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Classic Gastbeitrag

didi an den Opelvillen – K-Day mit Kulläng-Kadett

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Traurig macht uns im Hinblick auf das 17. Klassikertreffen an den Opelvillen nur eines: Es ist schon wieder Geschichte. Ganz ehrlich – wem bei diesem Fest der Sinne (Sehen-Hören-Riechen) nicht das Herz aufgeht, dem ist kaum zu helfen. Rund 30.000 Besucher flanierten im Rüsselsheimer Verna-Park und in den Mainwiesen bei strahlendem Sonnenschein durch die Reihen der über 3.200 Exponate. Eines davon steuerte ein alter Bekannter bei, der in Sachen Oldtimer wohl endgültig auf den Geschmack gekommen ist. Vom 69er Opel GT, der 2016 für Aufsehen sorgte, wechselte didi diesmal in den Kadett B Rallye „Kulläng“ von 1971, den Opel Classic-Chef Uwe Mertin zur Verfügung stellte. Hier die didi-Impressionen und ein paar Fotos als Trostpflaster für die Daheimgebliebenen 😉 :

17. Klassikertreffen an den OpelvillenEs war mal wieder soweit – K-Day. Anders ausgedrückt: Krasses Klassikertreffen mit dem Kadett vom Kulläng. Und ich ganz wie gewohnt in Gelb: Rallye-Kadett B von 1971 mit dem Motor vom „großen Bruder“ Rekord Sprint, 1889 ccm/106 PS. Dazu die Scheinwerferbatterie, Matter-Überrollkäfig, Zusatzinstrumente wie Voltmeter oder Twinmaster, der 70-Liter-Tank im nackten Kofferraum, eine spezielle Hinterachse und ab geht’s über Stock und Stein.

17. Klassikertreffen an den OpelvillenMit solchen Ablegern der Serienmodelle förderte Opel damals junge Rennsporttalente wie etwa den schwedischen Rohdiamanten Anders Kulläng. 46 Jahre später genau das richtige für einen Sonntagsfahrer wie mich – zumal der „Master of Matsch“ und ich laut Kotflügelinfo die gleiche Blutgruppe haben. 😉

17. Klassikertreffen an den OpelvillenDer Oldtimer-Werks-Experte Jens Cooper, gleichzeitig wandelndes Opel-Ahnen-Lexikon, fuhr mir rechtzeitig in die Parade: Stichwort Einzelstück. Und in dieser Ausführung gebe es heute weltweit nur noch eine Handvoll Exemplare. Okay, wenn das so ist …

17. Klassikertreffen an den OpelvillenPrompt liebäugelte ich mit dem „Safari“-Ascona der Quertreiber-Ikone Ari Vatanen. Der stand nur ein paar Meter weiter vor den Opelvillen, ist aber nicht StVZO-konform – damit hätte man allenfalls frühmorgens die später übervollen Mainwiesen durchpflügen können.

Standesgemäß und würdig waren dagegen der Rüsselsheimer OB Patrick Burghardt und Opel-Chef Michael Lohscheller im Kapitän von 1969 beziehungsweise im V8-Admiral von 1965 unterwegs.

17. Klassikertreffen an den Opelvillen 17. Klassikertreffen an den Opelvillen 17. Klassikertreffen an den Opelvillen

17. Klassikertreffen an den OpelvillenGefühlt gab es diesmal noch mehr Exponate, noch mehr Fans, noch mehr Sonne, noch mehr Verpflegungsstationen, noch mehr Kleinkünstler und noch mehr Begeisterung als je zuvor. Deutschlands größtes eintägiges Oldtimer-Treffen hat Hochkonjunktur.

PS: Da ja nach dem Klassikertreffen vor dem Klassikertreffen ist, hab ich mich gleich mal nach einem fahrbaren Untersatz für 2018 umgesehen – natürlich passend in Gelb. Dabei stach mir der „Dienstwagen“ des Markenbotschafters Jockel Winkelhock ins Auge. Erstaunlich, dass der Ex-DTM-Pilot und Le Mans-Sieger beim lockeren Smalltalk ausgerechnet den Komfort des Rallye-Coupés hervorhob. Egal, die Sache ist so gut wie geritzt: Jockel zieht nächstes Jahr einen anderen Joker aus der reich bestückten Opel-Oldtimer-Werkstatt, so dass ich mich dem Commodore B GS/E von 1972 widmen kann.

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