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Entwickler-Tagebuch Insignia

Automatik-Entwicklung – Lehre aus der Neuen Welt

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Fazit nach den jüngsten Testfahrten in den USA: Wieder viel gelernt. Einige unserer Erkenntnisse sind für die Serie relevant. So profitiert der Opel-Kunde davon, dass wir zum Entwicklungsverbund eines „Global Players“ gehören. Hier ein Beispiel:

Testfahrt in den Appalachen Unserer Testgruppe mit US-Entwicklern, meinem deutschen Dieselmotoren-Kollegen und mir als Chefingenieur Automatisches Getriebe standen fünf Prototypen, Reifegrad rund 80 Prozent, und zwei Referenzfahrzeuge zur Verfügung. Die exakt vorgeschriebene Route von Milford nach Pittsburgh in Pennsylvania weist Streckenprofile auf, die es in dieser Intensität hierzulande schlicht nicht gibt. Auch auf unseren angestammten Prüffeldern in Dudenhofen oder Pferdsfeld können wir das nicht reproduzieren.

Für mich besonders aufschlussreich war das Zusammenspiel unseres Aggregats mit dem Tempomaten auf den „Rolling Hills“ in den Appalachen. Diese extrem langgezogenen, unterschiedlich steilen Auf- und Abfahrten förderten ein Phänomen zutage, das wir bis dahin nicht wahrgenommen hatten – allen Berechnungen, Simulationen, Prüfstandversuchen und Praxistests in heimischen Gefilden zum Trotz.

Nach dieser Erkenntnis konnte ich im Team die entsprechende Optimierung der Automatikgetriebe-Software veranlassen. Den Kunden bescheren wir damit einen Komfortgewinn. Mehr kann ich dazu heute leider noch nicht sagen. Sobald die Gesamtentwicklung serienreif ist, werde ich hier näher auf die Funktionalität unserer neuen Aggregate-Generation eingehen.

Vorher schon machten wir mit einem Insignia-Mule wertvolle Erfahrungen im Feierabendverkehr von Chicago – eine echte Zumutung für Mensch und Maschine. Von diesem Termin stammen die Handy-Aufnahmen.

Testfahrt Insignia in Chicago Testfahrt Insignia in Chicago