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Backstage Corsa OPC Video

Corsa OPC – Stunden der Wahrheit

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Filmproduktion zum neuen Opel Corsa OPC8 Uhr morgens. Mein roter ADAM S bremst hart ab, schlängelt sich durch die Ausfahrt beim Verlassen der B 45 und nimmt Kurs auf Dudenhofen. Keine Minute später taucht am Ende der bewaldeten Straße der Sicherheitszaun auf. Davor wartet bereits Volker Strycek, um mich in Empfang zu nehmen. Auch das Filmteam ist schon vor Ort. Gemeinsam passieren wir die Schranke und fahren auf das Prüfgelände in Richtung Trainings-Center-Zelt. Es gilt, keine Zeit zu verlieren. Vier Stunden – dann muss alles im Kasten sein. Die Ausrüstung ist jedenfalls vielversprechend. Aus den zwölf Corsa OPC wählen wir zwei aus – einen mit, einen ohne Performance Sport-Paket. Hinzu kommen Drohne, Kamera und GoPros. Fühlt sich an wie Weihnachten. Dann kann’s ja losgehen.

Verbrauchs- und Emissionswerte: Opel Corsa OPC mit 152 kW/207 PS kombiniert 7,5 l/100 km; CO2-Emission kombiniert 174 g/km; Effizienzklasse F (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007).*

Filmproduktion zum neuen Opel Corsa OPCFür den Technik-Talk steht natürlich Volker Strycek im Mittelpunkt. Das lässt sich doch auch bildlich umsetzen … wie die Haie lassen wir die beiden Corsa OPC um das Oberhaupt des Opel Performance Centers kreisen – gierig darauf, 207 PS auf der Teststrecke zu entfesseln und die Unterschiede zwischen dem Corsa OPC mit Performance Sport-Paket und dem serienmäßigen Pendant aufzuzeigen.

Filmproduktion zum neuen Opel Corsa OPCNachdem sich Volker Strycek warmgeredet hat und die Motoren warmgelaufen sind, geht es auf die Teststrecke – für Fahraufnahmen. Der Kameramann auf dem Beifahrersitz, ich mit dem Tonmann auf der Rückbank. Die große Kamera lehnt bei offenem Fenster auf der Türkante, Strycek im Visier. Erste Anweisung: Gemäßigt losfahren und die Vorzüge des Performance Pakets herausstellen. Wie jetzt? Kein Raketenstart? „Gemäßigt losfahren“ scheint für Herrn Strycek ein Fremdwort zu sein, erst recht in  diesem Geschoss aus der OPC-Schmiede.

Filmproduktion zum neuen Opel Corsa OPCIn Fahrt spielt sich das Team langsam aufeinander ein. Nach zehn Runden sind alle zufrieden. Auf die Äußerung des Kameramanns „Krass, war das schnell“ zieht Strycek die Augenbrauen hoch und entgegnet: „Kamera festhalten, ich zeig dir jetzt mal schnell“. Er tritt aufs Gaspedal, der Corsa OPC rast auf die Kurve zu, kurz Anbremsen, pfeilschnell geht’s trotz ruhiger Lenkrad-Inputs durch die Kurve. Umarmt von den Recaros ergeben sich unsere Körper der Schwerkraft. Der karbonsilberne Kleinwagen schießt dank mechanischem Lamellen-Sperrdifferenzial und FSD-Fahrwerk wie ein Pfeil aus der Kurve heraus und rast gleich auf die nächste Kurve zu. Der Puls pocht … nur nicht die Kamera fallen lassen. Die Performance-Pneus von Michelin liefern Grip scheinbar ohne Ende. Über die S-förmig angeordneten Curbs geht es schnurstracks auf eine kurze Gerade, bevor die Brembos die Brust vor der nächsten Kurve wieder in den Gurt pressen. Strycek lächelt, als der Kameramann um eine Pause bittet. Halbzeitpause.

Filmproduktion zum neuen Opel Corsa OPC10 Uhr – nun kommt der vermeintlich zahme Corsa OPC an die Reihe. Der Kameramann tut mir ein wenig leid, muss er doch während der Hatz auf den statischen Monitor seiner Kamera schauen. Und gefühlt steht das Serienmodell der Performance-Version in nichts nach. Langsam kennt dieses Auto nicht – da fällt der Apfel wahrlich nicht weit vom Stamm. Unser Kameramann wirkt jedenfalls sehr erleichtert, als er Stryceks Statements im Kasten hat und sich auf Car-2-Car-, Drohnen- und Außenaufnahmen konzentrieren darf. Ich hingegen nehme mit Vergnügen neben Volker Strycek auf dem Beifahrersitz Platz und dreh noch ein paar Runden. Es ist schon erstaunlich, welches Spektakel so ein Kleinwagen auf der Strecke veranstalten kann.

Übrigens: Einzigartig ist unser kleiner „Härtetest“ beileibe nicht. Vor 50 Jahren, im April 1966, eröffnete das Opel-„Prüffeld“ Dudenhofen, wie es damals noch hieß. Seitdem mussten sich hier im hessischen Landkreis Offenbach bereits Millionen von Opel-Fahrzeugen härtesten Prüfungen auf dem Weg zur Serienreife unterziehen. Und wer am 10. September noch nichts vor hat: Wir planen einen Tag der offenen Tür mit der Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Testbetriebs zu werfen. Also: Termin vormerken. Vielleicht stehen ja wieder ein paar OPC Spalier.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.

 

Kommentare (27)

  1. Ich mag die Einleitung in diesem Artikel: “8 Uhr morgens. Mein roter ADAM S bremst hart ab …” 😀

    Immer noch glücklich mit dem “G’schößle”? Ich würde meinen ja so gerade nochmal bestellen, auch wenn alle OPC-Modelle nochmal eine Latte darüber sind.

  2. Wirklich mal ein schöner Bericht!

    Auch wenn mir der Corsa OPC zu klein ist. habe zwar platz, aber durch meine Körpergröße wirkt die Mittelkonsole (Navi usw.) einfach alles viel zu tief. Sonst ein sehr gelungenes Auto, welches bestimmt seine Käufer findet.

    Ich warte lieber noch auf den k 😉

    • Den Corsa OPC hätte ich auch sofort gekauft, leider ist der Kofferraum einfach zu klein. Hoffentlich wird das was mit dem K. Lange will ich nicht mehr warten.
      Ein bestimmtes blau sollte auch wieder sein Comeback feiern! Wäre echt schade wenn die Farbe ausstirbt.

      • Tja, auf Ardenblau folgte Opalblau (s. Corsa + GTC OPC !)
        Beim Insignia Konfig. anscheinend noch nicht mal das mehr.

        Aber dafür merkwürdigerweise wohl beim AdAM – muss man nicht verstehen…

      • Ja, das Ardenblau fehlt. Leider wieder etwas typisch für Opel. Jetzt hat man endlich ein so schönes Blau, das extrem viel verkauft wurde(ich sah teilweise fast nur Ardenblaue OPC’s) und dann streicht man es einfach und ersetzt es durch ein lahmes Schwarz-Blau namens Opalblau! Unverständlich, aber naja was soll’s. Ein Adam OPC sollte kommen und der Astra K OPC vor Ende 2018!

          • Joh, zum einen das mit dem persönlichen empfinden..

            Mit dem Ardenblau war man halt extrovertierter, wie es dem “Top-of-the-line” mit Spitzenmotorisierung, – Performance etc. eigentlich auch zusteht.

            Andere haben ihr Ninja-Grün, Alpina-Weiß,… etc.

            Zumindest eine (grell-)typische Farbe sollte denn im (OPC-)Sortiment sein.

            Das Opal-Blau ist dazu halt etwas (der Allgemeinheit dienlich) gefälliger. Schlecht und total abweichend vom Ursprung empfinde ich es denn nicht. Aber ich bin auch kein pot. OPC-Kunde (! 😉

            Diejenigen wo’s missfällt können heutzutage ja um so leichter eine (online-)Petition starten. Dann wird vielleicht auch das Marketing wach 😉

  3. Pingback: Alles zum neuen Corsa E OPC Seite 17 : Wer braucht noch Ferrari? OK, geradeaus fehlen noch ein paar P...

    • Das ist Karbon Silber, ist auch meine 1. Wahl für den Astra K.
      Leider beim Modelljahr Wechsel 2017A wieder nicht dabei !
      Ich hoffe da kommt noch was, insbesondere bei den Farben und Felgen?

  4. Was mit dem Auspuffsound passiert bei der Entwicklung?
    Show Lufteinlässe die keine sind – die schwarze Lippe unterhalb der Motorhaube wirkt auch deplaziert.
    Dafür Styropor direkt im Lufteinlass bei der Grillspange 🙁

  5. So habe eben gerade mal das coole OPC Video angesehen. Die Farbe des grauen Corsas hat schon was.
    Was mich interessieren würde:
    Wie viele OPC Corsa E wurden denn bis jetzt verkauft ? Kann man die Verkaufszahlen irgendwo nachlesen?. Wird die OPC Variante auch im spanischen Werk gebaut ?
    In Eisenach war ich damals zum Tag der offenen Tür im Werk. (zu Corsa D Zeiten)
    Da wurde extra an einem Samstag für die Besucher die Produktion gestartet.
    Die Corsa Karosserien wurden durch bestimmte Federn eines glaube ich italienischen Vogelstraußes ( Name leider vergessen ) gereinigt / entfettet. Die OPC Versionen wurden aus der Linie herausgenommen. Auf speziellen Hebebühnen wurden die OPC – Anbauteile ( Spoiler / Schürzen / Dachspoiler ) drangeschraubt / geklebt … Ist das heute auch noch so ?
    Lohnt es sich zur Teststrecke zu fahren am 10. September ?

  6. Vielen Dank an das Team und die die für die Freigabe des Corsa E OPC Verantwortlich waren!
    Für mich ein rundum gelungenes OPC Modell. Es gibt leider immer Menschen die was Finden und nörgel. Man kann oder hat vor her die möglichkeit ein OPC Tranig zu mach um Sein Persönlichens OPC Modell zu finden.

    Es ist wirklich sehr sehr intressant was in den letzten 10Jahren mit den OPC´Modellen gemacht wurde Danke dafür und Bitte Bitte weiter machen.

    • Schließe mich an, der Corsa ist der für mich beste OPC zur Zeit, nicht der Schnellste aber der, der der Idee am nächsten kommt, ne kleine bezahlbare Rennsemmel, flink wie ein Wiesel 🙂
      Genau die richtige Mischung aus auffällig und nicht zu lautmalerisch.

      • Bei uns fährt ein roter herum, älteres Modell (auch der Herr am Steuer…;-)), freue mich immer wenn ich den sehe, nicht protzerisch aber dennoch auffälliges Auto.

  7. Ich finde den Bericht etwas hochstilisiert In Bezug auf die Unterschiede zwischen dem OPC und dem OPC mit Performancepaket. Aussagen, wie die, dass es gelungen sei, den OPC genauso sportlich abzustimmen, wie den OPC-Performance… Das ist schon ein bisschen Augenwischerei. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass ergänzend zum sehr sportlichen Setting des OPC durch das Performance-Paket halt einiges on Top dazukommt 😉

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