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GM: 230 Mio. Euro für Opel-Entwicklungszentrum

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Die Stellung des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim als integraler Bestandteil des weltweiten GM-Verbunds wird deutlich gestärkt. Dazu erschien heute die folgende aktuelle Meldung:

GM investiert 230 Millionen Euro ins Opel-Entwicklungszentrum

  • Stellung des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim als integraler Bestandteil des weltweiten GM-Verbunds deutlich gestärkt
  • Hauptinvestition in neue Prüfstände am Standort Rüsselsheim
  • Zusätzliche Testanlagen in Dudenhofen

Opel-Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim Rüsselsheim/Detroit. GM hat heute bekanntgegeben, dass der Konzern 230 Millionen Euro für neue Testanlagen im Opel-Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim sowie auf dem Testgelände in Dudenhofen investiert. Die Summe verteilt sich auf die kommenden drei bis vier Jahre. Diese Entscheidung folgt nur zwei Wochen nach dem Besuch des GM-Verwaltungsrats bei Opel und der Zusage, Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro für zukünftige Modelle im Zeitraum von 2013 bis 2016 zur Verfügung zu stellen.

Diese Entscheidung ist ein weiterer Schritt zur Stärkung von Opel/Vauxhall. Die neuen Anlagen, die weltweit den gleichen technischen Standards entsprechen, steigern die Flexibilität, Entwicklungsgeschwindigkeit und Effizienz im gesamten Konzern. Außerdem ermöglicht diese Investition der Marke die Entwicklung von richtungsweisenden Motorengenerationen – im Einklang mit den europäischen und weltweiten Abgasvorschriften. Die Investition fließt auch in die Fahrzeugentwicklung – etwa in eine neue Tankanlage, ein Audio-Labor und ein Gebäude für Sicherheitsanalysen.

„Diese signifikante Investition gibt uns eine Perspektive für die nächsten Jahrzehnte und sichert die Zukunft des Opel-Entwicklungszentrums“, betont der Opel-Vorstandsvorsitzende Dr. Karl-Thomas Neumann. „In Rüsselsheim werden zukünftig auch Motoren und Getriebe für Europa und die ganze Welt entwickelt. Dieser Schritt verleiht uns globale Verantwortung bei der Motorenentwicklung“, ergänzte Dr. Neumann.

Die neuen Leistungs- und Motorenprüfstände ersetzen ältere Einrichtungen; sie ermöglichen die Entwicklung von Antrieben über das Jahr 2020 hinaus und verkürzen die Entwicklungszeiten deutlich. Für eine Effizienzsteigerung sorgt die engere Vernetzung des hoch modernen Testlabors in Rüsselsheim mit den GM-Pendants in Pontiac/USA und Turin/Italien.

Ein Teil der Investition wird dem Erprobungsgelände in Dudenhofen in Form von weiteren Testmöglichkeiten zu Gute kommen – wie etwa eine bewässerte Fläche, eine zusätzliche Werkstatt und neue Fahrzeugprüfstände, die sogar kleinste Mengen an Emissionen messen. Diese Einrichtungen entsprechen dann den weltweiten GM-Standards und ermöglichen identische Testabläufe und vergleichbare Daten.

Darüber hinaus haben sich der Vorstand und der Betriebsrat in Rüsselsheim auf flexiblere Arbeitsbedingungen im Opel-Entwicklungszentrum mit seinen mehr als 6.000 hoch qualifizierten Mitarbeitern geeinigt. Die Vereinbarung basiert auf dem Master Agreement vom 28. März 2013.

Die Investitionen in Opels Design, Fahrzeugentwicklung, Antriebstechnologie und die Flexibilisierung der Arbeitszeit unterstreichen eindrucksvoll das Bekenntnis von General Motors, die Schlagkraft von Opel/Vauxhall weiter zu erhöhen – für eine langfristige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und neue Verkaufserfolge. Mit diesen wesentlichen Verbesserungen sowie den erweiterten technischen Möglichkeiten wird Opel auch zukünftig eine wesentliche Rolle beim Gestalten, Entwickeln und Herstellen von neuen Fahrzeugen sowie Antrieben für die eigene Marke und Schwestermarken im GM-Portfolio spielen. Dem Investitionsplan muss noch der Aufsichtsrat von Opel zustimmen.

Kommentare (18)

  1. Die Investitionen hören sich sehr gut durchdacht und zukunftsorientiert an.
    Ihre Erleuterungen sind sehr aufschlussreich.
    Was wird denn jetzt getan um Opel auch in andere Märkte zu etablieren und in bestehenden Märkten zu stärken?
    Gibt es schon mehr Infos zu der von Ihnen erwähnten Modelloffensive bzw. 4 Millarden Euro für zukünftige Modelle?
    Eins ist klar, es darf jetzt nichts schief gehen, die Autos müssen in Vergleichstest, Qualität, Verarbeitung, Flexibilität, Design etc. einfach oben mitspielen um die positive Stärkung und Bekennung der Marke beim Kunden verlohrenes Vertrauen wieder zu gewinnen und zu halten – man muß wieder stolz sein einen Opel zu fahren und zu besitzen.
    Die Qualität der Autos muß sich auch später im Gebrauchtwagenmarkt widerspiegeln, in dem die Gebrauchtwagen wertstabil aufgrund der Zuverlässigkeit und der Qualität bleiben über Jahre hinweg.
    Darum denkt bitte an Unterboden und Hohlraumversiegelung und an hochwertigen Bauteilen….
    Der Verkaufsschlager “Mokka”,, jetzt gleich die Chance nutzen und diesen weiter entwickeln und stärken.
    Viele ältere Leute beschweren sich bei allen Modellen über die zu hohe Seitenschwellerkannte im Innenraum und über die Sportsitze, auch hier muß alternativ bei den Sitzen etwas angeboten werden…
    Nischenmodelle und Spaßmodelle dürfen nicht fehlen, die aber erschwinglich und im Mittelklassebereich angesiedelt werden sollten.
    Der Insignia ST sollte wieder ein Caravan werden, hier verlieren wir zuviel Kunden an VW Passat und Ford Mondeo:-( Der Kofferaum und die Ladekannte ist einfach ein No Go vom Insignia ST.. hier muss sehr schnell was getan werden.
    Also setzt die Euros sinnvoll ein um Boden gut zu machen und wieder langfristig Opel zu sichern…

  2. Glückwunsch nach Rüsselsheim (also zu Opel, nicht an Hyundai)!

    Und noch eine Bitte an das Zukunftsteam: Bitte mechanische Schalter und Knöpfe im Cockpit lassen; wenn es nicht zu viele sind, kann man diese fast blind bedienen. Touchscreen oder Bildschirm mit Menüsteuerung fordern immer Blickkontakt; back to the futue …

    Und zur Verstärkung: Den neuen Insignia als innen richtig großes Auto, bitte!

  3. Spaßmobile wie Roadster wären gut oder ein schickes luxeriöses Coupe ala Insignia Studie. Die Frage wäre, welche Kernfelder könnte Opel besetzen, die Kunden mit allen Sinnen wahrnehmen und stark kaufentscheidend sein können. In diesen Feldern muss Opel sich eine Alleinstellung verbuchen, der beste der Welt sein, auch wenn es nur subjektiv ist. Das stärkt die Marke. BMW ist gefühlt im Bereich der Limousinen der dynamischte (Heckantrieb, Reihensechser,etc.)auf dem Markt. Wenn Opel ein konkretes Alleinstellungsmerkmal findet können Sie sich gut positionieren, der Rest muss auf Wettbewerbsniveau sein.

    Apple macht es vor. Ich kenne keinen Hersteller mit derart perfekter Materialverarbeitung und gleichzeitiger Hochwertigkeit in der Wirkung des Designs. Andere bauen auch Alugeräter, haben dann aber doch Plastikknöpfe und es wirkt nicht wie aus einem Guss.

    • Also, Apple ist kein Vorbild, denn das Innenleben der Geräte ist allerbilligst! Da stecken Teile drin, die sogar für Noname-Geräte zu schlecht sind.
      Und dann die Computer! Da liefern produzieren Billigst-Hersteller eine besonders primitive (und daher noch billigere Variante) speziell für Apple! 🙁

      • Das mag vielleicht sein Carsten. Aber schau doch mal wie Apple ansteckt und welche Fangruppe (wie OPEL natürlich auch) hintersich streckt. Das OS von Apple ist meiner Meinung nach das einfachste und beste der Welt. Und so haben sie sich gut plaziert. OPEL kann das auch, sie müssen nur Ihre Lücke finden und eben Ihr Image Verbessern. Denn die meisten Idioten meinen ja immernoch OPEL ist Pleite. :O

  4. Wenn man bedenkt, was Opel – bei der von GM seit Jahrzehnten angezogenen Handbremse – trotz allem in der Vergangenheit aus dem Hut gezaubert hat – sicher nicht immer Benchmark, aber immerhin konkurrezfähig – dann darf man ja gespannt, sein, was in absehbarer Zeit so alles auf die Räder gestellt und unterm Blechkleid entwickelt wird.

  5. Die Jungs aus Detroit scheinen nach ihrem Deutschlandbesuch jetzt tatsächlich ihren Versprechen Taten folgen zu lassen. Das ist höchsterfreulich! Hoffentlich räumt man Opel jetzt auch die Zeit ein, die nötig ist, um unter den schwierigen Bedingungen in Europa wieder profitabel zu werden. Auch die wilden Personalwechsel in der Führungsriege müssen nun ein Ende haben. Dann wird die so genannte Fachpresse auch mal aufhören, nur Negativ-Schlagzeilen über Opel unters Volk zu bringen, sondern sich auf die hervorragenden Produkte konzentrieren. Mokka, ADAM, Cascada sind bereits gute Botschafter für “Opel is back”, wie es Herrn Neumann jüngst formulierte. Aber auch die “Brot-und-Butter”-Modelle wie Corsa, Astra oder Insignia müssen sich aus der Masse der Angebote in irgendeiner Form herausheben.
    Denn eines kann man nicht verhehlen: die Konkurrenz schläft nicht und die bauen nun auch mal keine schlechten Autos, leider ;-).

    • Tja, mal schaun wie souverän das auf der IAA im September rüberkommt !
      Ein paar Facelifts (Insignia, Meriva, Corsa,…)…ergeben mindestens optisch schon mal ein geschlossenes neues Bild.
      Dazu garniert mit “innovativem” Neuen, evtl. einer (“Crossover” ?) Studie für Show&Shine oder mehr ?!

    • Naja, andere Hersteller haben mittlerweile auch Negativschlagzeilen. Z.b. vermeldeten gestern die Nachrichtendisplays in den Bahnhöfen, daß die Autokrise besonders VW sehr hart trifft.

      • Hab ich auch gelesen und gleich an die Herren Winterkorn und Piech gedacht, die demnächst dann wohl mit nur noch 10 Mio. im Jahr über die Runden kommen müssen, also Hartz IV-Niveau… ;-).
        Aber im Ernst: es wurde auch mit mehrspaltigen Artikeln über die Milliardenverluste bei Ford Europe, Fiat und PSA geschrieben. Über Opel wurde diesmal nur indirekt berichtet, nämlich dass sich im NRW-Landtag gefetzt wurde, weil die Opposition meint, die Kraft-Regierung hätte sich nicht um Bochum gekümmert. Die Ausschnitte, die im WDR-Fernsehen gezeigt wurden, hatten jedenfalls einen ungewohnten Unterhaltungswert :).

  6. Bekommt man eigentlich von Opel etwas wenn sein eigenes die 300.000 Km knackt? Wenn ja, meiner geht mir großen Schritten drauf zu^^ Oder gibt es wenigstens auf den anstehenden Zahnriemenwechsel einen Rabatt? Will schließlich das Auto noch fahren, bis es nicht mehr geht 😉 Und das ist hoffentlich noch lange 😉

    Astra H BJ 06 1.9CDTI 100PS ==> Erste Kupplung, erster Auspuff.
    Ausfälle: 1x Lichtmaschine bei 180.000 und bei 90.000 hat die Opel Werkstatt beim Rückruf geschlampt, somit ist der Antrieb rausgesprungen. Und jetzt macht sich solangsam das Vorglührelais auf sich aufmerksam 😉

    Annsonsten Hut ab, für diese Entwicklungsarbeit! 😉

    • Vaters Kadett C Limousine wurde dank einer Menge an Urlaubs- und sonstigen langen Fahrten mit 500.000 Km an einen Studenten verkauft.
      Dank regelmäßiger Inspektionen lief er noch einwandfrei, der einzige Mangel war etwas Rost an der Türunterkante. Da diesem Fahrzeug aber wirklich nichts erspart blieb, und die Rostvorsorge bei allen Herstellern noch unterentwickelt war ist das tolerierbar.

  7. @Toby soweit ich weiß gab es früher mal (80er,90er Jahre??) für eine bestimmte Zahl absolvierter Kilometer Anstecknadeln. Aber sowas gibt es in Zeiten des Leasings schon lange nicht mehr.

  8. Pingback: Opel-Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim | Opel News

  9. Noch’n Tipp/Bitte an OPEL !

    Hier am Stammwerk drumherum, der Stadt Rüsselsheim, sieht es ziemlich mies+schäbig aus. Sorry, soviel marodes in Sachen Kultur+Sport, wie z.B. ein geschlossenes Schwimmbad mit ungewisser Zukunft: Sanierung/Abriss…?!

    Ein neues/erstarktes OPEL-BAD, dahin könnte OPEL neben dem vielen Fußball ein Zeichen setzen und unterstützen ! Mehrere Vereine, xx Schulen,….sitzen auf dem Trockenen !!

    Der hiesige junge Oberbürgermeister (32 J), mit seiner “unsportlichen” Zeit beim Firmenlauf’12, der kann sportlichen Ehrgeiz womöglich weniger nachvollziehen. Leider.
    Eine Marke wie OPEL, im Sport seit Jahrzehnten bekannt + beliebt, könnte man daher mehr zutrauen !

    Starke Standort Rüsselsheim, das Werk wie die Stadt, zusammengewachsen im wahrsten Sinne. Ob am Bahnhof mit altem Portal, den Bürgern und ihren Autos,…