avatar

Backstage Design Video

50 Jahre Designstudio – Sesam öffne Dich

,


Samstagvormittag – ein letztes Mal öffneten sich die Türen zum Opel-Designstudio – nachdem hier in den 50 Jahren vor der Jubiläumsfeier kein „Normalsterblicher“ Zugang hatte. Erst wenn man sich dies vor Augen führt, wird einem bewusst, wie einmalig die Gelegenheit einer Entdeckungstour durch diese heiligen Hallen ist, zu der von Mittwoch bis Samstag Mitarbeiter und deren Familien eingeladen waren. Den krönenden Abschluss dieser Woche bildete der exklusive Besuch von fünf Opel-Bloglesern, die im Rahmen unseres kleinen Gewinnspiels die Möglichkeit hatten, live dabei zu sein und quasi als Familienmitglieder hinter die Kulissen des Opel-Designs blicken durften.

Treffpunkt war das Adam Opel Haus. Nach einer kurzen Laudatio vom Rüsselsheimer Bürgermeister Patrick Burghardt schlug Designer Friedhelm Engler in seiner Augmented Reality Präsentation die Brücke von den Anfängen des Rüsselsheimer Designstudios und den ersten Meilensteinen bis hin zum Opel Design 2.0, das die Formensprache zukünftiger Opel-Fahrzeuge vorgibt. In diesem Spannungsfeld wurde auch deutlich, dass unsere Design-Philosophie durch ihre Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit besticht. „Skulpturales Design trifft deutsche Präzision“ passt auf den GT aus dem Jahr 1964 genauso wie auf den Monza Concept, den wir letztes Jahr auf der IAA vorgestellt haben. Selbst im Jahr 2060 kann man sich vorstellen, dass unsere Autos dieser Philosophie folgen und dabei stets zeitgemäß sind.

Opel-Klassiker vor dem Opel-Design StudioDann hieß es „genug philosophiert“ schließlich kamen die glücklichen Gewinner didi, Beobachter7, GTC_Motorsport_Edition, xXx und Josh von nah und fern, um einen Blick hinter die Kulissen unseres Designstudios zu werfen. Nach einem kurzen Spaziergang an unseren Opel-Klassikern vorbei, führte uns die Rolltreppe im Styling-Studio – quasi der „Stairway to heaven“ – ins Vintage-Studio, das einen Überblick über die Entwicklungsprozesse aus den Anfängen des Designstudios gab. Dort gaben unsere Kreativen fachkundig Einblicke in die Arbeitsprozesse von damals, angefangen beim Zeichnen von Designskizzen bis hin zur Formentwicklung an einem GT Clay-Modell. Zudem warteten hier etliche historische Design-Legenden in bunter Farbenvielfalt darauf, bestaunt zu werden. Ausgestellt waren hier unter anderem die 1965er Studie des Experimental GT, die daraus entstandene Serienversion, eine Targa-Variante sowie der auf Benzinverbrauch und Aerodynamik optimierte, mit futuristischen Schiebetüren und belüfteten Sitzen ausgestattete GT2 aus dem Jahr 1975.

Am Opel Junior vorbei ging es dann zurück ins Erdgeschoss. Dort im Advanced Design wurde es dann digitaler. Bleistift, Pastellkreide und Marker sind hier großen Monitoren gewichen, die unsere Designer an ihren Tablets und Computern in action zeigten. Schnell wird hier klar, dass Sketching und 3D-Modelling das Designen heutzutage um ein Vielfaches vereinfacht und beschleunigt haben, Computer jedoch das Kreativsein nicht ersetzen können. Vor allem geht es darum, eine Vision zu entwickeln, welches Produkt in 10 bis 15 Jahren auf dem Markt erfolgreich sein kann, beispielsweise zu sehen anhand des Bereichs Advanced Color and Trim, der spätestens seit Einführung des ADAM Hochkonjunktur hat.

Opel Advanced Design Opel Advanced Design - Color & Trim Shop

Im Anschluss bekamen wir noch eine kleine Führung von Tom Woods, der uns mit seinem Know-how zum Thema Advanced Designer detailliert durch die Entwicklungshintergründe und Formensprache des RAK e und des Monza Concept führte Sitzprobe der Blogleser in Letzterem natürlich inklusive. Eins zeigen diese Zukunftsvisionen deutlich: Design spielt einen entscheidenden Faktor dabei, Autos leistungsfähig, komfortabel und dabei in Zukunft noch kompakter, leichter, effizienter und sauberer zu gestalten. 50 Jahre Opel-Design haben eindrucksvoll belegt, dass Opel eine große Leidenschaft für Automobildesign und -innovationen hegt.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht hat, die Menschen hinter den Nicknames in den Kommentaren kennenzulernen und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren. Wie sie selbst den Tag wahrgenommen haben, seht ihr hier:

Samstagnachmittag, 16 Uhr. Die Tore zum Designstudio haben sich wieder geschlossen. Nun bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann zu einer Wiederholung kommt. Wer bis dahin noch ein wenig in unsere 50-jährige Designstudio-Geschichte eintauchen möchte, dem sei unser eBook empfohlen. Für diejenigen unter euch, die lieber die „Vintage-Version“ bevorzugen: Bei uns im Social Media Büro liegen noch zehn Printversionen dieser Broschüre, die wir den ersten zehn Kommentatoren gerne zur Verfügung stellen möchten.