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Ampera Mobilität

Ampera-Berichte – Energiewende mit dem Ampera

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Unserem Aufruf zur Ampera-Alltagsberichterstattung ist auch Johannes Güntert alias opel-ampera-forum.de gefolgt. Hier sein Blog-Beitrag:

Seit über einem halben Jahr und fast 9.000 km fahre ich den Ampera jetzt schon. Über 90 Prozent der Strecken lege ich rein elektrisch zurück, mit einem Durchschnittsverbrauch ab Steckdose von ca. 18 kWh/100 km. Auf den Range-Extender-Strecken fahre ich den Wagen mit ca. 6 l/100 km. Ich nutze den Ampera vorwiegend zum Pendeln (50 km pro Tag) und kann diese Strecke so rein elektrisch bewältigen. Geladen wird der Ampera fast immer zu Hause – mittlerweile an einer geschalteten Steckdose. Der Ladevorgang beginnt automatisch, sobald meine Photovoltaikanlage Strom liefert. Ich kann den Solarstromanteil erhöhen, indem ich abwechselnd mit dem Ampera und einem auf Elektroantrieb umgebauten VW Lupo pendle. So hängt immer ein Auto tagsüber am Solarstrom.

Schaubild Gleichzeitig habe ich so den Eigenverbrauchsanteil meiner Solaranlage optimiert und das Stromnetz entlastet. Die Energiewende wird nur dann funktionieren, wenn dezentral erzeugter Strom dezentral gespeichert und genutzt wird. Jeder stromerzeugende Haushalt sollte so autark wie möglich wirtschaften und nur ausnahmsweise mit dem Stromnetz Energie austauschen.

Eine Ladesäule habe ich bisher noch nie aus der Nähe gesehen – weiß ich doch, dass diese meist direkt oder indirekt von den großen vier Atom- und Fossilstromkonzernen betrieben werden. Im übrigen sind immer mehr Ladesäulen keine Lösung, im Gegenteil: Je mehr Parkplätze mit Ladesäulen reserviert werden, desto mehr werden Verbrennerfahrzeuge den Elektroautos diese Parkplätze streitig machen. Ich habe keine Ahnung, warum die Konzerne dieses Problem ausblenden – vielleicht auch wissentlich, denn ich glaube, dass die Ladesäulen reines PR- und Marketinginstrument dieser Konzerne sind.

Elektromobilität kann auch nach hinten losgehen, wenn wir den Strom nicht konsequent dezentral aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Das Geld für Strom muss entweder in eigene Photovoltaikanlagen fließen oder zu konzernunabhängigen Ökostromanbietern, die unsere Haushalte beliefern. Die Öffentlichkeit wird uns sonst immer vorwerfen können, dass der Strom doch wie bisher aus der Steckdose kommt und genauso schmutzig ist wie der deutsche Strommix auch. Dass dem nicht so sein muss, haben nur wir selbst in der Hand: Strom ist immer so sauber wie der unternehmensweite Strommix des Anbieters, bei dem man ihn bezieht.