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Gastbeitrag Motorsport OPC

OPC Training: Im Fahrdynamik-Rausch

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Mit dem erfolgreichen Auftakt auf dem Opel-Testgelände in Rodgau-Dudenhofen startete das OPC Performance Training vergangenes Wochenende in die neue Saison. Dank Opel-Blog-Gewinnspiel mit von der Partie: Corsa-Fahrer Carsten Jensch, der für euch seine Eindrücke vom Training festgehalten hat:

OPC Performance TrainingSamstagmorgen, 100 Kilometer nördlich von Rodgau-Dudenhofen: Der Wecker rasselt, doch in meinem Kopf kommt nur das Brummen eines OPC-Motors an. Wach bin ich schon länger. Vor wenigen Tagen schlug in meinem Posteingang die E-Mail auf mit dem Betreff „OPC Performance Training: Du bist dabei!“. Seitdem stieg die Vorfreude von Tag zu Tag. Dudenhofen. OPC. Jockel Winkelhock. Wow – bislang kannte ich das streng bewachte Testgelände schließlich nur aus Presseberichten, Google Maps und vom Hörensagen. Entgegen der Wettervorhersage scheint die Sonne. In OPC-Geschwindigkeit bin ich angezogen und auf dem Weg zum Opel-Testzentrum – in meinem Corsa OPC Nürburgring Edition.

OPC Performance TrainingJe näher ich dem Ziel komme, desto aufgeregter werde ich. Kurz vorm Ziel noch ein Selfie vor der Hinweistafel, die zum Opel Testgelände weist. Meinen Opel-Freunden die lange Nase machen, schadet ja nichts. Am Besucherparkplatz des Testgeländes angekommen – natürlich viel zu früh – lerne ich die übrigen Teilnehmer des Trainings sowie Philipp Quanz vom Opel Social Media Team kennen.

Plötzlich Motorensound aus der Ferne. In Hollywood-Manier biegen zwei Insignia OPC rasant um die Ecke und steuern auf uns zu. Wer wird uns abholen? Was erwartet uns hinter dem Sicherheitszaun? Und vor allem: Welchen Live-Eindruck wird der neue Corsa OPC bei mir hinterlassen?

OPC Performance Training Die Insignia OPC halten an, und Jockel Winkelhock begrüßt uns höchstpersönlich. Jetzt heißt es: Einsteigen. Hinsetzen. Spaß haben! Wir nehmen im Insignia OPC Platz und werden zum Trainingsgelände geshuttelt. Eine letzte Linkskurve noch und mit Vollgas über das mehrere Fußballfelder große, mit Hütchen abgesteckte Testfeld.

OPC Performance TrainingJungfräulich im Morgentau warten am anderen Ende bereits die Objekte der Begierde in Reih und Glied darauf, von uns erfahren zu werden. Die OPC-Badges der Corsa, Astra und Insignia blitzen im Sonnenschein. Ehrfurchtsvoll nähere ich mich dem Teilnehmerzelt. Davor aufgestellt ein neuer, opalblauer Corsa E OPC, ein ADAM ROCKS sowie das absolute Highlight: Die Opel Astra OPC in Cup-Version. Die eingeschalteten Tagfahrlichter scheinen mich direkt anzuvisieren. Ich bin gespannt, was mich in diesem Geschoss erwartet.

OPC Performance Training OPC Performance Training

Während des gemeinsamen Frühstücks werden uns die Instruktoren unter Leitung von Jockel Winkelhock, das Testzentrum Dudenhofen, die Vorzüge der OPC-Modelle sowie die Agenda vorgestellt. Anschließend werden die 20 Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt und von den beiden Instruktoren Tom Schwister und Sascha Bert zum Frühstückverdauen geschickt, heißt: Slalomparcours! Wir besetzen die Autos in Zweierteams. Im Astra OPC nimmt Philipp neben mir am Beifahrersitz Platz. Die Trainer geben uns eine kurze Einweisung in Richtiges Sitzen. Nach einer ersten Streckenabfahrt kann es endlich losgehen.

OPC Performance TrainingMit einem Tritt aufs Gaspedal fliegt der Astra aufs erste Hütchen zu. Links, rechts, links, rechts – die Seitenkräfte erhöhen sich, die Lastwechsel machen sich bemerkbar. Was ein Spaß! Unglaublich, was der Astra OPC an Fahrdynamik und Fahrfreude auf die Straße bringt. Im stetigen Fahrer- und Fahrzeugwechsel testen wir uns durch den ganzen Fuhrpark durch, spüren die unterschiedlichen Fahrzeugabstimmungen der Fahrzeuge, mal mit Winter-, mal mit Sommerreifen.

OPC Performance Training Die nächste Station: Bremsen und Ausweichen sowie µ-Split mit Auslenken. Die Pylonen-Gasse gibt Spur und Hindernis vor. Mein erster Versuch wird per Funk quittiert mit „Da hilft die stärkste OPC Performance-Bremse nicht, wenn der Fahrer sie nicht benutzt.“ In der zweiten Runde klappt‘s dann auch gleich besser. Von Anlauf zu Anlauf verbessern wir unsere fahrerischen Fähigkeiten und bekommen ein immer besseres Gespür dafür, die OPC-Modelle am Limit zu bewegen.

Spätestens jetzt ist auch der letzte Reifen heiß auf mehr. Zeit für die nächste Übung. Das Hochgeschwindigkeits-Oval. 4,8 Kilometer lang, Neigung von bis zu 40 Grad. Im gefühlt schnellsten Autokorso der Welt schnellt die Tachonadel dank OPC-Schub rasant auf über 200 km/h zu – die Seitenkräfte von Sekunde zu Sekunde weniger spürbar. Adrenalin pur!

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Mit aufgefülltem Energietank geht es nach dem Mittagessen weiter auf den kurvigen Handlingkurs des Opel-Testzentrums. In 16 verschiedenen, anspruchsvollen Kurvenradien lernen wir, den Astra OPC zügig und sicher auf der Ideallinie zu bewegen. Besonders cool: Wir werden dabei aufgezeichnet. So misst eine Blackbox im Auto relevante Daten wie Geschwindigkeit, G-Kräfte etc. und kombiniert diese mit Videoaufnahmen des Fahrers auf der Strecke. Kleiner Haken an der Sache: „Wer Kies aufwirbelt, darf selbst kehren.“ Der Besen steht in der Boxengasse bereit. Ungeachtet dessen werden mit jeder Überquerung der Startlinie die Rundenzeiten besser, die Bremspunkte, das Einlenken und Gasgeben präziser, bis wir punktgenau von Runde zu Runde unsere eigenen Bestzeiten übertreffen.

OPC Performance TrainingZurück beim Teilnehmerzelt hören wir bereits den aufbrausenden Motor des Astra OPC VLN Cup, dessen Reifen gerade von Jockel warmgefahren werden. Zeit für einen Wettbewerb: Jeder Teilnehmer fährt in einem mit Hütchen abgesteckten Testparcours vier Runden im Astra mit Cup-Spezifikation. Die mittleren beiden Runden werden auf Zeit gestoppt, je kleiner die Differenz, desto besser. Bei Gleichstand zählt die schnellere Zeit. Jeder – wirklich jeder – der nach seiner Runde aussteigt, grinst vom einen bis zum anderen Ohr.

OPC Performance TrainingEndlich bin ich an der Reihe. Wem der Astra OPC schon wie eine Rakete vorkommt, der hat keine Vorstellung, wie die VLN-Version am Gas hängt, wenn man das Gaspedal nur zärtlich streichelt. Verdammt: Fast and the Furious in Dudenhofen! Ich in der Hauptrolle. Gleichmäßig fahren – keine leichte Aufgabe bei diesem Gefährt, macht es doch unheimlich Spaß, den Fuß aufs Gaspedal zu hauen. Meine zweite gemessene Runde ist demnach 2 Sekunden schneller als die erste, die Differenz im Vergleich zur Konkurrenz zu groß.

OPC Performance Training OPC Performance Training OPC Performance Training

Der Sieg geht an den 18-jährigen Nils, der gemeinsam mit seinem Vater am OPC Performance Training teilnimmt. Nach einem Jahr begleiteten Fahren ist er seit fünf Tagen im Besitz eines Führerscheins. 9 Hundertstel Differenz. Alle Achtung! Den Kontakt der Fahrschule muss ich mir für meinen Nachwuchs geben lassen.

OPC Performance TrainingDie anschließende Siegerehrung und Zertifikatvergabe erfolgt bei Kaffee und Kuchen. Dann ist auch schon Schluss mit lustig. Die Zeit scheint in OPC-Geschwindigkeit vorbeigezogen zu sein. Wir werden zurück zum Haupttor gefahren, holen noch schnell ein paar Autogramme von Jockel Winkelhock ein und dann verabschiede ich mich auch schon vom Team und meinen Mitstreitern.

Für mich war es ein sehr schöner, ereignisreicher Tag, der nie hätte enden können. Das Team um Jockel Winkelhock, Sascha Bert und Tom Schwister hat uns mit all seiner Erfahrung großartig betreut und uns viel technisches und fahrerisches Know-how vermittelt. Ich kann jedem als eingefleischter Opel-Fan eine Teilnahme am OPC Performance Training empfehlen. Bei keiner Veranstaltung kann man die OPC-Modelpalette mehr auf Herz und Niere testen und seine fahrerischen Fertigkeiten festigen als dort!

Opel OPC Performance TrainingEine kleine Anmerkung noch zum neuen Corsa OPC. Da selbst die Presse noch nicht zum Zuge kam, durften wir den opalblauen Flitzer noch nicht selbst fahren. Die Presseveranstaltung findet Ende April statt… heißt: Zum nächsten OPC Performance Training am 9. Mai werden die Teilnehmer wohl auch den Corsa E OPC durch die Pylonengasse jagen dürfen. Vielleicht sollte ich mich also noch einmal anmelden. 🙂

Verbrauchs- und Emissionswerte: Opel Corsa OPC mit 152 kW/207 PS kombiniert 7,5 l/100 km; CO2-Emission kombiniert 174 g/km; Effizienzklasse F (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Astra OPC 2.0 Turbo (206 kW/280 PS) kombiniert: 7,8 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 184 g/km; Effizienzklasse G (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Insignia OPC 2.8 V6 Turbo Limousine (239 kW/325 PS) mit 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert: 10,6 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 249 g/km; Effizienzklasse G (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Verbrauchs- und Emissionswerte: Dieselverbrauch Opel Corsa 1.3 CDTI ecoFLEX mit 70 kW/95 PS, Easytronic, Bremsenergie-Rückgewinnung und rollwiderstandsoptimierten Reifen kombiniert 3,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 82 g/km; Effizienzklasse A+ (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.

Kommentare (14)

  1. Echt interessant zu lesen! Daumen hoch dafür!

    Nur, irgendwie schade, dass es da wohl anscheinend so eine vorgeschriebene/festgelegt Reihenfolge gibt, dass erst die Presse einen neuen Wagen gefahren haben muss.
    Kauft die Presse mehr als ein Kunde?
    Wäre in dem Fall vielleicht schön gewesen, insbesondere da es sich um einen OPC NRE Fahrer gehandelt hat, wenn man hier im Kopf “umgeparkt” hätte und eine Probefahrt erlaubt hätte.
    Hätte wohl keine bessere “Presse” geben können als ein Vergleich/Infos von jemanden, der täglich einen Corsa D OPC NRE fährt und daher was zum direkten Vergleich hätte sagen können.
    Hätte ich für´s erste realistischer und authentischer gefunden als die Stellungnahmen von irgendwelchen Autobloggern oder Schreiberlingen.

    Wenn diese Reihenfolge wirklich der Grund war, wäre es mal interessant zu erfahren, warum das so ist, sein soll und was es für einen Unterschied machen würde, wenn man es diesmal anders gehandhabt hätte.

  2. Jockel ist ein sehr interssanter und unglaublich netter Mann ☺ Ich hatte mit ihm bereits das Vergnügen

  3. Da hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen, oder ist der OPC Astra neuerdings als Automatik zu haben?

    Astra OPC 2.0 Turbo (206 kW/280 PS) mit 6-Stufen-Automatik kombiniert: 7,8 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 184 g/km; Effizienzklasse G (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007).

    • Danke für den Hinweis. Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Den Astra OPC gibt’s nur mit manuellem Schaltgetriebe und beim OPC-Training werden alle Modelle ohne Automatikgetriebe gefahren. Ist nun ausgebessert.

  4. Super geschrieben! 🙂 Allein beim Lesen kommt das Grinsen zurück, dass man nach der Cup Astra Fahrt tagelang noch im Gesicht hatte.

  5. Ich beneide die Blogger die an den Opel Events teilnehmen. Aber solch einen Bericht dann zu verfassen – ihr könntet als Journalisten anfangen. Hat mir sehr viel Spaß bereitet den Bericht zu lesen.
    Aber mal einen Frage an die Opelaner. Man ließt sehr viel von Herr Bert, Strycek und Winkelhock. Aber es gab doch in der Gruppe auch denn Herr Reuter – wo ist denn dieser abgeblieben (oder hab ich etwas verpasst o.O)?

    • meines wissens ist herr reuter nicht mehr für opel aktiv und im volkswagen konzern tätig!

      • Ups, stimmt – wenn man so herum mit den Vorgaben danach sucht, findet man auch entsprechendes !

  6. Wird es eine ähnliche Veranstaltungsserie auch für ADAM-S-Fahrer geben? In die fahrerischen Geheimnisse hinter dem “Schleuderknopf” könnte ruhig auch Jockel Winkelhock einführen. 🙂