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Entwickler-Tagebuch Technik

MTA reloaded – schalten und schalten lassen

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Automatik ist nicht gleich Automatik. Es gibt zahlreiche Technologien, darunter der Klassiker mit hydrodynamischem Drehmomentwandler, stufenlose Getriebe (CVT) und automatisierte Schaltgetriebe (MTA = Manual Transmission Automated). Bei Opel steht gerade die zweite MTA-Generation in den Startlöchern, wie Dr. Peter Ramminger, Chefingenieur MTA bei Opel, berichtet:

MTA5_1Die meisten Easytronic-Kunden sind sehr zufrieden mit ihrer Automatik: Im Vergleich zu einer herkömmlichen Wandlerautomatik ist das kompakte MTA konkurrenzlos günstig und glänzt mit einem hohen Wirkungsgrad. Dennoch hatte die bisherige Version Verbesserungspotenzial, um das wir uns gezielt gekümmert haben. Und so geht noch in diesem Jahr – in gleich zwei Modellen – die zweite MTA-Generation von Opel an den Start. Wie der Vorgänger verfügt sie über fünf Vorwärtsgänge und kann Motordrehmomente bis 190 Nm übertragen – damit sind die wesentlichen Gemeinsamkeiten aber auch schon erschöpft.

Insbesondere haben wir die Schaltzeiten verkürzt und die Kupplungsbetätigung verfeinert. Eine neu konzipierte Aktuator-Einheit kommt nun spürbar schneller in die Gänge – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Positionserfassung der Kupplung ist bei dem neuen Modell aufwändiger und damit präziser, was eine optimale Regelung beim Anfahren und beim Gangwechsel fördert.

MTA5_2Das neue Steuergerät für Getriebe und Motor verfügt über ein Mehrfaches an Rechenleistung als der Vorgänger. Dadurch können wir spezielle Algorithmen für die Drehmomentregelung einsetzen, die die Motorkraft vor und nach dem Schaltvorgang quasi sanft aus- und wieder einblendet. Die Folge ist ein wesentlich verbesserter Schaltkomfort, den uns die Pressevertreter bereits bei ersten Testfahrten in Prototypen anlässlich unseres Motoren- und Getriebeworkshops in Dudenhofen im vergangenen Jahr bestätigt haben. Eines der wesentlichen Entwicklungsziele für das neue automatisierte Schaltgetriebe haben wir also erreicht.