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Design Gastbeitrag

The (G)Transporter – didi trifft Concept

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Designstudie? Geheimhaltung? Weltpremiere? Papperlapapp! Wo ein didi ist, ist auch ein Weg – hin zum Objekt der Begierde, das Opel GT Concept heißt. Unser Blognutzer der ersten Stunde warf noch einen letzten Blick auf den Sportwagen der Zukunft, bevor der auf dem Autotransporter-Hochdeck die Reise zum Genfer Salon antrat. Hier die exklusiven didi-Impressionen von der, naja, halböffentlichen Ladeaktion:

Das Opel-Design gleicht bekanntlich einem Hochsicherheitstrakt, kein Blick schafft es hinein, keine Information dringt nach draußen. Also: Was tut man, wenn Opel eine Studie im allzu fernen Genf vorstellt? Mit dem Wissen um Ort und Zeit passt man die Transport-Verladung zuhause ab. 😉

Opel GT Concept: VerladungEin kühler Februar-Nachmittag, die gelben Fahnen vor dem Adam Opel Haus flattern im Wind. Ich steuere auf die Zentrale zu, sehe einige Personen und einen Lkw. Auweia, mein Herz setzt für eine Sekunde aus. Habe ich tatsächlich meine „Rüsselsheimer Weltpremiere“ verpasst? Dann öffnen sich scheppernd die Rolltüren des Transporters und das nächste Herzflattern deutet sich an – dieses Mal aus Freude und Erleichterung: Vergurtet lässt der Opel GT Concept seinen Blick über uns Schaulustige schweifen, darauf wartend „befreit“ zu werden.

Opel GT Concept: VerladungEin Traum von einem Sportwagen. Die Hebebühne fährt aus und der GT Concept schleicht wie ein Panther angriffslustig auf seinen 225/40 R18ern auf mich zu. Neben mir steht Chief Designer Boris Jacob, der mir erklärt, dass das Concept Car hier in der freien Wildbahn noch viel dynamischer und kompakter wirke. Ich staune nicht schlecht, hat er dieses Auto doch bereits Tag für Tag vor Augen gehabt. „Die Spiegelungen in der breiten Flanke machen den GT Concept noch spannungsgeladener als im Studio“, schwärmt Jacob.

Opel GT Concept: VerladungInzwischen hat sich um die Studie eine ansehnliche Menschenmenge versammelt: Opelaner, Teilnehmer der gerade zu Ende gegangenen Werkstour, Passanten – alle zücken ihre Kameras und halten den Moment fest. GTGravitation Total könnte man zu diesem Publikumsmagnet sagen. Jeder im Getümmel ist darauf bedacht, noch etwas näher an das Objekt der Begierde heranzukommen. Beim Klopftest à la didi ziehe ich jedoch böse Blicke auf mich, schließlich soll das gute Stück „jungfräulich“ bei der Weltpremiere am Genfer Salon ankommen.

Opel GT Concept: VerladungBeim Öffnen tauchen die Türen ein gutes Stück in die vorderen Radhäuser ein. Advanced Design Direktor Friedhelm Engler erklärt mir: „Diese platzsparende und patentierte Aufhängung ermöglicht einen großen Öffnungswinkel – selbst in relativ engen Parklücken.“ Darauf folgt eine kleine Fachsimpelei mit Vorausentwickler Frank Leopold. Da musste ich sofort seine bekannte und beliebte Video-Serie zu Studien aus den Katakomben von Opel ausdrücklich loben und mir einen GT Concept-Beitrag wünschen. Von ihm bekomme ich bestätigt, dass der Flitzer 3,85 Meter lang und 1,68 Meter breit ist. Und: Der kunststoff-gläserne Schwung von Frontscheibe übers Dach bis in die Heckscheibe ist aus einem Stück (!) und erhebt die Flunder denn gerade mal auf insgesamt 1,18 m vom Boden. Das spart womöglich manches Parkticket – einfach unter der Schranke durch … wie einst Franzi mit dem Tigra-A.

Opel GT Concept: VerladungInzwischen hat der GT Concept wieder im Lkw Platz genommen. Auf dem Hochdeck, denn darunter soll noch ein Clay-Modell des klassischen GT verstaut werden, das bei der Vorabpremiere in Genf zum Einsatz kommen wird. Ich bin gespannt auf die Salon-Schau und glücklich über meine persönliche Weltpremiere, mit der ich es sogar in die BILD geschafft habe. 😉

Opel GT Concept: Verladung

PS: Zum Schluss wurden noch die Radmutter-Abdeckungen separat verstaut – wohl ein begehrtes Souvenir. Ich kann nur sagen: Mein Herz schläGT und Opel ist mit seinem Sportwagen der Zukunft voll und ganz salonfähig!

 

 

*Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.

Kommentare (23)

  1. Das ihr so offen mit der Studie umgeht ist wirklich einzigartig.zeigt uns doch, wie das Cockpit von innen aussieht. Insbesondere in Funktion und die Armaturen.

    Bekommt man die Radkappen als errinnerungsstück an den GT?

    • Haha, schön wär’s – auf die wurde aufgepasst wie die Kronjuwelen !
      Nur für das Bild mal kurz in der Hand gehabt.

    • Danke – so eine tolle Studie bietet ja auch “Stoff” dafür.

      Auf einem weiteren Bild, wenn man die o.a. aktiviert und zappt, bin ich gerade am vorderen Radlauf selbst am fotografieren.
      Dort entdeckte ich am Türanfang/im roten Band, die Linse für die Rückfahrkamera, da ja keine Außenspiegel verbaut sind.

  2. @didi
    Hab am WE schon den Bild bericht gelesen und dich im Hintergrund auf den Bildern gesehen (y) “den kennste doch”

  3. Lebendiger Bericht, danke!

    Was mich immer noch interessiert: wie ist denn der reale Grössen Eindruck ? Tigra-mässig oder halbwegs erwachsen ?

    • Also die Räder im besagten Format, 225/40 R18, sind schon satt ausreichend. Worüber sich dann ein sehr knappes Karosseriekleid(chen) spannt.

      Am ehesten wohl mit einem MX-5 und seinen Maßen vergleichbar.
      Nur halt extremer proportioniert. Cleaner. Radstand länger/Überhänge kürzer, insgesamt niedriger, längere Haube,…

      • Oh ja, danke…., je mehr von dem geilen Ding bekannt wird, desto mehr bin ich am verzweifeln. Sollte diese Design-Ikone nicht gebaut werden…., ich mag gar nicht dran denken, das bereitet mir körperliche Schmerzen…
        Der GT ist mit einem Wort: Perfekt.
        Absolut begehrenswert!
        Habbe wolle!!!

        • Naja, “Sie können die Wahrheit doch gar nicht ertragen !”, wäre vielleicht anzumerken….

  4. GM würde gut daran tun, sowas mal in einem BOND-Film positioniert zu bekommen.

    007 mag dort ja seinen Aston Martin fahren. ABER.
    Mrs. Moneypenny, die hätte doch mal so’n kecken GT geziert.
    Insbesondere bei der aktuellen Darstellerin, Naomi Harris.

  5. Zitat aus der B-“Zeitung”:

    “Schon nächstes Jahr soll ein neuer Opel GT kommen.”

    Aha.

    • Totaler Bullshit. Wie so vieles von denen, so auch wieder ihre Textbausteine durch gewürfelt. Aber sie dürfen sich ja überall als erstes breit machen…

      Auf die vielen/geschimpften Knöpfe haben sie jetzt den Touchscreen als übel entdeckt. Exclusive bei Opel.

  6. Ich finde die Studie verkörpert genau das, was man unter dem Opel GT versteht. Ein minimalistischer Volksportler mit atemraubender Karosserie. Ich würde mir auch wünschen, wenn er in Serie gebaut werden würde. Und zwar genauso minimalistisch wie die Studie. 6 Zylinder und 300 PS passen nicht zum GT. Das sollte in einigen Jahren mal wieder einem großen Coupé vorbehalten bleiben. Bei einem günstigen Preis und einem Export in den Rest der Welt könnten sogar die erforderlichen Stückzahlen zusammen kommen. Damals wurde der GT ja auch als Opel erfolgreich in die USA exportiert. Es gibt für den GT ja keine konzerninterne Konkurrenz. In den USA ist der GT immer noch ein Liebhaberfahrzeug.

    • Sie brauchen eine Plattform, vermeintlich mit Heckantrieb, womöglich/am Besten für div. Marken im Konzern diversifiziert. Als Opel alleine nicht tragbar.
      ABER von diesen maßgeblich initiert und aufgebaut/entwickelt !
      BUICK, in vielem seit geraumer Zeit nahe an OPEL dran, kann man schön dazustellen und gleichfalls mit ausstatten.
      Sowie der Cascada deren Portfolio (historisch fast ungewohnt aber) wunderbar ergänzt.

      • Einfach die Corsa-Bodengruppe nehmen und umdrehen….., da muss man halt mal kreativ werden?

      • Dieses Konzeptfahrzeug ist doch schon die Plattform.

        Es muß doch nicht zu jedem Fahrzeug einen Zwilling oder Neffen geben, der auf genauderselben Plattform aufbaut.

        Von der Chevrolet Corvette gibt es auch keine Zwillinge als Buick, Cadillac oder Opel.

        Was natürlich nicht bleiben kann, ist die Ausführung von Front- und Heckscheibe mitsamt dem Dach als eine in sich geschlossene Glaskuppel, und daß man die Seitenfenster nicht öffnen kann.

        • Letzteres sind ja Show&Shine-Elemente. Dort normal / geschenkt.

          Die Corvette ist in 7. Generation mehr als etabliert, die hat Stückzahlen, Tradition, die bekommt was sie braucht auch in 8., 9.,…

          Bei einem neuen GT ist so ziemlich alles ungewiss, da will man allzu gerne eine vorhandene Plattform nutzen, um letztlich das Kostenrisiko zu minimieren.
          Eine solche aus der Großserie ist zumeist halt mit Frontantrieb verbunden, das passt hier halt eigentlich weniger.

          Mit weiteren Marken/Märkten, könnte man denn größere Stückzahlen und Absätze generieren, die hier in Europa mit einem OPEL GT alleine nicht zu stemmen sind.

  7. Doch so viele in Genf gewesen…(?!)

    Die irrwitzig vielen Blog-Berichte von der Blog-Redaktion, um so mehr an Kommentaren dazu, die ganzen Gazetten-Berichte und keine Ahnung was in Genf selbst so alles aufkam..

    Morgen schließt der Genfer Autosalon 2016.

    Nur wie geht es dann weiter ?!