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Corsa Entwickler-Tagebuch Technik

Corsa E-Lenkung – Richtungweisend

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Wenn es um den neuen Corsa geht, glüht die Kommentarfunktion im Opel-Blog. Auch die Fachpresse hält sich mit Lob zu Fahrwerkabstimmung, Abrollkomfort und Lenkpräzision nicht zurück. Gründe genug, den Entwicklern auf den Zahn zu fühlen und hinter das Geheimnis der fünften Corsa-Generation und deren Technologien zu blicken. Sascha Staudinger, Entwicklungsingenieur Lenkung, trug maßgeblich zur herausragenden Fahrdynamik bei. Wir haben ihn im ITEZ Rüsselsheim zu seiner Rolle beim Corsa E befragt.

Herr Staudinger, welche Funktion haben Sie bei Opel?

Sascha Staudinger, Entwicklungsingenieur Lenkung, mit dem neuen CorsaIch arbeite als Entwicklungsingenieur im Bereich der Fahrwerksentwicklung. In unserem Team beschäftigen wir uns mit der finalen Abstimmung des Fahrwerks und seiner Komponenten. Das geht los bei der Elastokinematik, also Steifigkeiten bzw. Elastizitäten von Buchsen, Achsen und Lenkern und reicht von der Auswahl der idealen Federn und Stabilisatoren über die Abstimmung der Stoßdämpfer bis hin zur Entwicklung der Reifen gemäß unseren Anforderungen. Am Ende dieses Prozesses, aber auch in mehreren Iterationsschleifen dazwischen, ist es meine Aufgabe, das Lenkgefühl an den Charakter des Fahrzeugs anzupassen und zu optimieren.

Wie sieht dieser Prozess aus?

Der Entwicklungsprozess ist unterteilt in Vorentwicklung, Prototypenphase, Integration Car Phase und Vorproduktions-Phase. Die Vorentwicklung kümmert sich um die Konzeption des Fahrwerks und erarbeitet in der Prototypen-Phase, mit den dann erstmals verfügbaren „Mules“, eine erste Abstimmung der einzelnen Komponenten. „Mules“ deshalb, weil hier Karosserien des Vorgängermodells als Träger oder eben „Lastenesel“ von Komponenten der kommenden Modellgeneration verwendet werden.

Hierzu nebenbei: Als die Entwicklung des ADAM begann, wurde bei einem Corsa aus laufender Produktion die Karosserie hinter den Vordersitzen durchsägt, um 15 cm verkürzt und anschließend wieder zusammengeschweißt. Interner Spitzname: „Shorty“ J. So hatten wir, bevor auch nur ein einziges ADAM-Blechteil gepresst war, ein in Sachen Radstand identisches und in Sachen Fahrwerk sehr ähnliches Testobjekt zur Verfügung. Damit konnten wir wertvolle erste „Erfahrungen“ sammeln.

Im Anschluss an die Prototypenphase wandert das Projekt in einem fließenden Übergang von den Kollegen der Vorentwicklung zu uns. Dann stehen uns bereits Integration Cars zur Verfügung. Das sind aus Prototypenteilen gebaute Fahrzeuge in Endprodukt-Optik, deren Fahreigenschaften dem Serienfahrzeug schon sehr nahe kommen. Auf dieser Basis kann die finale Abstimmung beginnen. Von da an verbringen wir viel Zeit in den Fahrzeugen, auf Teststrecken und öffentlichen Straßen in ganz Europa, um so das gesamte Nutzungsspektrum des neuen Modells während der Entwicklung abzudecken.

Welchen Einfluss haben die Witterungsverhältnisse auf die Abstimmungsarbeit?

Neuer Opel CorsaEin Großteil der Abstimmungen läuft auf unseren Testgeländen in Deutschland, egal ob bei Sonne oder bei Regen. Grundsätzlich sind trockene, konstante Rahmenbedingungen ideal. So lassen sich Feinjustierungen am besten vornehmen und vergleichen. Bei Regen hingegen achten wir darauf, dass die Lenkung den Fahrer die geringere Bodenhaftung spüren lässt und ihn somit vom näher gerückten Grenzbereich unterrichtet.

Mit dem Wintereinbruch hierzulande im November weichen wir auf ein Testgelände im sonnigen Spanien aus. So können wir bei sehr geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit durchgehend weiterarbeiten. Bei den Wintertests in Schweden hingegen machen wir die Komponenten fit für Niedrigtemperatur- bzw. Niedrigreibwert-Bedingungen. Nach dem Tiefkühlen des Fahrzeugs über Nacht in einer Kältekammer prüfen wir, wie die Qualität der Lenkunterstützung bei -35°C aussieht. Es ist immer wieder faszinierend festzustellen, was diese niedrigen Temperaturen mit einem Auto anstellen.

Wie lange dauern die Abstimmungsarbeiten?

Man kann grob sagen, dass zwischen Verfügbarkeit der ersten Mules bis zum Verkaufsstart etwa drei Jahre liegen. Konkret haben wir für den Corsa E im Januar 2013 mit der Arbeit an den Integration Cars begonnen. Zirka ein halbes Jahr vor der Markteinführung – wenn auch das Werk zur Perfektionierung der Fertigungsprozesse mit der Vorproduktion beginnt – wird mit Hilfe dieser Fahrzeuge die zuvor in Prototypen und Integration Cars erarbeitete Abstimmung noch einmal final validiert.

Worauf achten Sie besonders bei der Lenkungsabstimmung?

Opel Corsa LenkungZunächst sammeln wir Rückmeldungen zu aktuellen Modellen, beispielsweise durch Kliniken, Presseberichte sowie Meinungen von Kunden und Kollegen. Auch der eigene Geschmack fließt natürlich mit ein. Unter Verwendung objektiver Kriterien wird daraus die „Opel DNA“ – die das Fahrzeug in Sachen Lenkgefühl als Opel erkennen lässt, gleichzeitig aber auch die Eigenständigkeit des jeweiligen Modells berücksichtigt. Die Abstimmung der Lenkung muss zur Fahrwerk- und Motorvariante und natürlich zu den Gewohnheiten und Ansprüchen der jeweiligen Klientel passen.

So möchte der Corsa-Kunde einen Alltagsbegleiter, einen, der alles können muss: Handlichkeit in der Stadt ist eine Kernanforderung. Wie im ADAM hilft hier der City-Modus zusätzlich. Darüber hinaus gilt der Corsa als vollwertiges Erst- und Familienauto. Deshalb muss die Lenkung beispielsweise während der Urlaubsreise langfristig komfortabel wirken. Sie darf also nicht zu schwergängig sein. Andererseits sind hohe Präzision und Souveränität bei zügigem Tempo auf der Autobahn gefragt. Deshalb verbietet sich eine allzu leichtgängige Abstimmung. Und nicht zu vergessen – egal ob Basis- oder Sportfahrwerk – die Fachpresse ist immer gern dynamisch unterwegs. Da wollen wir natürlich glänzen!

Es dreht sich bei der Abstimmung also sehr viel um die Lenkkräfte?

Ja genau. Die Lenkkräfte sowohl im On-Center- als auch im Mid-Corner-Bereich nimmt der Kunde wahr, sobald er ein neues Fahrzeug bewegt. Sie bilden daher das Grundgerüst einer Lenkungsabstimmung und werden in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit justiert. Dank der elektrischen Lenksysteme kommen wir dabei heutzutage in der Regel mit Parameterveränderungen aus – ohne Modifikationen der Mechanik, oder wie früher der Hydraulik. Allerdings sind wir nach wie vor auf das Potenzial der Reifen und die grundsätzliche Qualität des Fahrwerks angewiesen. Wir können keine Lenkkraft „herbeizaubern“, wo keine ist.

Elektrische Servolenkung

Was hat der Fahrer von einer sauberen Abstimmung des On-Center-Bereichs?

Im On-Center-Bereich, also dem bei Geradeausfahrt und beim Spurhalten auf der Autobahn relevanten Lenkwinkelbereich, muss das Fahrzeug fein ansprechen und auf kleine Lenkimpulse mit einer Richtungskorrektur reagieren. Wenn alles gut gemacht ist, verhalten sich der Lenkkraftaufbau und die Gierbewegung, also die Richtungsänderung des Fahrzeugs, möglichst linear zum zunehmenden Lenkwinkel. Das sichert eine ideale Vorhersehbarkeit bis in den Mid-Corner- oder auch Off-Center-Bereich, also bei Kurvenfahrt auf der Landstraße. Zwischen diesen beiden Bereichen ist ein harmonischer Übergang wichtig.

Welche weiteren Eigenschaften sind im Fokus?

Sascha Staudinger, Entwicklungsingenieur Lenkung, im neuen Opel CorsaSoftware-seitig kümmern wir uns neben den Lenkkräften verstärkt um die Kriterien Reibungs-, Trägheits- und Dämpfungsgefühl sowie um das Rückstellverhalten der Lenkung. Auch die Einstellung der Lenkdynamik ist elementar. Welche Lenkkraft passt zu welcher Lenkgeschwindigkeit? Wie fällt die Reaktion über Kopfsteinpflaster aus? In diesem Fall muss die Lenkung erkennen, ob es sich bei den sensierten Schwankungen des Handmoments um Richtungswünsche des Fahrers handelt oder ob das zu filternde Fremdimpulse sind.

Wir optimieren aber durchaus auch die mechanischen Komponenten und ihre Eigenschaften. So versuchen wir, die Reibung des Lenksystems in engen Grenzen zu halten und die Bauteile dauerhaft robust gegen Geräusche zu machen. Auch die Wahl der Buchsensteifigkeiten, mit denen beispielsweise das Lenkgetriebe am Fahrzeug verschraubt wird, hat einen großen Einfluss auf die Lenkeigenschaften.

Wo ist der neue Corsa spürbar besser geworden?

Sascha Staudinger, Entwicklungsingenieur Lenkung, mit dem neuen CorsaBei jedem neuen Projekt hilft uns natürlich, dass die technischen Möglichkeiten mit der Zeit immer weiter verfeinert werden. Höhere Rechenleistungen auf den Steuergeräten ermöglichen zusätzliche Software-Funktionen. Schon deshalb werden gerade die elektrischen Lenkungen immer besser. Beim Corsa E war das ein wesentlicher Faktor. So konnten wir beispielsweise das Hysterese-Gefühl besser auf die jeweilige Fahrsituation einstellen.

Mechanisch modifizierten wir unter anderem die Geometrie der Zwischenwelle, die das Lenkgetriebe mit der Lenksäule verbindet. Wir nutzen dabei deren Momenten- und Übersetzungsschwankungen bei Rotation zugunsten einer angenehm direkten Lenkansprache um die Mittellage. Bei zunehmendem Lenkwinkel dagegen hilft uns die Zwischenwellen-Oszillation, das Lenkverhalten zu linearisieren. So stellen wir sicher, dass das Auto bei höheren Geschwindigkeiten nicht zu „scharf“ wird. Vielmehr bleibt es auch bei einem schnellen Ausweichmanöver auf der Autobahn voll kontrollierbar. So haben wir nicht nur den Fahrspaß erhöht, sondern auch die Sicherheit.

Eine Frage noch: Lieber Fahrersitz oder Beifahrersitz?

Definitiv Fahrersitz als Herr über das Volant.

Neuer Opel Corsa Neuer Opel Corsa

Kommentare (55)

  1. Pingback: CORSA-FACELIFT (a la AdAM!)! Seite 151 : Nettes Detail: Die Fuge fand sich auch an einem Auto, welches ...

  2. Kann mich den Vorrednern nur anschließen, sehr informativer Bericht!

    Die Fortschritte im Lenkverhalten sind mir auch schon aufgefallen, vom Corsa D VFL zum AdAM eine gigantischer Schritt nach vorne!

    Wie der AdAM um die Ecken fegt, das ist echt ganz großes Kino… 🙂

  3. Sehr guter Bericht, allerdings muss ich mich doch sehr über solche Aussagen wundern -> “egal ob Basis- oder Sportfahrwerk – die Fachpresse ist immer gern dynamisch unterwegs. Da wollen wir natürlich glänzen!”
    Eben ist es NICHT(!) egal ob Basis-(Komfort) oder Sportfahrwerk!!! Diese sch… Fachpresse will es immer nur möglichst hart, anscheinend haben die keine Bandscheiben oder ähnliches! Die meisten normalen Menschen(die Käufer) wollen es eher komfortabel(zumal es Komfortfahrwerk heißt!). Wir werden sehen ob der neue Corsa meinen Anforderungen entspricht(Ich habe meine eigene “Teststrecke” auf der man es gleich erkennt(Katastrophaler Straßenbelag :-()

    • Das stimmt allerdings, das Diktat der Autogazetten, alles muß sportlich sein, nicht nur im Name.
      Dazu im 5. Elastizitäten bringen, statt runterschalten, so folgte auch Opel zu immer kürzeren Übersetzungen. Und/oder kaschierte Masse+Stirnflächen-Zunahmen mit um so längeren Gängen, der CO2-Papierwerte wegen.

      Naja, hier im Lenk-Kapitel will man’s nur noch selbst erfahren, was sich da getan hat !

      • Welcher normale Mensch fährt schon so Auto, wie die Pressefuzzis??? Vielleicht 18-jährige, die gerade von der Tanke kommen, weil sie sich dort eine AB oder ähnliches Kaminanfeuerungsmaterial besorgt haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wirds mit einem Opel mal brenzlig, dann kann er ordentlich was.
        Spannend finde ich auch den Aspekt der Rechenleistung von Steuergeräten. Was schon stimmt ist, dass E-Lenkungen (unabhängig vom Hersteller) in der Vergangenheit manchmal etwas teigig wirkten. Beispielsweise wirkte seinerzeit der direkte Vergleich vom Mini 1 (R50) und Mini 2 (R56) zwischen den jeweiligen Lenkungen, wie ein Rückschritt im R56, weil er um die Mittellage recht synthetisch und gefühllos wirkte. Ich habe den F56 (Mini 3) jetzt noch nicht gefahren, kann dazu also nichts sagen. Und auch den Adam bin ich noch nicht gefahren, weil der zur Zeit nicht in unser Anforderungsprofil passt. Aber ich sollte mich wohl mal in den neuen Corsa E setzen 😉 Ich bin sehr gespannt… 🙂

        • Stimme hier voll zu!!! Ich bin Jung(<25) und will trotzdem kein Sportfahrwerk oder Sportlenkung(Corsa ist kein Porsche)!!! Und auch beim brenzlig werden kann ich nur zustimmen, ein Opel ist sehr sicher. Sehr gute Bremsen, sehr gute Stabilität und allgemein sehr gute Autos(habe schon einige brenzlige Situationen hinter mir), nur weiter so. 🙂

      • Naja, also der Elastizitätswert im 5. Gang von 80-120 km/h ist für mich eigentlich der wichtigste Wert überhaupt!!! Lieber 0-100 weglassen und den Durchzug stärker bewerten! Und Opel folgte eben nicht zu immer kürzeren Getrieben, im Gegenteil die Übersetzungen sind zu lang(nicht bei Corsa & Adam mit 5 Gang-Getriebe, aber hier fehlt nur der 6. Gang, dann wäre die Übersetzung perfekt!; Bei den ecoflex-Modellen sind die Getriebe viel zu lang und dadurch sind die Motoren lahm(Opel Astra 1.7CDTi und noch extremer Insignia 2.0CDTI(120&140PS))!

        • Und wenn du dann ein 6-Gang hast, willst du dort die Elastizität gleichfalls im letzten geprüft haben ?!

          • Naja, über das kann man streiten.
            Eher nicht, denn der letzte ist für mich ein Autobahn-Gang bei dem vor allem die niedrige Drehzahl wichtig ist! Der Sprung von Gang 5 auf 6 sollte jedoch nicht zu groß sein.

    • Am Sonntag feierte der Corsa bei VOX auto mobil seine TV-Premiere in Deutschland und wir haben Lob für die Fahrwerksabstimmung und den Komfort bekommen: http://www.voxnow.de/auto-mobil/neuer-smart-fortwo.php?container...

      Das Interview mit unserem Entwicklungsleiter Werner Joeris im neuen Corsa ist in Teil 2 ab Minute 8:04 zu sehen. Auf das Design wird im 2. Teil ab Minute 16:10 und im 3. Teil ab Minute 6:28 eingegangen. Und am Ende bei 17:11 ist er auch nochmal zu sehen.

  4. Super Bericht – das klingt sehr vielversprechend – ich bin gespant!

    Schon der Adam Sport ist sich super gefahren – tolles Fahrwerk – da kann ich es kaum erwarten, den Corsa E Probe zu fahren.

    Zum Sportfahrwerk: mir ist es egal, wenn es etwas härter ist – ich mag das. Aber wie man weiter oben lesen kann, gibt es hier verschiedene Bedürfnisse. Da ist es gut, dass es auch ein Komfort-Fahrwerk gibt.

  5. Toller Bericht! Da sieht man es wieder, Design ist nicht alles, was unterm Kleid steckt ist viel wichtiger. Und noch was, lasst den Mann bloß nicht abwandern, der kann was! 😉

    “Bei Regen hingegen achten wir darauf, dass die Lenkung den Fahrer die geringere Bodenhaftung spüren lässt und ihn somit vom näher gerückten Grenzbereich unterrichtet.”
    Bei keinem anderen Hersteller ist m.E. in diesem Fall die Rückmeldung im Lenkrad so gut wie bei Opel. Selbst in meinem alten Meriva schon.

  6. Beim OPC-Training durfte ich bereits im Jahre 2008 feststellen, dass die linear-progressive Lenkung des Corsa D OPC im Vergleich zum damaligen Vectra C OPC und ganz besonders zum Astra H OPC subjektiv die beste Lenkung war. Die subjektiv schlechteste war die des Astra. Sie verhärtete bei abrupten Richtungswechseln schnell und ließ den Wagen dadurch in Grenzsituationen deutlich behäbiger wirken, als den Corsa.

  7. Frage wegen Schlüssel
    Wird der Corsa auch so einen schönen und stylischen Schlüssel bekommen wie der Adam? Hoffentlich.

      • Das Foto zeigt ja nur den Schlüssel von der Button-Seite. Der Adam-Schlüssel sieht 1:1 wie mein Astra J Schlüssel aus – nur eben mit schönerer Vorderseite. Bei den am Bild sieht man sie nicht. Die Hoffnung lebt 😉

        • Die “schöne” Schlüsselseite mit dem ADAM-Schriftzug ist auf der Buttonseite. Die andere Seite mit dem Opel-Emblem ist gleich.

          • Verdammt, du hast recht 🙂 das sind halt nur kleine Details, aber für mich extrem wichtige Details. Es geht doch nichts über einen schönen Autoschlüssel mit Opel-Zeichen darauf 🙂

          • Ich hätte lieber den Opel-Schriftzug auch im Schlüssel eingraviert, wäre ein cooles Detail 🙂

    • Ja das könnte gut passen. Wobei meine Frau gemeint hat, dass ich mir keinen Corsa kaufen darf … 2 Corsa sind einfach zu viel bzw. zu klein … aber mal sehen, wenn der Corsa E da ist und Preisliste/Details bekannt sind.

  8. Ich konnte neulich einen adam probefahren und war völlig perplex, wie gut das Fahrwerk war. Wenn der Corsa E nur näherungsweise ähnlich ausgelegt ist, wird das ein echter Kracher hinsichtlich Straßenlage und Fahrspaß (Komfort oder Sport – egal!), Welten vom Corsa D entfernt, den ich auch einmal besaß. Da spielt auch die Lenkung rein, die ich ähnlich angenehm (leichtgängig in der Stadt, steif auf Fernfahrt) fand. Aber da bin ich als Astra-H-Caravan Fahrer trotz der gelegentlichen Steifigkeiten bei abrupten Bewegungen eigentlich schon recht gut eingestimmt …

    • Tja, was so Feinheiten (+verkürzter Radstand) alles ausmachen.
      Mit dem 1.0T will ich das unbedingt auch mal testen !

  9. Noch einmal zum Thema: Fensterheber hinten

    Wir fahren den Corsa D 5-Türer als Zweitwagen. Unsere Kinder kommen wegen der Kindersitze mit dem integr. Seitenschutz nicht mit der Kurbel zurecht; gerade für sie wäre eine elektr. Betätigung sinnvoll, umso mehr, als sie sie aus dem Vectra kennen.
    Wir vermissen diese Ausstattung und hätten sie sofort dazu gekauft.
    Gerne leihen wir Euch in Rüsselsheim zu Testfahrten unsere energischen Kinder aus; nach kurzer Zeit würden die Ingenieure dieses Extra wohl befürworten ….
    Beim 3-Türer könnte man m.E. bei den Kurbeln bleiben.

    • Ich würde gerne mal sehen, wie du beim 3-Türer die Fenster hinten runter machst – egal ob mit oder ohne Kurbel 🙂 … denn beim 3-Türer kann man die Fenster hinten sowieso nicht öffnen – auch nicht beim Astra 3-Türer (GTC) 🙂
      Aber ansonsten verstehe ich es beim 5-Türer. Mein Astra J hat hinten leider keine elektr. Fensterheber – ich würde sie gerne öfters mal im Sommer vom Fahrersitz aus öffnen …

      • joh, heutzutage sind bei 3-T die Fenster zumeist fest verklebt, das trägt sogar zur Stabilität mit bei !
        Als ich zuletzt das Commorde A Coupé fahren durfte,

        www. flickr. com/photos/opelblog/14383916430/

        da war es aber tatsächlich möglich, die hintere Seitenscheiben gleichfalls runter zu kurbeln.

        • Mich hat das bei meinem GTC damals nie gestört – im Gegenteil, durch die nach hinten versetzte B-Säule (große Türen) zog der Fahrtwind ideal an mir vorbei – sehr angenehm. Beim 5-Türer hab ich den Wind leider immer im Gesicht bzw. Genick … außer man macht hinten die Fenster runter – aber das geht schwer, ohne elektrische Fensterheber 😉

        • Noch schöner fand ich es bein Rekord C Coupe: Der Rahmen zwischen vorderem und und hinterem Fenster wird mit ‘runtergekurbelt, damit von vorne bis hinten Durchzug ist! In der Fachsprache heißt diese Bauart “Vaux-Cabriolet” (=Falsches Cabriolet)

    • mit Kindern sehe ich einen ganz anderen Grund, der für elektrische Fensterheber spricht: die Kindersicherung

      An einer Kurbel können Kinder rumspielen und das Fenster evtl. öffnen.
      Elektrische Fensterheber kann ich von vorne abschalten 🙂

  10. @Philipp: Ich hätte eine beiläufige Frage. Sind die Opel Adam Sonnenbrillen eigentlich auch bei den Händlern erhältlich? Gibt es Kundenbewertungen zu den Adam Kopfhörern?

  11. Mein Corsa D Sport und für 50 Euro tiefer u. härter hat mich um ein Haar, nach Jahrzehnten Praxis, zu einem Fahrlehrer getrieben. Um geradeaus zu fahren heisst es volle Konzentration! Angeblich wurden im Corsa günstigere Lenkungen von ZF verbaut. Trotz Abraten durch ZF!

    • Versteh ich nicht, ich fahre ganz einfach geradeaus! O.K. der Geradeauslauf ist bei anderen Modellen besser, aber ich find’s in Ordnung.

    • Woher weißt du denn das es beim Corsa Haie gibt? Ich weiß zwar nicht ob die Story wahr ist aber angeblich hat sich die Tochter (5) eines Ingenieurs die Haie damals gewünscht als er Sie fragte wie Sie das Auto fände oder ob da noch was fehlt. (Normalerweise kennt keiner die Haie, ich bin Opellaner und frage jeden Kollegen danach. ;-))

      • Die Story, 5-jährige, kann nicht hinhauen.
        Den Hai gibt es seit dem Corsa-D/Handschuhfach. Und dessen Entwicklung liegt vor 2006 !..;o)

        Zum jetzigen “E”, spekuliert ich auf vorhandenes/offiz. Bildmaterial, wo ein Becherhalter zum Einsatz kommt, den man bereits aus dem AdAM kennt, bzw. dem Zubehör-Shop:

        www. opel-accessories.com /de-DE/ADAM/Komfort/Fahrgastraum/13365195

        PS: Normalerweise will auch keiner den neuen Agila, Astra-K, Volt-II kennen. Aber wenn man u.a. das internet fragt/quält…;o)

    • supergeil… Auch wenn ich’s geil finde wie der 1.4 Turbo mit 100PS vom Drehmoment und der Leistung verläuft im Gegensatz zum 1.0 Turbo mit 115PS… Was denkt sich Opel da bitte? xD

  12. Wie sieht es denn mit der Lenkungsabstimmung im Mega-Off-Center-Bereich aus?
    Der Wendekreis meines Corsa D GSi ist für die Autogröße peinlich groß. Speziell beim Einparken muß ich viel mehr kämpfen als mit meinem vorherigen Astra G.

  13. Ich fahre seit einigen Wochen einen Corsa E mit dieser tollen Lenkung. In der Mittellage, bei Geradeausfahrt, fühlt es sich an, wie ein Gelee-/Gummiblock. Rückmeldung über die Lenkkräfte gibt es NULL! Das war bereits bei meinem seeligen Astra G so. Aber der fuhr ruhig geradeaus, während der Corsa E durch diesen Gummiblock in der Mittellage regelrecht nervös werden kann, so dass man rumeiert, als wäre man betrunken unterwegs.

    Die beste Lenkung, die Opel je verbaut hat, war die vollmechanische Zahnstangenlenkung ohne jede Servounterstützung im Kadett E. Ich konnte mit verbundenen Augen sagen, ob die Strasse trocken, nass, überfroren, schneebedeckt oder sonstwas war. Davon ist der Corsa E leider Lichtjahre entfernt. Besonders bemerkenswert für mich: daran wird mehrere Jahre entwickelt??? Du lieber Himmel!

    Nun, dafür “lenkt” mich mein Tacho unangenehm ab, indem er exakt 100 Km/h anzeigt, ich aber nur mit 93 fahre…7% Abweichung. Auch hier war mein Astra G deutlich besser.

    Einen Pluspunkt muss ich dem Corsa E lassen. Bei gleicher Fahrweise/-profil ist der Verbrauch deutlich gesunken und es ist erheblich leiser im Innenraum.

    Opelfahrer in 3. Generation

    • Hhmm, merkwürdig !
      Welchen bist du genau gefahren (Motor/Reifen/…) ?

      Und Kadett-E,

      1.6 .D.. (ohne C, ohne T, ohne I , pure Vorkammer-Mechanik !)

      , hatte ich auch ohne Servo.
      Das war noch richtiges “arbeiten als Steuermann” – sehne ich mir aber nicht zwingend mehr zurück 😉

      • Welchen meinst du? Der Corsa ist ein 1.3 Diesel mit 75 PS und Ganzjahresreifen, der Astra war 2.0 Diesel mit 82 PS und Ganzjahresreifen, die Kadetten waren 1.3 Otto mit 60 PS und Sommerreifen, einmal Limousine, einmal Kombi. Bei beiden mußte der Wagen nur minimal rollen, dann konnte man sehr leicht lenken. Das geht natürlich nicht mehr. Heutzutage sieht man fast nur noch Leute, die im Stand lenken…weil es ja so leicht geht…wenn dann die Einzelteile der Lenkung (Spurstangenköpfe, Getriebe usw.) defekt sind, macht man ein langes Gesicht.
        Sicherlich muß man das Gewicht des Autos bedenken, Kadett 800-900 Kg, Astra 1300 Kg und der Corsa immerhin 1200 Kg. Die Servohilfe selbst ist vermutlich ok. Die Rückmeldung ins Lenkrad geht bei jeder Servolenkung flöten, mehr oder weniger, zumal hier ja die Unterstützung auch noch abhängig von der Geschwindigkeit geregelt wird. Und ja, ich weiß aus eigener Erfahrung, daß die Reifen einen erstaunlichen Einfluß auf die Lenkgenauigkeit haben können. Aber ganz subjektiv: die Lenkung gefällt mir nicht besonders. Selbst mein Händler fragte sich, wozu man da auch noch diesen City-Modus (-Knopf) eingebaut hat. Wer den wirklich braucht, der schafft es vermutlich nicht die Fahrertür allein zu schließen.