avatar

Classic Entwickler-Tagebuch Video

Leichte Übung – Frank Leopold trifft G90

,


Opel G90 ConceptOpel G90 – das war 1999 unser ganzer Stolz auf der IAA. Der Name ist Programm: Durch die konsequente Leichtbauweise und den extrem niedrigen cw-Wert von 0,22 (Ziel: 0,25 minus x) gelang es, den CO2-Ausstoß auf nur 90 Gramm pro Kilometer zu drücken. Das entspricht 3,88 Litern Benzin pro 100 Kilometer.

Ein Dreiliterauto also auf Basis eines 1,0-Dreizylinder-Ottomotors, der im Vergleich zu einem entsprechenden Dieselaggregat viel kostengünstiger zu realisieren war. Nur 750 Kilogramm wog die extrem abgasarme Studie. Dabei verzichteten die Entwickler zugunsten von Aluminium und Magnesium (Dach, Getriebegehäuse, Lenkradskelett, Sitzunterbau) ganz bewusst auf exotische und sündhaft teure Materialien wie etwa Titan oder Kohlefaser.

Opel G90 ConceptViel Hirnschmalz steckt auch in der Formgebung des G90. Ein nicht auf den ersten Blick erkennbares Detailergebnis der akribischen Windkanalarbeit ist der glatte Unterboden mit vollständig integrierter Auspuffanlage. Die gen Heck im Sechs-Grad-Winkel ansteigende Bodenplatte erzeugt sogar einen leichten Diffusor-Effekt.

Wichtiger noch: Trotz der aerodynamisch günstigen, leicht abfallenden Dachlinie und der Abrisskante am Heck hielt das Interieur ordentlich Komfortraum für die Fondpassagiere und die für einen Kompaktwagen ansehnliche Ladekapazität von 350 bis 980 Liter bereit. Die dahinter stehenden Packaging-Ideen gelangten schließlich auch in die Serie, siehe Astra G und Zafira A.

Frank Leopold, unser Leiter der Innovationsgruppe in der Vorausentwicklung, fasste beim „Treffen der IAA-Legenden“ für uns zusammen, was den Opel G90 für ihn so besonders macht. Film ab.