avatar

Allgemein

Live: Vorstellung des Opel-Zukunftsplans PACE!

,


100 Tage, so hat Opel-Chef Michael Lohscheller versprochen, werden wir brauchen, um unseren Zukunftsplan zu erarbeiten. Nächste Woche ist es soweit: Genau einen Tag nach Ablauf der 100-Tage-Frist, am 9. November, werden wir die Inhalte des Plans vorstellen.

Die Pressekonferenz wird als Livestream um 9:15 Uhr ins Internet und auch hier im Opel-Blog übertragen. Die Kernbotschaften der Pressekonferenz lassen sich auch via Twitter unter @OpelNewsroom mitverfolgen.

Update: 9.11.2017 | 7:30

Der neue Strategieplan trägt den Namen PACE! das englische Wort für Geschwindigkeit. Zusammengefasst: Opel wird profitabel, elektrisch und global.

Alle PACE!-Maßnahmen dienen dazu, einen positiven Cashflow sowie eine wiederkehrende operative Marge aus dem Automobilgeschäft von zunächst zwei Prozent bis 2020 und sechs Prozent bis 2026 zu erzielen. Innerhalb der Groupe PSA sorgen die gebündelten Kräfte für jährliche Synergieeffekte in Höhe von 1,1 Milliarden Euro bis 2020 und 1,7 Milliarden Euro bis 2026. Durch die veränderten Rahmenbedingungen kann die Gewinnschwelle (Financial Breakeven Point) von Opel/Vauxhall zukünftig bereits mit 800.000 Fahrzeugen pro Jahr erreicht werden; damit wird ein profitables Geschäftsmodell selbst für wirtschaftlich schwierige Zeiten geschaffen.

Opel CEO Lohscheller: Vorstellung des Zukunftplans

Bei den CO2-Emisionen wollen wir europaweit eine Führungsrolle einnehmen. Bis 2024 werden alle europäischen Pkw-Baureihen elektrifiziert sein – entweder mit reinem Batterieantrieb oder als Plug-in-Hybride neben dem Angebot hocheffizienter Verbrennungsmotoren. Bereits 2020 wird Opel/Vauxhall vier elektrifizierte Modellreihen auf dem Markt haben, dazu zählen der Grandland X PHEV sowie die nächste Corsa-Generation mit einer rein batteriegetriebenen Variante.

Das Unternehmen wird die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und beispielsweise die Kosten pro Fahrzeug bis ins Jahr 2020 um 700 Euro senken. Die Effizienz bei Marketingausgaben wird um mehr als zehn Prozent verbessert. Durch den Abbau von Komplexität in allen Bereichen kommt es zu weiteren Effizienzsteigerungen: Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Umsatz wird von 5,6 Prozent auf 4,7 Prozent sinken. Ziel ist es zudem, sich beim Verhältnis von Lohnkosten und Umsatz Richtung Branchenbenchmark zu entwickeln. Darüber hinaus werden bis 2020 die Prozesse innerhalb der Produktion sowie der Verwaltung optimiert; Forschungs- und Entwicklungs- sowie Investitionsausgaben (CapEx) werden auf sieben bis acht Prozent vom Fahrzeugumsatz festgelegt. Bis 2022 wird Working Capital von 1,2 Milliarden freigesetzt. All dies wird dazu beitragen, Synergien zu erzielen.

Die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Werke wird zu neuen Produktvergaben führen, was wiederum der Auslastung für das kommende Jahrzehnt zu Gute kommt. Alle Opel/Vauxhall-Werke werden in der Lage sein, Fahrzeuge mit den beiden Plattformen CMP und EMP2 der Groupe PSA zu produzieren. Begonnen wird 2019 in Eisenach mit der Fertigung eines SUV auf EMP2-Architektur. In Rüsselsheim wird ein Fahrzeug im D Segment ebenfalls auf EMP2-Basis gefertigt werden. Zudem werden neue Antriebe in unseren Werken gefertigt, womit der Wechsel von GM- zu Groupe PSA-Motoren und -Getrieben begleitet wird.

Opel CEO Lohscheller: Vorstellung des Zukunftplans

Der Plan verfolgt das klare Ziel, alle Werke in Europa zu behalten. Alle neuen Fahrzeuge von Opel/Vauxhall werden in Rüsselsheim entwickelt. Hier entstehen zudem globale Kompetenzzentren für die gesamte Groupe PSA. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen. Dies garantiert weiterhin die Verbindung von deutscher Ingenieurskunst und Innovationen, die der Kunde sich leisten kann. Insgesamt wird sich die Anzahl der von Opel/Vauxhall verwendeten Pkw-Plattformen bis 2024 von gegenwärtig neun auf zwei verringern. Darüber hinaus findet eine Reduzierung bei den Antriebs-Familien von aktuell zehn auf vier statt. „Die gemeinsame Verwendung von Architekturen und Antrieben wird die Komplexität bei Entwicklung sowie Herstellung wesentlich reduzieren. Dies führt zu Skaleneffekten und Synergien, die ihren Beitrag zur Gesamtprofitabilität leisten“, erklärt Lohscheller.

Opel Future Design

Opel wird schneller als zunächst erwartet auf die effizienten und flexiblen Architekturen der Groupe PSA wechseln. Ab 2024 werden alle Pkw-Modelle von Opel und Vauxhall auf den gemeinsamen Architekturen der Groupe PSA basieren. Als nächste Modelle starten der Combo 2018 sowie die Neuauflage des Bestsellers Corsa 2019. Diese Reihe wird kontinuierlich mit einer wesentlichen Neuerscheinung pro Jahr fortgesetzt. Alle Karosserievarianten betrachtet, wird Opel bis zum Jahr 2020 insgesamt neun neue Modelle auf den Markt bringen. Diese Modellpalette wird die Möglichkeiten zur Preisgestaltung verbessern und den Abstand zum Branchenbenchmark um vier Prozentpunkte verkürzen.

Bis zum Jahr 2022 wird Opel auf mehr als 20 neuen Exportmärkten aktiv sein. Darüber hinaus prüft Opel mittelfristig weltweit weitere, profitable Exportchancen. Bei den finanziell attraktiven leichten Nutzfahrzeugen (LCV) wird ebenfalls auf Wachstum gesetzt: Opel wird neue Modelle herausbringen und neue Märkte betreten mit dem klaren Ziel, die LCV-Verkäufe zwischen 2017 und 2020 um 25 Prozent zu steigern.

„PACE! wird für einen sofortigen Leistungsschub sorgen. Davon profitieren das Unternehmen Opel und natürlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Lohscheller.

Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.