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ADAM Entwicklung

ADAM S Tarnung: Auffällig unauffällig

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Manchmal ist es zum Verrücktwerden. Bei Prototypen gilt Geheimhaltungsstufe Dunkelrot. Nicht nur das Aussehen zukünftiger Opel-Modelle soll möglichst lang geheim gehalten werden, am liebsten soll erst gar keiner von deren Existenz erfahren. Ob Journalisten, Erlkönigjäger oder Wettbewerber – alle verfolgen mit Argusaugen, was in Rüsselsheim die Werkstore verlässt und in Richtung Dudenhofen und Pferdsfeld unterwegs ist.

Opel Corsa E TarnungUnserem Tarnungsexperten Andreas Kubis sind Paparazzi ein Dorn im Auge. So entwickelte er nach seinem Start bei Opel die Tarnfolie Cube, die mit gezielt eingesetzten 3D-Effekten und weiteren Täuschungsstrategien möglichst viele Opel-typische Formcharakteristiken kaschiert. Das frustrierende Foto-Ergebnis durften Erlkönigjäger das erste Mal beim Opel Corsa der fünften Generation bewundern. „Von wegen nur ein bisschen kleben. Das ist Entwicklung und Forschung pur“, freut sich Kubis über sein Ergebnis.

Noch mehr freut ihn allerdings, wenn er im Netz überhaupt kein „Spy-Foto“ von seinen Prototypen findet. Tarnfolien erregen Aufmerksamkeit. Manchmal darf’s dann auch auffällig unauffällig zugehen, wie das Fallbeispiel ADAM S zeigt: „Der ADAM S mit seinen extremen Felgen und dem extremen Spoiler war eine kleine Herausforderung. Wir wollten den ersten Prototypen nicht auffälliger machen als er sowieso schon war. Darum kamen Rainer Bachen und ich auf die Idee, das Fahrzeug nicht zu tarnen, sondern es als Trainingsfahrzeug zu bekleben und die Leute so zu täuschen“, so Kubis.

Opel ADAM S Tarnung Opel ADAM S Tarnung

Ganz nach dem Motto „diese Fahrtrainer – kleben sich jetzt schon Spoiler auf den ADAM“ wurden von den ersten Prototypen unseres kleinen Sportstars keine Erlkönigfotos abgelichtet. In Genf fiel die Überraschung somit umso größer aus, als wir unsere Mini-Rakete aus dem Hut zauberten.

Das Konzept der getarnten Tarnung wurde übrigens schon einmal mit Erfolg angewendet, erinnert sich Kubis: „Der erste Opel Combo auf Corsa-Basis hatte damals auch eine sehr auffällige Fahrzeugform für seine Zeit. So entschied sich mein damaliger Vorgänger, den Prototypen als Blumenlieferwagen zu bekleben. Es gab kein einziges Spy-Foto.“

Kommentare (37)

  1. Naja. Einen AdAM S zu tarnen, wo es doch maßgeblich “nur” um das darunter (den Motor) geht, die Bremsanlage an den Felgen durchscheint 😉
    Und das “Grundmodell” ja an sich schon etabliert ist.

    Von daher nur konsequent, dass sich die Branche nach Karl und Astra-K ausrichtet. Gänzlich neue Formen und Fahrzeuge, deren Tarnung nur sehr begrenzt verheimlichen kann was ansteht.
    Aber gewiss ist es denn auch ein Marketing-Instrument, hier das entblättern peu a peu vor der Presse zu zelebrieren…;o)

  2. Tatsächlich ist ein umde…äh, umparken von der allzu auffälligen Tarn-Strategie so verkehrt aber nicht.
    Fotorealistische Folien bringt manch anderer an, wo selbst komplexe Scheinwerfergehäuse aufgezeigt werden und letztlich in die Irre führen.

  3. Ab wann kann man das gute Stück eigentlich bestellen? Beim Neuwagenverkauf für Mitarbeitet in Motorcity wusste man von dieser Variante noch gar nichts und wollte mir den Rocks anbieten, aber bis zum Rocks S dauert es ja sicher noch ;-).

  4. Und wie verpackt man dann den Insignia B so, dass er nicht als Prototyp erkannt wird? Wäre es eigentlich lauter, wenn man gewisse Komponenten unter das Blechkleid der Konkurrenz steckte? Sozusagen einen Passat mit Insignia B Technik? Oder wären die Anpassungen zu umfangreich und damit zu teuer?

  5. Gefällt mir richtig gut der “S”!!!

    TOP:
    – absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis (volle Hütte = ca. 24 TEUR!)
    – die neue Farbe “Shiny Grey” (ist es die von der Messevorstellung?)
    – die Alu-Exterieurelemente (unterstreichen die Sportlichkeit, sind aber schon von der limitierten Black- / White-Edition bekannt, oder?)
    – die Recaros sehen super aus und sind preislich völlig i.O.
    – 150 PS versprechen in dem kleinen Knallbonbon Fahrspaß pur! 🙂

    Ausbaufähig:
    – nur 2 Felgen zur Auswahl (ist eines “selbsternannten Personalisierungschampions” nicht würdig, die 18er gefallen dafür aber sehr gut, insofern nicht so tragisch)
    – Lenkrad und Schaltknauf augenscheinlich identisch mit SLAM & co (gerade bei diesen Details hätte ich von einem “S” mehr erwartet – kleineres, dafür “dickeres” Sportlenkrad, verkürzter Schaltknauf!! Die Bremsanlage hingegen ist ein sehr schönes sportliches Detail!)

  6. Ich bin auch positiv ob des Preises überrascht. Mein Rocks mit 1.0 Turbo kostet mehr als ein vergleichbar ausgestatteter Adam S, das hätte ich nicht erwartet…
    Was ich jedoch vermisse, ist dieser besondere Rot-Ton, welcher speziell für den Adam S kommen sollte, leider fällt mir der Name nicht mehr ein 🙁
    Kommt da noch was?

    Gruß
    Der Brecher

    • @Der Brecher: In Genf stellten wir den ADAM S mit der Farbe “Red ‘n’ Roll” aus. Red’n’Roll ist in Deutschland bekannt unter dem Namen Fire Red, welche auch im Konfigurator abrufbar ist. ralle hat Recht: Die Dachvariante in Fire Red ist dem ADAM S exklusiv vorbehalten.

  7. @Der Brecher Die Farbe die du sicherlich meinst heißt Red n Roll und ist im Adam S Konfigurator noch nicht dabei. Dafür gibt es für den S exklusiv die Dachvariante in Fire Red. 🙂

  8. Es sei hier generell mal gesagt das man bei Opel im Marketing scheinbar eine große Abneigung gegen Weinrot hat. Der Astra J wurde damals auf der IAA in dem ominösen Magic red vorgestellt eine geile Farbe die es nie gab, genauso wurde der aktuelle Astra OPC ebenfalls in einem Weinrot vorgestellt ich weiß allerdings nicht ob dies ebenfalls Magic red war. Dem Samtrot gibt man im Insignia nicht mal 1 Jahr und streicht es mit der Begründung es hätte kaum einer gekauft ja wie auch in so kurzer Zeit, jüngstes Opfer ist das Kaminrot im Zafira Tourer auch hier nur kurze Zeit bestellbar und im Deutschen Konfigurator nicht mal mit OPC Line im Österreicher allerdings schon warum eigentlich??? Wenigstens ist das Samtrot noch im Cascada und Adam bestellbar. 😉

  9. Genau, die neuen Farben generieren sich aus der Corsa/Meriva-Palette. Magma Rot, Platin Anthrazit und Nacht Blau sind der Ersatz. Nur das Espressobraun hat es irgendwie nach Spanien geschafft.

  10. Hab gerade erst gesehen das Indigoblau beim Cascada entfallen ist also wieder eine schöne Farbe weg vom Fenster im übrigen hätte ich das Indigoblau auch gern am Insignia bzw. wenigstens an dessen OPC Variante gesehen. Indigoblau würde sicher auch dem Mokka gut stehen. Aber egal kaufen wir halt brav wieder Opa Farben. 😉

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