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Motorsport

24-Stunden-Rennen: Stress pur bis zum Start

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Opel Manta bei der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2013, 38. DMV 4-Stunden-Rennen Mein 35. Einsatz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring rückt in greifbare Nähe. Und wie (fast) jedes Mal in dieser Phase stelle ich mir die Frage: Warum tust du dir das eigentlich an? Diese Anspannung, diese Hektik und wieder wird im günstigsten Fall alles erst auf den letzten Drücker fertig.

Opel Manta bei der VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2013, 38. DMV 4-Stunden-Rennen Dabei waren doch die Voraussetzungen ideal: Unser Manta hat einen tollen Saisonstart hingelegt – erstes Rennen in der VLN, keinerlei Probleme, Klasse gewonnen. Wieso also nach der großen „Winterinspektion“ schon wieder alles zerlegen, kontrollieren und revidierte Teile einbauen? Genau daran führt aber halt im Hinblick auf die bevorstehende Härteprüfung – mit Training, Qualifying und Rennen muss das Auto über 4.000 Kilometer in der „Grünen Hölle“ überstehen – kein Weg vorbei. Wir wollen ja nicht nur dabei sein, nein, wir fahren um den Sieg in der SP3-Klasse (Sauger bis 2 Liter Hubraum) und dafür ist keine Stunde Arbeit zu viel.

Peter Hass (li) und Olaf Beckamm bereiten den Motor des Opel Manta auf das 24- Stunden-Rennen vor Olaf Beckmann und seine Mannen liegen seit Wochen unter dem Wagen und bereiten alles akribisch vor. Perfektes Licht ist wichtig, Getriebe, Motor, Vorder- und Hinterachse werden geprüft, vermessen und wieder zusammengesetzt. Nichts darf übersehen werden. Ist das Auto erst einmal am Ring, wird das Schrauben in der mit mindestens acht Fahrzeugen besetzten Box deutlich schwieriger.

Opel Manta in Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen Mitte vergangener Woche kam die obligatorische Horrormeldung: der Motor wird nicht fertig! Da brach selbst der sonst ruhige Peter Hass in Hektik aus und jagte den Teilen wie ein Derwisch hinterher. Zu allem Unglück fiel ein Mechaniker wegen Krankheit aus. Und so ist es wie immer: Stress pur bis zum Rennstart. Eigentlich ist das Adrenalinpensum schon ausgeschöpft, bevor es richtig losgeht.

Trotzdem tu ich mir das wieder an. Schließlich weiß ich aus den Vorjahren: Sobald ich mich in unserem Manta festschnalle, ist alles vergessen. Schon in der ersten Runde werde ich angesichts der jubelnden Fans glückselig feststellen: Es hat sich gelohnt!