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Astra Entwicklung Test

Eis und heiß – Astra in der Klimakammer

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Opel Astra Sports Tourer in der Klimakammer60 Grad Celsius, die Zunge klebt am Gaumen, Schweiß fließt in Strömen. In unserem Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) herrschen Bedingungen wie in der Sahara. Und das im winterlichen Rüsselsheim. Mittendrin trotzt der neue Astra Sports Tourer* den widrigen Bedingungen, während ringsum das ohrenbetäubende Lärmen der Lüftungen den 60 Quadratmeter großen Klimakammer-Raum erfüllt.

Verbrauchs- und Emissionswerte: Opel Astra Sports Tourer mit Benzinmotor: kombiniert 6,2 – 4,2 l/100 km, CO2-Emissionen 142 – 97 g/km; mit Dieselmotor: 4,6 – 3,5 l/100 km, CO2-Emissionen 122 – 92 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007).

Einen Tag später, gleicher Ort, gleiche Zeit – der Proband ist von einer dünnen Eisschicht überzogen. Bei minus 40 Grad hält es ohne dicke Winterkleidung kein Mensch aus. „Wir wollen nachvollziehen, wie sich die im Sports Tourer verbauten Materialien unter extremen Bedingungen verhalten.“, erklärt Otto Hemmelmann. Der Chefingenieur zeichnet mit seinem Team, das Experten verschiedener Fachbereiche vereint, für diese Eis-und-heiß-Tortur verantwortlich.

Opel Astra Sports Tourer in der Klimakammer Opel Astra Sports Tourer in der Klimakammer

Der Temperaturwechseltest gehört wie das Akustiklabor oder die EMV-Prüfung zum Pflichtprogramm in der Fahrzeugentwicklung. „Schließlich sind unsere Kunden weltweit in den verschiedensten Klimazonen mit dem Astra unterwegs“, sagt Hemmelmann. „Dichtungen, Verklebungen, Kunststoffteile, Gummi – all das muss richtig arbeiten.“ Auch direkte Sonneneinstrahlung lässt sich in der Klimakammer simulieren. „Steht der Sports Tourer im Sommer auf einem Parkplatz, können Oberflächen im Innenraum schon mal bis zu 90 Grad heiß werden“, weiß der Kollege. Darüber hinaus „probieren wir, was die Klimaanlage leisten muss, bis wieder erträgliche Temperaturen herrschen.“

Opel Astra Sports Tourer in der KlimakammerGleichzeitig wippt der Kombi-K auf und ab wie auf einer vom Wüstenwind wellig geformten Sanddüne. Dank der so genannten Vier-Stempel-Anlage unter den Rädern des Probanden können die Prüfer feststellen, ob der Komfort im Auto jederzeit gewährleistet ist und die Passagiere trotz der hohen Beanspruchung von störenden Geräuschen verschont bleiben.

Opel Astra Sports Tourer in der KlimakammerBei den gründlichen Checks nach jeder Prüfphase „sind die Spaltmaße ganz wichtig, es darf natürlich keine Komponente abstehen.“ Auch im Innenraum kontrollieren die jeweils zuständigen Experten noch einmal sämtliche Funktionen. Lässt sich beispielsweise das Handschuhfach problemlos aufklappen? Ist die FlexFold-Rücksitzlehne einwandfrei gängig? Reagiert die sensorgesteuerte Heckklappe unter allen Umständen auf den Fußkick-Befehl? Erst wenn alle Komponenten, Auf- und Anbauten für gut befunden wurden, entlässt Otto Hemmelmann den Kandidaten aus dem Wechselbad der Temperaturen.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.

Kommentare (65)

  1. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.

    Wie lange dauert denn eine einzelne Wärme- und Kältephase und werden diese mehrmals wiederholt? Schließlich unterliegt das Material in der Realität ja auch öfters Temperaturschwankungen.

      • Eine Frage zu der Klimakammer. Wird denn innerhalb der zweiwöchigen Testphase wirklich ein “Autoleben” simuliert? Ich zweifel nicht daran, dass entsprechende Referenzmodelle intern vorliegen. Aber ein Weichmacher braucht nunmal seine Zeit bis dieser “raus” ist bei Kunststoffen oder geschieht dies trotz solch einer Zeitraffung gleich?

      • Erfolgt dieser Test den “nur” in der Entwicklungsphase? Oder werden auch während der laufenden Produktion mit Serienfahrzeugen stichprobenartig Tests vorgenommen?

        • @DeW/Basti: Der oben beschriebene Test fokussiert sich auf die Beurteilung aus Kundensicht. Somit wird der Test mit einem der ersten verkaufsfähigen Fahrzeugen durchgeführt. Bei diesem sogenannten „accelerated Test mit hohen Lastspitzen“ testen wir unter extremen Temperaturänderungen und können in kurzer Zeit eine Beurteilung durchführen. Die Test-Dauer basiert auf unserer langjährigen Testerfahrung. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Versuche in der Entwicklungsphase, speziell wenn wir es mit neuen Materialien in der Entwicklung zu tun haben.

    • Auch ich bedanke mich für diesen tollen Beitrag und schön endlich mal wieder einen Einblick in die komplexe Entwicklung eines Fahrzeugs zu erhalten. Danke (!)

    • Wie wichtig das ist, konnte man damals beim Simca 1000 sehen: dessen Armaturenbrett konnte im Italienurlaub ein paar Zentimeter “einlaufen”.
      Für die Besitzer des Billigautos war das normal… 😉

      Alles in allem aber schade, dass Simca so eine Schrottmarke war, denn zum einen hatte man mit dem Matra Rancho ein richtig cooles “Prä-SUV” und zum anderen hatte man noch etwas früher die Sportwagenmarke (Talbot-)Lago beerbt.

    • @alle mit “Knarzteilen”

      Was immer hilft ist: Knarzteil ausbauen, mit Schaumstoff hinterlegen und wieder einbauen. Freiliegende “Klapperteile” (Kabel etc.) ganz mit Schaumstoff umhüllen.
      Ja, ich weiß das besser erst gar nichts knarzen sollte, aber jede Werkstatt jeder Marke muss diese Techniken anwenden…
      Beim Corsa A (bekanntlich von GM entwickelt, um dem spanischen Werk eine neue Aufgabe zu geben) war das Problem besonders brisant, und es gab regelmäßig Ärger mit unserem Lagerleiter, weil wir den Schaumstoff einer Pfandverpackung verwendeten, die eigentlich *mit* dem Schaumstoff ans Werk zurückgehen sollte… 😉

    • Meiner aus 2011 ist eigentlich ganz ruhig. Da scheppert nur die Blende, in der sonst die Schiebedachbedienung drin ist. Wobei – von der habe ich diesen Winter auch noch nix gehört… 😉

  2. Ich habe mir letztes Wochenende auf der Vienna Autoshow erstmalig den Astra K Sportstourer live ansehen können. Es war allerdings ein Absperrung rundherum, da es sich laut Opel noch um ein quasi handgefertigtes Vorserienexemplar handelte (war das gleiche Modell wie auf der IAA in der Farbe Diamandblau). Der Kofferraum war leider auch nicht zu besichtigen.
    Gefällt mir grundsätzlich gut. Das Heck hätte allerdings noch etwas dynamischer ausfallen können. Der Radstand hätte im Vergleich zur Außenlänge auch größer sein dürfen. Das sieht meiner Meinung nach bei meinem Astra H Caravan besser aus.
    OK, das sind jetzt meine subjektiven Eindrücke.
    Was allerdings messbar ist, ist der große Spalt in den Radhäusern, gerade mit den 18Zöllern. Das ganze Auto gehört in Serie schon um gut 20mm tiefer gelegt. Dieser Umstand ist mir in den letzten Jahren schon bei einigen Opel-Modellen aufgefallen. Da müsste schon fast das OPC-Fahrwerk rein, damit die Radhäuser gut gefüllt sind und das ganze nicht so “countrytourer-mäßig” aussieht.
    Ich hoffe da wirklich auf eine OPC-Line Option und ein Sportfahrwerk mit mind. 20mm Tieferlegung in einer der nächsten Preislisten.

    • Einen kleinen Einblick in den Astra ST Kofferraum gab es hier im Blog ja bereits von unserem Sitzexperten Andrew Leuchtmann: https://www.opel-blog.com/2015/09/21/astra-sports-tourer-schlaufe.... Mitte März stellen wir den neuen Astra Sports Tourer dann bei der europäischen Fahrveranstaltung in Portugal vor – und werden auch hier im Blog berichten und weitere Einblicke geben. Händlerpremiere vom Astra Sports Tourer ist am 9. April – ab dann kann man in DE auf Tuchfühlung gehen.

      Und zur OPC-Line Option im neuen Astra: Dieser Wunsch wird in Erfüllung gehen, aber pssst 😉

      • Ich bitte doch sehr darum, dass es wieder einen tollen Fotografen an Bord gibt 🙂 Wow es gehen also auch wünsche nach Weihnachten noch Erfüllung – super. Die wird Ausführung wird hoffentlich auch in Portugal mit dabei sein 😉 ?

  3. Hallo,

    sehr interessanter Beitrag, danke dafür!

    Läuft während der Tests in der Hitze-/Kältekammer auch der Motor/Antrieb? Auf einem der Fotos könnte auch eine Rolle/Band unter den Vorderrädern zu erahnen sein.

    Hintergrund der Frage ist die Anfälligkeit der Diesel Fahrzeuge für Probleme mit der Kraftstoffzufuhr bei Frost. Davon scheinen auch Opel Fahrzeuge betroffen zu sein, mich selbst hat es letztes Jahr mal erwischt (bei ca. -17/-18°C). Die Situation ist (herstellerübergreifend) für den Kunden unbefriedigend, da alle Beteiligten (Auto-Hersteller, Zulieferer der Diesel-Filter/-Heizungen/-Leitungen, Tankstellen) auf die jeweils anderen als Problemursache verweisen.

    Deshalb meine Frage: welche Anstrengen werden diesbez. von Opel unternommen, um dem Kunden auch bei strengem Frost eine bessere Betriebssicherheit der Dieselfahrzeuge zu gewährleisten?

    Danke & Gruß!

    • Die Sache in Berlin zuletzt war wohl wirklich vielschichtig – dazu die Presse greift “natürlich gern” die Opel-Modelle heraus.
      “Umparken”, seriös geht ja nicht. Schlagzeile und klicks…

      ABER hast Recht mit dem nachhaken hier. Konstruktiv mal von der Quelle erfahren was hierzu Sache ist.

      UND nebenbei, ich meine von KTN gab es auch mal eine Äußerung bzgl Einsparpotential, wo mir nur ungefähr in Erinnerung ist:
      Demnach hierzulande nicht bis Minus xx Grad ein Anlasser ausgelegt sein muss, nur weil es pauschale GM-Vorgabe ist.
      Aber nur zu anderen Märkten zweckmäßig wäre.

      • Wäre ja eine Frechheit. Und sowas nennt KTN -> für den Kunden nicht sichtbar/merkbar gespart. Wenn man bei -20°C nicht mehr Starten kann, weil Opel gespart hat, möchte ich den sehen, der sich nicht aufregt und Verständnis für die Sparmaßnahme hat!!! Opel sollte lieber bei OnStar sparen, weil sinnlose Überwachungstechnik!

      • Ich habe die Geschichte mit den Polizeifahrzeugen bewusst außen vor gelassen und mich nur auf meine eigene Erfahrung bezogen. Fakt ist aber nunmal, daß es da ein Problem gibt und ich weiß von privaten Zafira-Fahrern mit ähnlichen Problemen an besagtem Tag, daß es bei Ihnen an der Kraftstoffzufuhr lag.

        Mein Insi CDTI tat sich mit dem Starten bei -10/-12°C auch schwerer als sonst, funktionierte aber letztendlich. Da scheint die “Schmerzgrenze” etwas höher zu liegen als beim Zafira (ich bin wie gesagt erst einmal bei -17/-18°C wirklich liegengeblieben). Damals hatte ich aber auch (entgegen meiner sonstigen Gewohnheit) Sprit von der Billigtanke drin (statt Shell, Aral, usw.). Da gehen die Meinungen bez. der Ursache aber stark außeinander … wie didi schon richtig sagt, ist das Problem vielschichtig: liegt’s am Sprit, an den zugelieferten Dieselfiltern oder spart Opel an der Heizung der Filter?

        Zurück bleibt letztendlich eine Verunsicherung des Kunden (denn man erhält von niemandem eine klare Aussage oder Empfehlung) und es stellen sich zwei Fragen:

        1) Was kann/soll man machen, um die Betriebssicherheit aktueller Modelle bei Frost zu gewährleisten? Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß es gut ist, den ganzen Winter mit zusätzlichem Fließverbesserer zu fahren. Und wenn man etwas nachrüsten/tauschen lassen kann, um das Problem zu beheben bzw. in einen tieferen Temperaturbereich zu verschieben, dann lasse ich das machen, meinetwegen auch aus eigener Tasche, nur bräuchte man dafür erstmal eine Aussage zur Ursache und Abhilfe, die ja nur vom Hersteller kommen kann.

        2) Wurden bzw. werden bei den neuen Modellen (Astra K, Insignia B, usw.) Verbesserungsmaßnahmen bez. zuverlässiger Diesel Kraftstoffzufuhr bei strengem Frost getroffen?

        Im Zweifel ziehe ich ein knarzendes aber fahrendes Auto nämlich dem stehenden knarzfreien Auto vor und damit bin ich sicher nicht der einzige 😉 … ein kurzes Statement wäre hilfreich, danke!

        • Opel testet das Startverhalten natürlich sowohl im Labor, als auch im arktischen Wintertest. Das aktuelle Thema im Großraum Berlin wird derzeit gemeinsam mit der Berliner Polizei untersucht. Eine Analyse zur Ursachenklärung ist dabei in der Tat nicht einfach. So kann nicht ausreichende Wartung (z.B. verschmutzter Kraftstofffilter), eine schwache Batterie, Schwankungen in der Qualität des Winterdiesels und ebenso eine außergewöhnliche klimatische Bedingung die Ursache sein. Gleichzeitig arbeiten wir permanent an der Verbesserung unserer Systeme, um den einwandfreien Fahrzeugbetrieb zu gewährleisten. Die bisherigen Analysen zeigen aber ganz klar, dass es sich hier nicht um ein Opel spezifisches Problem handelt, vielmehr waren Fahrzeuge verschiedener Hersteller betroffen.

          • Wenn Sie mit der Polizei eine Lösung finden, dann sollte dies ruhig genauso Publik gemacht werden. Denn sonst bleibt dieses “schlechte” Bild weiterhin vorhanden und hilft nicht wirklich beim Verkauf vom neuen Diesel… Denn die negativen Schlagzeilen machen mehrere postive Schlagzeilen schnell “unwichtig”

          • “Bad News are Good News” – alles korrigierende danach interessiert keinen.

            Die Einsparungen bei solchen Fuhrparks liefert die Witterung damit zu Tage. Jetzt aber den Auftrageber zu verprellen, das will man sich nicht einhandeln 😉
            Dazu die allg. widrigen Umstände von Fahrer- und Streckenprofil im Streifendienst. Gute Nacht 110.
            Denn wir sind ja schließlich nicht bei “112”, mit automatischen Rolltoren, beheizten Garagen und Batterieladung zu vorgesehener Standfläche.
            Hier stehen mitunter Streifenwagen blank im öffentlichen Verkehrsraum, zum anzünden bereit….

          • @Philipp Quanz:

            Vielen Dank für die Info!

            Die Aussage spiegelt meinen bisherigen Kenntnisstand wieder, der u.a. auf Aussage meines Opel-Händlers (bei dem ich auch alle Inspektionen machen lasse), anderer KFZ-Betriebe und – Teileverkäufer, versch. Tankstellen, usw. basiert.

            Letztlich hilft mir das jedoch nicht weiter, denn die Ungewissheit beim nächsten strengen Frost bleibt.

            Deshalb würde mich interessieren, wie Opel testet bzw. welche Anforderungen im Test erfüllt werden müssen. Es müssen doch Toleranzen bei Auslegung der Systeme berücksichtigt werden, die die feineren Filter (s.u.) bzw. leicht verschmutzten Filter und auch leichte Schwankungen der Diesel-Qualität verkraften, oder?

            Auch wenn die Analyse bestätigt, daß es kein Opel-spezifisches Problem ist (was ich gerne glaube, da das Straßenbild und Berichte von Freunden & Kollegen dies bestätigen): wie geht Opel mit der Problematik um, daß die Norm zum Test der Kraftstoffe veraltet ist und viel gröbere Filter für die Winter-Diesel-Tests vorschreibt, während in den Diesel-Fahrzeugen herstellerübergreifend wohl viel feinere Kraftstoff-Filter verbaut werden?

          • Noch eine Anmerkung/Ergänzung zum Thema Diesel bei Frost … der ADAC hat das mal getestet: https://www.adac.de/infotestrat/tanken-kraftstoffe-und-antrieb/b...

            Der Test zeigt Unterschiede sowohl bei Kraftstoffen verschiedener Marken als auch Fahrzeugen verschiedener Hersteller auf (u.a. Opel Insignia).

            Wie geht Opel mit diesem Ergebnis um? Wird bei neuen Fahrzeugen ggf. auf ein effektiveres System zur Erwärmung des Diesels bzw. des Diesel-Filters gewechselt?

    • Ja, auch der Antrieb läuft.
      Und nicht nur das: Man kann sogar bestimmte Fahrprofile fahren, z.B. 2 km Kopfsteinpflaster bei 40 km/h, anschliessend Landstrasse mit welligem Teerbelag bei 85 km/h usw….

  4. Ich glaube im Insignia FaceLift wurde das auch nur halbherzig gemacht… Da knarzt die Mittelkonsole bei allen Temperaturen… mein kleiner Knarzi….

    Kaltstartverhalten würde mich auch mal interssieren – ABER:
    Bei -40°C – woher den Dieselkraftstoff nehmen?

  5. Man sollte vielleicht ergänzen, dass die Klimakammer nicht der einzige Test mit Extremtemperaturen ist. Ebenso aussagekräftig und wesentlich umfangreicher sind die regelmässigen Fahrversuche in Lappland oder diversen Hochtemperatur-Gegenden.
    Vorteile: Fahrverhalten, Motorcharakteristik, Schaltbarkeit, Bremsen, Lenkung etc. wird unter realen Verhältnissen geprüft.
    Nachteile: schlechte Vergleichbarkeit der Ergebnisse durch öfters veränderte Wetterbedingungen. ZB in Arjeplog, Lappland erlebt: 20 Grad Temperaturschwankungen innerhalb einer Woche.

  6. “Was die Klimaanlage leisten muss.”

    Ich kann die im K noch nicht beurteilen, aber die Klimaautomatik im J ist eine echte Wucht. Sowohl was das heizen (beim Diesel mit Quickheat), als auch das kühlen angeht. Dagegen ist die Klima im Adam zu unterdimensioniert, weil die im Sommer quasi immer auf Volllast läuft.

    Offtopic: Auch ich wüsste gerne, wann größere Felgen und die Sportfahrwerksoption beim K kommt. Ich wollte eigentlich nächsten Monat bestellen, bin aber uneins, zumal laut Rüsselsheimer Gerüchteküche ja auch wieder Licht ins Handschuhfach kommen soll…

  7. Interessanter Bericht. Vielleicht gibt es ja mal die Möglichkeit hier zu schildern welches Bauteil beim Klimatest aufgrund von Knarzgeräuschen getauscht oder verändert wurde. Frage: Testet man auch mal ein Gebrauchtfahrzeug so mit einer Leistung von 100000 km zur Nachprüfung?
    Das mit der Insignia Mittelkonsole scheint immer noch ein Dauerthema zu sein. Bei unserem Facelift Insignia Oktober 2015 ist da noch nichts zu spüren.
    Zum Sportfahrwerk hab ich eine gespaltene Meinung. Die Variante K Dynamic müßte ich erst mal mit Innovation vergleichen. Warum kann man die Sporttaste nicht in anderen Varianten anbieten? Vielleicht hab ich am Samstag die Möglichkeit einer Probefahrt.

    • @nomis: Gebrauchtfahrzeuge sind bisweilen nicht Bestandteil dieses Testverfahrens. Hier werden vor allem alle Kunststoffanbauteile (Bumper, Abdeckleiste am Kompletten Fahrzeug, Lichtsysteme…..) gestestet – an einem der ersten verkaufsfähigen Neuwagen.

  8. Nachprüfungen mit 100-tkm aus der Praxis, dazu würde ich meinen gerne zur Verfügung stellen. Die aufkommenden Defizite stimmen schon nachdenklich und eigene Entscheidungsfindungen für einen nachfolgenden OPEL mitunter fraglich !

      • “Schlimm” ist es noch nicht, wie gesagt, es macht “nachdenklich”.
        Oder auch ärgerlich, am Beispiel der Türgriffe innen, wie kann man sowas empfindliches dort als Oberfläche vorsehen ?!
        Bereits Wasserflecken auffällig, steigert es sich beim mechanischen (/chemischen ?) Abnutzungsbild. Laut MT auch kein Einzelfall. Da foliert sogar mancher sich das schön…

    • Bei meinem Insignia ST (Bj. 03/2012) ist es ab ca. 0 Grad Außentemperatur abwärts der Fall, dass die Dachrehling hinten rechts knarzt. Hört sich beim Überfahren von Unebenheiten so an, als würde das Auto hinten auseinander brechen. Klar verwindet sich eine Karosserie ständig, aber ich denke dann immer: Eine solche Geräuschentwicklung bzw. -übertragung dürfte nicht sein bei einem Fahezeug, das mit meiner Ausstattung vor wenigen Jahren einen Neuwert von über 50.000 € hatte… Stichwort: Langzeitqualität. Denn bei -5 bis -10 Grad herrschen ja immerhin noch keine exremen arktischen Temperaturen. Oder irre ich?

      • Ein Fahrzeug komplett “ruhig” zu stellen, ist glaube ich ohnehin unmöglich.

        Bei meinem C-Corsa hat damals die Federung / Hinterachse gepoltert, wenn es kalt, und die Feder auf Zug war.

        Beim J-Astra gab es wegen Klappergeräuschen ab 120 km/h mehrere Versionen von den Radhausverkleidungen (Anfangs mit Dämmatten, später nur noch Plastik) und bis zum Facelift hat auch der Blendschutz vom Tacho geknarzt. Beim Facelift war das weg. Dazu hatte man sich ebenfalls entschlossen die Abdeckung der Mittelkonsule zweiteilig auszuführen, was sicher ebenfalls mit der Akustik zu tun hat.

        Bei mir klappert und knarzt nix mehr. Der ADAM S war der am besten verarbeitete Opel, den ich je hatte. Da kann sich Mini eine ganze Scheibe von abschneiden.

      • @Drummer79: Bei einem Langzeittest eines Mercedes GL(100.000km) wurden auch dauernd üble Knarzgeräusche bemängelt und das Auto kostete 98.000€. Ebenso beim Audi A6.
        Es gibt also bei den meisten Autos Knarzgeräusche, jedoch ist es die Menge, die den Unterschied macht. Bei Opel ist das Knistern im Armaturenbrett, schon ein uraltes Problem!

        • zum uralten Problem: Der schlechte Witz an der Sache ist, dass gute Werkstätten das Problem um bestimmt 90% (bei meinem Insignia FL) vermindern können – warum als nicht ab Werk bei allen und nicht wie mit der Gießkanne: mal ists ok, mal nicht

          @ PQ
          Wie wird der Prozess auf o.g. verändert? Muß ja irgendwie dynamisch sein, um die Probleme vergangener Generationen zu lösen? Wobei meine Autos tendenziell mehr Geräusche machten, je aktueller die Anschaffung…

          • Gießkanne -> Ja, so ist es, es kann doch nicht so schwer sein, dieses Problem endlich mal zu beseitigen.

  9. Da wir in den Alterungsprozess sind.
    Mir ist aufgefallen das die Lacke die Opel verwendet nicht Steinschlag fest sind.
    Mein Astra j aus Bj 2014 hat die ganze Haube voll Löcher( bis hin zum Blech und Grundierung) und mein damaliger Astra h ebenso. Wenn ich jedoch bei einigen Konkurrenz marken vorbeischaue, die haben dieses Problem maginal bis garnicht. Und nein es liegt nicht allein auf die fahrroute sondern an den sehr empfindlichen Lack.

    Ich hab mir jetzt eine steinschlagschutzfolie bestellt damit der Lack nicht so extrem angegriffen wird. Ist ja schade wenn der Astra nach 4 Jahren aussieht wie ein Schweißer Käse oder?

    • @Mario A: Ich kann das nur bestätigen, daß der ADAM sehr gut verarbeitet ist. Das merke ich jedesmal wenn ich von unserem ADAM Glam in meinen Astra J ST Facelift einsteige. Besonders die Haptik des ADAM Cockpits finde ich besser. Auch die Sitze mit dem Kunstleder sehen sehr wertig aus. Interessante Geschichte: Ich habe meinen ST an dem Samstag der ADAM Premiere vor jetzt 3 Jahren übernommen. Meinem Bekannten ( Audifahrer, sehr penibel ! ) fiel der Unterschied auch sofort auf.
      @Reinivann: Das mit dem Lack ist mir weder bei meinem H und J, beide in schwarz aufgefallen. Bei unserem H Caravan von 2005 in hellblaumetallic gibt es an einem Kotflügel ein paar Pickel. ( Zinkverlust ??? )

      • Mir ist es aufgefallen, da ich des öfteren in Mini´s verschiedenster Baujahre mitgefahren bin. Alleine das Knarzen der Türverkleidung ist ein Armutszeugnis für einen Hersteller wie BMW – bei einen solchen Fahrzeugpreis. Da spielt der ADAM, sowohl in der Qualitäts, als auch in der Preisklasse eine ganz andere Geige – in positiver Hinsicht.

        Am liebsten würde ich immer ADAM fahren, was beruflich aber aufgrund der Platzverhältnisse leider nicht möglich ist.

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