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Entwickler-Tagebuch Test

Wintertest-Impressionen – Eis ohne Ende

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Opel-Prototypen beim Wintertest
Im Winter verwandelt sich das sonst etwas verschlafene Städtchen Arjeplog in eines der wichtigsten Prüfzentren der Automobilindustrie. Etwa 4.500 Mitarbeiter europäischer und asiatischer Fahrzeughersteller bzw. Zulieferer testen bei konstant eisigen Temperaturen in Nordschweden ihre Produkte – und lassen damit phasenweise die Bevölkerung um mehr als das Doppelte ansteigen.

Opel-Prototypen beim WintertestSeit 2003 bündeln wir unsere Polarkreis-Aktivitäten im Testzentrum Colmis. Das private Testgelände mit etwa 400 Hektar Fläche bietet ein sicheres Einbahnstraßennetz über Land und Handlingstrecken auf einem gefrorenen See. Die von uns genutzten Gebäude, Werkstätten und Strecken liegen nah beieinander. Dort machen unsere Ingenieure künftige Fahrzeugmodelle fit für Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius. Ein effizientes Sichtschutzsystem bewahrt die Prototypen vor Erlkönigjägern.

Hier auszugsweise einige Fachbereiche, die in diesem Winter mit über 100 Fahrzeugen in Arjeplog zugange sind: Das „Validation“-Team geht mit wiederholten Kaltstart-Tests im Zeitraffer der Frage nach, ob der Motor samt Peripherie eine zweijährige Intensivnutzung aushält. Gleichzeitig haben die für Schmierung und Belüftung zuständigen Kollegen ein waches Auge auf jede Unregelmäßigkeit. Außerdem muss verhindert werden, dass die Verbrennungsgase gefrieren (Blow-by Icing). Zu den Aufgaben der Diesel-Kalibrierungsgruppe gehört es, Selbstzünder und Komponenten unter allen Umständen bei Laune zu halten. Die Chassis-Truppe checkt das Fahrverhalten, die Sicherheit und den Komfort auf Eis, während die Karosserie-Gruppe nach frostbedingten Störgeräuschen fahndet.

Opel-Prototypen beim Wintertest Opel-Prototypen beim Wintertest

Opel-Prototypen beim Wintertest