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ADAM Cup: Herzschlagfinale

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ADAM Rallye Cup - ADAM Rallye Cup - Saisonfinale 2013 - 3-Städte-RallyeEine Sekunde! Acht lange Rallyes mit nicht weniger als 91 Wertungsprüfungen – und am Ende entschied eine einzige Sekunde über den Gesamtsieg. Das Saisonfinale des ADAC Opel Rallye Cup hätte spannender nicht sein können. Strahlende, wenngleich anfangs etwas ungläubige Sieger waren Markus Fahrner und sein Copilot Michael Wenzel. Denn eigentlich waren ihre Siegchancen nach acht von zehn Wertungsprüfungen ziemlich gering. Ein Defekt an der Antriebswelle ließ die Titelträume platzen. Doch die Mechaniker brachten das Kunststück fertig, in nur sieben Minuten eine neue Welle einzubauen.

ADAM Rallye Cup - ADAM Rallye Cup - Saisonfinale 2013 - 3-Städte-RallyeFür Fahrner/Wenzel hieß es nun alles oder nichts. Der Tagessieger stand bereits fest: Das Duo Marijan Griebel/Alexander Rath lag uneinholbar in Führung. Doch was den Titel betraf, gab es für Fahrner noch eine kleine Chance und die hieß: in den beiden verbliebenen Prüfungen jeweils die Bestzeit hinlegen und damit Bonuspunkte einstreichen – genug für den Gesamtsieg. Fahrner/Wenzel und ihr Rallye-ADAM gaben alles, schafften am Ende tatsächlich jeweils die beste Zeit und lagen am Ende die eine, alles entscheidende Sekunde vor Griebel/Rath.

Markus Fahrner kommentierte das Herzschlagfinale so: „Unglaublich! Dass es gereicht hat, ist einfach ein Traum! Nach dem Antriebswellenschaden dachten wir, das Ding sei gelaufen. Irgendwie haben wir es bis in den Service geschafft, wo unsere Jungs eine unglaubliche Leistung vollbracht haben. Ohne sie hätten wir direkt einpacken können. Danach war klar, dass es keine Rolle spielt, ob wir im Rallye-Ergebnis Zweiter oder Dritter sind, solange wir nur diese beiden WP-Bestzeiten schaffen. Also haben wir nochmal alles gegeben.“

ADAM Rallye Cup - ADAM Rallye Cup - Saisonfinale 2013 - 3-Städte-RallyeAuch Griebel brauchte eine Weile, um das Ergebnis zu realisieren. „Ich habe immer gesagt, dass unser Hauptziel mit dem Gewinn der Junior-Wertung des ADAC Opel Rallye Cup schon nach der Ostsee-Rallye erreicht war und alles Weitere nur Draufgabe wäre. Diese Aussage gilt immer noch. Aber natürlich sind wir im Moment riesig enttäuscht. Wir haben heute alles richtig gemacht. Wenn dann am Ende eine einzige Sekunde fehlt, ist das einfach bitter.“

Auch wenn die Enttäuschung anfangs groß war, so blicken Griebel/Rath auf eine Supersaison zurück. In allen acht Rallyes standen sie auf dem Podest. Markus Fahrner fand die passenden Worte: „Marijan hat eine fantastische Saison hingelegt und war ein unglaublich harter Gegner. Ganz ehrlich: Uns gegen diese vielen hochtalentierten Jungs im ADAC Opel Rallye Cup durchgesetzt zu haben, macht mich schon ein bisschen stolz!“

[Update 30.10.2013: Video eingebunden]