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Entwickler-Tagebuch

Thermal Management – Kühlen Kopf bewahren

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1.6 SIDI Turbo im Prototyp eines Opel CascadaWie schon in meinem Formula Student-Beitrag angedeutet, spielt der Aspekt Kühlung bei der Triebwerkentwicklung eine immer wichtigere Rolle. In früheren Zeiten, als im Motorraum noch nicht um jeden Millimeter gefeilscht wurde und auch das Kriterium Geräuschkomfort eine geringere Bedeutung hatte, genügte es, überschüssige Hitze abzuführen. Heutzutage ist unsere Aufgabe weitaus komplexer. Es geht darum, unterschiedliche Energiebeträge von diversen Wärmequellen in verschiedenen Zeitabschnitten auf exakt definierten Pfaden zu so genannten Wärmesenken zu befördern. Diese ganz spezielle Form der technischen Logistik bezeichnen wir als Thermal Management.

Während wir „Thermal Manager“ es in der täglichen Arbeit tatsächlich mit mehr als 20 unterschiedlichen Betriebszuständen zu tun haben, brechen wir das Ganze hier mal ganz grob auf vier Schlüsselabschnitte herunter: Start-, Aufwärm-, Betriebs- und Nachhitzephase.

Um den Motor in Gang zu setzen, nutzen wir abhängig von den Umgebungsbedingungen (z.B. -25°C bis 40°C Lufttemperatur) verschiedene unterstützende Technologien. Bei großer Kälte helfen elektrische und/oder treibstoffbetriebene Heizer, Enthalpietauscher oder Isolationsmaßnahmen. Im Anschluss geht es darum, das Triebwerk samt den Medien Öl und Wasser schnellstmöglich auf Betriebstemperatur zu bringen, um die Reibung und auch Abgasemissionen zu minimieren. Dafür eignen sich volumenstromgeregelte mechanische oder schaltbare Wasserpumpen wie in unserem neuen 1.6 CDTI prinzipiell genauso wie elektrische Pumpen, Thermostate mit Wachsmotor, elektronisch geregelte Thermostate, schaltbare Ölkühler, elektrische Schaltventile – um nur mal die gängigsten Methoden zu nennen.

Ist die Betriebstemperatur einmal erreicht, müssen wir in verschiedene Richtungen denken und arbeiten. Mit hohem technischen Aufwand gilt es der Faustregel: „kühler Kopf, warmer Block“ folgend, die Komponenten in unterschiedlich definierten Idealtemperaturbereichen zu halten. Ein Mega-Trend der letzten Jahre ist die Elektrifizierung des Kühlkreislaufes. Wer sich das Wasserpumpenmodul unseres 1.6-Benzindirekteinspritzers und im Vergleich dazu die Anlage einer Vorgängergeneration anschaut, bekommt einen Eindruck von der immens gestiegenen Komplexität in diesem Bereich.

Opel Wasserpumpenmodul alt Opel_Wasserpumpenmodul_neu_1.6_SIDI_Turbo

Ein aus Thermal Management-Sicht spannender Betriebszustand beginnt dann, wenn der Drops vermeintlich gelutscht ist: Motor aus, Nachhitzephase oder auch „Hot Stop“, wie wir Entwickler sagen. Passendes Alltags-Szenario: Urlaubsrückreise aus dem sonnigen Süden – direkt hinter der Grenze senkt sich der Gasfuß auf der erfreulich freien Autobahn. Nach 100 Kilometern Volllast lädt die Lieblings-Raststätte zum Verweilen ein. Während die Familie sich eine kühle Brause gönnt, knistert der geschlauchte Reisebegleiter in der Parkbucht vor sich hin. Der Kühlerventilator läuft auf Hochtouren und gleichzeitig müssen wir angesichts von Hitzenestern wie dem Turbolader bei deaktivierter Hauptwasserpumpe den Wärmetransport ankurbeln. Bei unserem neuen 1.6-Benzindirekteinspritzer sorgt eine elektrische Nachhitzepumpe dafür, dass die Heimfahrt nach dem „Hot Stop“ problemlos weitergehen kann.
Opel Hot-Stop © GM Company.

Verbrauchs- und Emissionswerte
Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH
unentgeltlich erhältlich ist.

Kommentare (35)

  1. Das HotStop Problem habt ihr aber auch schon vorher gelöst gehabt, zum Beispiel beim 160PS CDTI – oder sehe ich das falsch? 🙂

    • @ Timo: Pro Motor und Einbausituation sind immer spezifische Lösungen erforderlich. Natürlich ist auch der 1.6 CDTI, der andere Wärmequellen und -senken aufweist als der 1.6-Benzindirekteinspritzer, per Thermal Management auf Hot Stops vorbereitet.

      • @Dr. Thomas Wagner
        Ich bezog mich schon auf den 2.0 CDTI, der seit 2008 im Insignia Einzug hielt – der kühlt ja auch nach.

        Ist da das Grundprinzip anders bzw. so grundlegend verbessert

  2. Interssant fände ich zu erfahren, ob sich die Vorteile durch die neue Technologie auch in der Lebensdauer des Motors niederschlagen oder ob eventuelle Vorteile in Sachen Laufleistung wo anders wieder “eingespart” werden.

  3. Interessant!

    Ich habe auf dem Rastplatz an der Autobahn schon immer ein paar Minuten bei Standgas weiterlaufen lassen, um HotStop bedingte Probleme zu vermeiden. Mein Vater ist da ganz schmerzfrei – Auto steht, Motor aus. Das dies dem Rot glühenden Turbolader, dem plötzlich die Kühlung fehlt, möglicherweise nicht so gut bekommt, interessiert ihn nicht.
    Gut zu wissen, das man bei Opel auch an dem Problem gearbeitet hat 🙂

    Ich frage mich blos, wie wartungsfreundlich die neue Wasserpumpe gestaltet ist. Sieht im Vergleich zur alten recht kompliziert aus.

  4. Ich habe eigentlich auch mal gelernt, daß man einen Turbo nicht heiss abstellen soll, aber heutzutage muß man wohl Autos gegen jedwede Fehlbedienung absichern… 😉

    Mal interessehalber: Gibt es denn noch das klassische Kühlwasserthermostat mit Bimetallfeder? Oder wird der Kühlkreislauf inzwischen in allen Motoren nur noch elektrisch geöffnet?

    Wie sind denn die Wartungsintervalle bei der aktuellen Wasserpumpengeneration? Früher haben wir die mit dem Zahnriemen meist gleich mitgetauscht, sicher ist sicher und so eine Standardpumpe hat ja nicht die Welt gekostet, das hier gezeigte neue Modul sieht mir allerdings sehr kostspielig aus. 😉

    • Zitat “aber heutzutage muß man wohl Autos gegen jedwede Fehlbedienung absichern…”
      Ich denke daß der Ausdruck “Fehlbedienung” hier nicht hingehört. Man kann von einem Kunden nicht ernsthaft erwarten, daß er seinen Motor, bevor er ihn abstellt, noch ein paar Minuten im Leerlauf laufen lässt. Wenn er es tut, weil er ein gewisses technisches Verständnis hat: OK. Aber wenn er es nicht tut, dann ist das keine Fehlbedienung.
      Es ist schwer zu vermitteln, daß die Hersteller “Start-Stop”-Funktionen einbauen, damit der Motor an der Ampel für ein paar Sekunden abgeschaltet wird, aber gleichzeitig soll man den Motor vor dem Abstellen ein paar Minuten laufenlassen.
      Es ist ganz klar die Aufgabe des Herstellers, hier für alle Eventualitäten und Betriebszustände vorzusorgen.

      • Jepp – ansonsten dürfte “geschultes” Verkaufspersonal dazu besser beraten – sowie es auch beim Dieselkauf (mit DPF) und möglichem Kurzstreckenprofil des Unbedarften Kunden denn eigentlich verpflichtend ist…(!)

      • Jaja… 😉

        Ich gebe zu, Turbolader ist diesbezüglich ein unglückliches Beispiel, da er im Massenmarkt zumindest im Benzinsektor eine relativ neue Erscheinung ist, von daher kann man da dem Ottonormalverbraucher nicht unbedingt einen Vorwurf machen. Die alten Saugmotoren hatten dieses Problem einfach nicht. Die 10 Minuten Leerlauf halte ich aber gar nicht für nötig, stattdessen kann man auch nach einer scharfen Fahrt die letzten 2-3 Kilometer einfach piano fahren, was in 99% aller Fahrten möglich sein dürfte.

        Aber hast recht “Fehlbedienung” ist in dem Fall ein zu hartes Wort.

        Andererseits mal provokant die Gegenfrage gestellt: Kann man von einem Kunden erwarten, daß er einen Motor einfährt? (Früher gab es in den Bedienungsanleitungen sogar noch Einfahrhinweise für die ersten 1000 km) Oder daß man generell piano fährt, solange ein Motor noch nicht die Betriebstemperatur hat? Die meisten Leute aus meiner Generation wussten sowas noch, wer es nicht wusste oder ignorierte (so welche gab’s auch) hatte irgendwann die Maschine sauer gefahren.

        Was ich damit ausdrücken wollte ist, daß inzwischen der Großteil der Autofahrer keinerlei technisches Verständnis mehr mitbringt, und nebenbei total unselbstständig geworden ist. Wie viele Fahranfänger können denn heute noch Öl, Luft und Kühlwasserstand kontrollieren, geschweige denn einen Reifen wechseln? Was dann eben auch solcherlei “Schutz”-Maßnahmen erfordert. Im vorliegenden Fall finde ich das auch durchaus sinnvoll, da es ein “Manko” des Turbos behebt. Andere Dinge find ich da schon ziemlich lächerlich.

        Aber ich gebe durchaus zu, daß ich da ein wenig altmodisch bin. 🙂

    • @ markiese und KUG: Der Kühlkreislauf samt Wasserpumpe ist so ausgelegt, dass er die Antriebseinheit zuverlässig und wartungsfrei „von der Wiege bis zur Bahre“ umsorgt.
      Der gute alte Bimetallfeder-Thermostat im Kühlkreislauf dürfte in all unseren Aggregaten ausgedient haben – zumindest in denen, die aktuell in Deutschland angeboten werden.

      • Danke für die Antwort! – auch an Cschleuse weiter unten.

        Gut zu wissen, dass die Wartungsfreundlichkeit erhalten bleibt!

  5. Erfreulich ist auch, dass duch die nun vorhandene Steuerkette, die Wasserpumpe nicht mehr wie früher über den Zahnriemen mit angetrieben wird und beim Zahnriementausch mit getaucht werden muss (ich beziehe mich auf den “alten” Z19DTH). Das stellt eine Kostenersparnis dar. Wenn sie denn wirklich von der Wiege bis zur Bahre hält (würde für mich bedeuten, dass sie echte 300.000 km halten muss), ist das auch ein wartungskostentschnischer Fortschritt.

  6. Das Pumpenmodul kenne ich sehr gut, Herr Dr. Wagner weiß das auch….
    Es ist tatsächlich wartungsfrei und für die gesamte Lebensdauer des Motors/Fahrzeugs entwickelt und erprobt. Sollte doch mal eine Pumpe ausgetauscht werden müssen, verbleibt das Modul am Motor und nur die Pumpe wird wie bisher nach Herunternehmen des Riemens abgeschraubt. Keine Panik – das Modul ist zwar komplex, das hat nichts mit der Wartung zu tun. Die ist easy wie bisher – aber viel seltener 🙂

  7. @Moderator Passt zwar so gut wie gar nicht zum Thema aber ich frag trotzdem 🙂 Für den Mokka, den Meriva und den Corsa ist bereits das neue Modelljahr 2014,5 online wann wird der Rest der Modellpalette umgestellt und wann gibt es für den Rest der Palette die neuen Preislisten???

  8. Aktuell habe ich eine Problem mit mein Zafira Sportstourer 2.0 CDTi , ich bin am Samstag schon zum zweiten mal mit dem selben Problem liegengeblieben, Motor überhitzt! Der Werkstatt wohin ich zum ersten mal geschleppt worden bin , wechselte den Abgastemperatursensor , obwohl ich darauf hingewiesen habe daß der Kühlmittelschlauch nur lau warm war, und auch kein Druck im System sich aufgebaut hatte. Nach der Reparatur lief der Wagen ca. 10 Tage problemlos, aber am Samstag wieder das selbe Fehlermeldung im Bordcomputer, was ich auch nicht verstehe warum der motorsteuergerät plötzlich irre einspritzzeiten errechnet, wo es vor einer Sekunde noch normal lief? Der Motor hat von eine Moment aufs andere praktisch null Leistung und klingelt klappert selbst im Leerlauf so als hätte man die Steuerleute um Min. Zwei zähne in die falsche Richtung versetzt . Bin gespannt ob diese Werkstatt den tatsächliche Fehler findet, der Zafira ist ja noch nicht mal ein Jahre alt und hat ca. 43.000 km auf dem Buckel , nach von der Wiege bis zum Bahre sieht es für mich nicht aus, einfache Steuerungen habe Nachteile was die regelgüte anbelangt sind aber betriebssicherer und vor allem leichter zu reparieren.

  9. hallo,
    ich habe gestern einen 9Monate alten Astra-J ST 2.0 CDTI mit 23.000km beim Händler gekauft und abgeholt. Der Wagen ist mir 80km später auf der Autobahn (linke Spur) ausgegangen und hat “Motor Überhitzt”-“Motor abstellen” angezeigt.
    Die Kühlmitteltemperatur sprang in dem Störungsmoment auf Mitte des roten Bereichs.
    Der Motor stotterte im Leerlauf als ob er nur auf 3 Zylindern laufen würde.
    Nach Zündungaus und wieder an ist der Motor ca. 5 sek normal gelaufen und hat etwa 90°C Temp. angezeigt.
    5-10sek später wieder Fehlermodus wie oben beschrieben.
    Der ADAC hat mich in die nächste Opel Werkstatt geschleppt wo man den Temperatursensor nach dem DPF wechseln möchte, da er Werte über 1000 ausgibt.

    Ich habe gleich parallelen zum Fall von “Csaba” gesehen und hätte mich für seine Problemlösung interessiert.
    Viele Grüsse deschraubaer

  10. Es ist immer alles für die Lebensdauer erprobt und ausgelegt nur leider sieht es in der Praxis anders aus. Sonst würden die Werkstätten Gemüse verkaufen.
    An meinem 1.4t hat die WaPu nur knapp 70.000km gehalten. Etwas mehr als ein Satz Zündkerzen. Das ist zu wenig.

  11. Hallo Csaba, hallo deschraubaer,

    ich hatte das gleiche Problem an meinem Zafira Tourer CDTI (1,5 Jahre alt, 22.000km): zwei Mal liegen geblieben wegen Motorüberhitzung, die gleichen Symptome wie bei Euch. Nach dem ersten Mal wurden der DPF und ein Temperatursensor ausgetauscht. Nach dem zweiten Mal trat der Fehler nach dem Abschleppen nicht mehr auf. Opel Händler und Opel Technikzentrum in Rüsselsheim finden den Fehler nicht und wollen mir den Wagen nun (nach 4 Wochen!) ohne eine Reparatur zurückgeben. Wer weiss, wann das wieder auftritt.
    Ist der Grund für die Pannen bei Euch entdeckt und behoben worden? Wäre dankbar für eine Rückmeldung, denn ich möchte echt nicht noch mal mit Frau und zwei Kindern an der Strasse stehen…

    Danke und Gruss, Dirk

    • Hallo

      habe , zwar den 1.4t aber kürzlich auch fast meinen Motor auf der Autobahn gehimmelt… ähnliche Symptome wie bei Euch, ich dachte zuerst der Thermostat sei defekt…die fehlende Heizungswirkung schob ich auf Dampfblasen….es stellte sich heraus daß der Keilriemen durchrutschte u die WaPu nicht mehr genug angetrieben wurde. Ursache war eine defekte Spannrolle des Riemens..aus dem Lager war eine größere Menge Fett ausgetreten und auf den Riemen gelangt..nach einer Reinigung mit Lappen und Scheibenfrostschutz konnte ich problemlos weiterfahren. Fairerweise muß ich sagen daß OPel diesesmal keine Schuld trifft da die Rolle kein Originalteil war.

      Ich kritisiere allerdings diese sinnlosen kastrierten Temperatranzeigen die erst Anzeigen wenn es fast zu spät ist …ebenso kommt die Meldung Motor zu heiß viel zu spät… das System kann keine 130° heiß werden bis zum roten Bereich, schon lange vorher hat das Kühlmittel das System über das Überdruckventil verlassen…der sensor müsste zudem unten im Block sein denn sobald etwas Kühlmittel fehlt oder Dampfblasen auftreten wird der Sensor im Kopf nicht mehr umspült und zeigt viel zu wenig an…Sensor meldet 90 Grad aber der Motor ist überhitzt – sinnlos.
      Das Fzg meldete niemals Motor überhitzt..nur ganz kurz mal die Vorstufe Klima aus wegen Motortemp zu hoch

      Vielleicht prüft ihr mal in Richtung Wapu / Riemen, einfach weil die Symptome fast gleich sind.

      • Tröstlich zu sehen, daß ich mit der Meinung nicht alleine bin. Auch mich stören diese “Lügenanzeigen” enorm. Hab’s selbst auch schon erlebt: Vorne läuft schon der Lüfter an und der Zeiger steht stoisch in der Mitte! Erlebnisse wie das von BOB blieben mir zum Glück bisher erspart.

        Ernst gemeinte Frage an die Ingenieure: Was ist der Grund dafür? Warum kann man nicht einfach die tatsächliche Temperatur anzeigen?

  12. Hallo
    zumindest beim 1.4 Turbo hat man die Nachkühlphase nicht im Griff…das Thema ist in allen Foren ein Dauerbrenner… das System erhitzt sich beim Abstellen unter ungünstigen Bedingungen bis auf über 115°C und “kotzt” dann Kühlmittel durch das Überdruckventil aus….das führt zu notorischem Wasserverlust den die Werkstätten kaum in den Griff bekommen…das Dexcool Kühlmittel trägt ebenfalls dazu bei, der Siedepunkt lässt zu wünschen übrig…mit anderem Kühlmittel und 1:1 Mischung lässt sich das Problem etwas entschärfen…warum Opel auch bei der neuesten Software nicht durch häufigeren Lüfternachlauf das Thema unterstützt bleibt ihr Geheimnis…
    der Lüfter läuft nur wenn man zuvor längere Zeit wie ein Rallyfahrer unterwegs war…. aber nicht bei moderater Fahrweise und trotzdem heißem Motor….das ist hoffentlich bei den neuen Motoren besser gelöst

  13. Hallo

    an der Wasserpumpe des 1.4 Turbo ist direkt unterhalb des Flügelrades ein Plastikteil / Abdeckung…wozu dient das ?

    Danke

  14. Hallo

    kann jemand sagen welche Parameter beim 1.4 Turbo im Astra in das Thermal Management einfließen ? Welche Paramete müssen erreicht werden damit ein Lüftenachlauf stattfinden ?

    Danke

  15. Ich habe keinen Turbo, den 1.8L Insi, von Freude am Wagen fehlt mir momentan einiges.
    Der ganze E-Kram ist doch sowas von anfällig, ist der selbe Kram wie schon beim Vectra 2001. Diese Sachen taugen nichts. Nur als Beispiel die Delphi Zündmodule, die sind doch alles andere als haltbar. Vectra hatte Probleme mein Insi auch damit. Neues rein ( sind ja 400€) 2 Monate später urplötzlich läuft ständig Lüfterrad von der Kühlung, Motor fährt brummig, Verbrauch ist alles andere als normal, Drehzahlen sind viel höher.
    Da kann man echt die Freude an so einem eigentlich sehr schönen Auto verlieren.
    Ich kauf doch kein Auto um es ständig in die Werkstatt zu schieben, da muß dringend was getan werden.

  16. Hallo zusammen,
    ich hatte das gleiche Problem an meinem Zafira Tourer CDTI , bin am Fr. 15.07.2016 liegen geblieben wegen Motorüberhitzung, die gleichen Symptome wie bei Euch. Der Opel Händler hat den Fehler noch nicht gefunden.
    Ist der Grund für die Pannen bei Euch entdeckt und behoben worden?
    Was kostet die Reparatur? Mein Zafira Tourer ist gerade erst mal 3 jahre alt.
    Hat Opel aus Kulanz die Kosten übernommen?
    Danke und Gruss, Frank

  17. Hallo Frank,

    bei mir ist die Sache damals folgendermaßen weitergegangen: Ich habe den Wagen nach 4 Wochen Technikzentrum und 2 Wochen Händler ohne Reparatur zurück bekommen. Wie ich es erwartet hatte, ist der Wagen ca. 4 Wochen später zum dritten Mal liegen geblieben (Autobahn linke Spur, plötzlich angeblich Überhitzung, Motor ging aus). Dieses Mal ist der Fehler dann zumindest beim Händler auch weiterhin aufgetreten. Es hieß dann zunächst, es handele sich um ein Software-Problem, für das ein Update geschrieben werden müsste, welches in der gesamten Flotte ausgerollt werden müsste. Dauer ca. 6 Wochen… Kurz darauf hieß es dann, das Programmieren werde 6 Monate (!) dauern. Daraufhin bin ich vom Kauf zurückgetreten. Ich habe den Neupreis abzüglich 0,5% pro gefahrene 1000km zurück bekommen. Ich habe mich dann nochmal getraut einen Zafira zu bestellen, allerdings mit einem anderen Motor (Benzin). Wir haben dann bis zur Lieferung des neuen Wagens einen Leihwagen für einen sehr günstigen Preis bekommen und Rüsselsheim hat sich auch noch an den Kosten für den neuen beteiligt. Insofern war die Abwicklung des Problems am Ende fair seitens Opel, der Fehler blieb aber dennoch irgendwie dubios.
    Gruß, Dirk

  18. Das klingt nach Ausrede oder wir wissen es nicht..das wäre dann ja ein Massenproblem und würde zu einem Rückruf führen… und die Autobahnen waren ja nicht voll von dampfenden Opel
    Auch die 6 Monate klingen nach Märchen für das einfache ändern von ein paar Thermal Mgmt Parametern..
    Könnte auch ein Riss irgendwo im Motor, Kopfdichtung, Turbolader oder AGR Ventil sein.. Abgase drücken ins Wasser, es bilden sich Luftblasen und die Zirkulation des Külmittels bricht zusammen… als Phänomen gibt es auch sich lösende Impeller der Wasserpumpen… tritt uU nur bei hohen Drehzahlen u Temperaturen auf, der Impeller rutscht dann auf der Welle durch

  19. Hallo Dirk,
    vielen Dank für deine Antwort. Mir wurde gestern durch den FOH mitgeteilt das kein Hardwarefehler zu finden war. Nach der Installation der neuesten SW sei der Fehler nun beseitigt und ich soll, da der Wagen bereits über 3 Jahre alt ist, 500€ bezahlen.
    Ohne Bezahlung erhalte ich meinen Wagen nicht zurück.
    Ich soll mich bezgl. einer Kulanzanfrage direkt an Opel wenden.
    Die Antwort ist natürlich nicht zufriedenstellend und wir haben Bedenken das bei der anstehenden Urlaubsfahrt erneut Probleme auftreten und wir mit unseren 2 kleinen Kindern auf der Autobahn stehen bleiben.
    Gibt es eine Beschwerdestelle bei OPEL, wenn ja , wie lautet die Emailadresse?

    Gruß, Frank

  20. Hallo Frank,

    ich habe das damals zunächst über die normale Kundenhotline in Rüsselsheim begonnen (Nummer habe ich nicht mehr, hatte ich aber von der Website). Dort konnte mir aber nur bedingt geholfen werden, so dass ich mich im Laufe der Zeit immer weiter “hochgearbeitet” habe – am Ende war ich in Kontakt mit dem Direktionsservice: Tel. 069-95307551, direktion.service@de.opel.com .

    Ich würde es wahrscheinlich erst mal bei der normalen Hotline versuchen. Wenn der Wagen trotz SW Update nochmal liegen bleiben sollte, würde ich mich an den Direktionsservice wenden. Und wenn die Mitarbeiter bei der Hotline nicht kooperativ genug sind, würde ich immer nach Vorgesetzten fragen. Wenn ich es geschafft hatte, diese zu bekommen, konnten die eigentlich immer helfen.

    Meine Meinung ist im Übrigen, dass Opel für eine Fehlerbehebung per SW Update ( welches ja wahrscheinlich vorher geschrieben wurde, um einen bekannten Softwaremangel zu beheben) kein Geld verlangen kann…

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Fahrt in den Urlaub.

  21. Diese Diskussionen sind für mich einfach nur noch erstaunlich.
    In der Zwischenzeit gibt es von SVHAFFLER Kunststoff Thermostat- Module. Oppel hat auf diesem Gebiet einiges “verschlafen” und setzt immer noch die “alten” Thermostat- Systeme ein.
    Die Diskussion mit den Thermostat- Ventilen ist noch erstaunlicher, da es inzwischen FGL- selbsttätige Thermostat- Ventile, ohne elektrischen Anschluss an das Motor- Managment.