.