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Manta Motorsport OPC

24-Stunden-Rennen: Hammerhiebe beim Jubiläum

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24-Stunden-Rennen 2017Für mich selbst kaum fassbar: 2017 nahm ich das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bereits zum 40. Mal in Angriff. Anlass genug für eine außerordentliche Fahrerbesprechung. Spaß muss sein: Der Rennleiter schlug bei der „Einberufung“ am Telefon einen derart harschen Ton an, dass ich mich ernsthaft fragte, was ich wohl verbrochen hatte. Im Kreise der über 600 Piloten-Kollegen lösten sich meine Befürchtungen schnell in Wohlgefallen auf. Mit der Auszeichnung als Rekordteilnehmer  ging das Jubiläums-Wochenende ja schon richtig gut los.

Auf der Strecke allerdings lief’s nicht immer rund. Sorgen machte uns vor allem der Manta, der mittlerweile Kult-Status hat und den wir den Fans zuliebe seit 1987 jedes Jahr aufs Neue an den Start bringen. Schon beim ersten Zeittraining zeigte sich, dass die Mannschaft den rasenden Fuchsschwanz einst nicht umsonst „Zicke“ getauft hat – der neue Motor lief rau, hatte wenig Öldruck und war nicht auf seinem regulären Leistungsniveau. Trotzdem schafften Teameigner Olaf Beckmann, Peter Hass, Jürgen Schulten und ich es irgendwie, die Pole Position in der stark besetzten SP 3-Klasse zu erobern.

Als 40-facher Teilnehmer wurde mir die Ehre zuteil, unserem 30-jährigen Jubilar in der Startphase die Sporen zu geben. Wegen Aussetzern musste ich leider früher als geplant einen Zwangsstopp einlegen. Zu allem Überfluss hatte Peter Hass kurz darauf im Schwedenkreuz ein Aha-Erlebnis: Wegen eines GT 3-Boliden schlitterte Peter über die Wiese und krachte bei Tempo 230 rückwärts in die Leitplanken. Zum Glück schaffte er es aus eigener Kraft zurück an die Box. Die folgende Vorschlaghammer Aktion konnten viele im Fernseher mitverfolgen. Als wir danach wieder ins Geschehen eingriffen, jubelten die Opel-Fans rund um die Nordschleife – allein das war die Mühen wert. Das traurige Ende ereilte uns am Sonntagmorgen: Erneut wurde der Publikumsliebling unsanft von der Strecke bugsiert, diesmal im Streckenteil Pflanzgarten. Auf ein Neues im Jahr 2018, kann ich da nur sagen. 😉

24-Stunden-Rennen 2017Währenddessen lief unser privat aufgebauter und eingesetzter 3xStrycek-Astra OPC bei phasenweise über 30 Grad Außentemperatur wie ein Uhrwerk. Voller Vaterstolz registrierte ich, dass Lena und Robin ihre Sache wie schon im vergangenen Jahr und bei den vorangegangenen VLN-Läufen hervorragend machten. Die kritischen Phasen – Nacht, Morgengrauen und die verregnete letzte halbe Stunde – haben wir super gemeistert. Mensch und Maschine leisteten sich nicht den kleinsten Fehler. Verdienter Lohn war der V2T-Klassensieg (Startnummer 177, Gesamtrang 85).