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Christian Müller: Neues zum Projekt Corsa

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Während das Team um unseren Designchef Mark Adams an der Opel-Formensprache der Zukunft feilt, wird im Engineering hart daran gearbeitet, das Rüsselsheimer Forschungs- und Entwicklungszentrum zu einer globalen PSA-Kompetenzzentrale auszubauen. Damit wird unsere Zukunft gesichert und zugleich die Groupe PSA um deutsche Ingenieurskunst bereichert. Unser Geschäftsführer Engineering Christian Müller hält die Fäden bei der Umsetzung zusammen. Im Interview erklärt der gebürtige Rüsselsheimer, welche Fortschritte bereits erzielt wurden, und er gibt einen Ausblick auf die nächste Corsa-Generation:

Herr Müller, welche Fortschritte wurden seit Verkündung des Opel Zukunftplans PACE! im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum gemacht?
Opel Geschäftsführer Engineering Christian MüllerWir arbeiten mit hoher PACE! und es gibt viele neue und spannende Projekte, die derzeit bei Engineering in Rüsselsheim innerhalb des globalen Engineering-Netzwerks der Groupe PSA stattfinden.

Wie erfolgreich die Zusammenarbeit sein kann, zeigt die nächste Generation des Opel Corsa. Heute hat Opel-Chef Michael Lohscheller in Spanien die gute Nachricht überbracht, dass die künftige Version unseres Kleinwagen-Bestsellers ab 2019 in Saragossa gebaut wird. Und die elektrische Variante des Corsa rollt im Jahr 2020 von den Bändern. Damit wird Saragossa als erstes Werk der Groupe PSA ein vollelektrisches Opel-Modell produzieren!

Der PACE! Zukunftsplan verspricht, dass jeder Opel künftig in Rüsselsheim entwickelt wird. Wieviel Opel steckt im neuen Corsa?
Der neue Corsa zeigt deutlich, wie schnell und fokussiert wir im Engineering arbeiten. Im dritten Stock unseres N 20-Gebäudes hier in Rüsselsheim haben wir ein eigenes Corsa-Projektzentrum geschaffen, in dem unsere Designer, Ingenieure, Fertigungsexperten und Einkaufskollegen dieses besonders wichtige Fahrzeug zur Marktreife bringen. Hier wird schnell und konzentriert agiert und es ist beeindruckend zu sehen, wie zielgerichtet das Projekt voranschreitet und wie wir voneinander profitieren. Das ist großartige Teamarbeit!

Wie schreitet die Entwicklungsarbeit beim Projekt Corsa voran?
Derzeit führen wir die komplette Package-Integration sowie die Fertigungs-Integration für das Werk in Saragossa durch. Gleichzeitig befinden sich die Motoren der nächsten Corsa-Generation in unserem hochmodernen P60-Gebäude bereits auf den Prüfständen und werden ins Fahrzeug integriert. Die ersten Motoren-Prototypen laufen seit letzter Woche. Ein weiterer Projekt-Meilenstein!

Gleichzeitig werden unsere Kolleginnen und Kollegen für die Arbeit mit den PSA-Design- und -Entwicklungs-Tools geschult, mehr als 500 Mitarbeiter hatten bereits entsprechende Trainings. Eine immens wichtige Voraussetzung für ein noch reibungsloseres Zusammenarbeiten innerhalb der Groupe PSA!

… und beim neuen Elektro-Corsa?
Die Elektroversion des neuen Corsa ist eine besonders große Herausforderung – und gerade hier ist unser Rüsselsheimer Engineering-Know-how von hohem Wert. Wir bei Opel haben viel Erfahrung, da wir einen wesentlichen Teil der Entwicklung an zwei Generationen des Ampera mitgestaltet haben. Ob Hardware, Software, Batterie-Pack oder Fertigung, in all diesen Bereichen wird unsere Expertise von den französischen Kollegen sehr geschätzt. Der neue Corsa wird bis 2020 eines von vier elektrifizierten Modellen im Opel/Vauxhall-Portfolio sein. Gemäß unserem Strategieplan PACE! werden bis 2024 hundert Prozent unserer europäischen Pkw-Modelle eine elektrifizierte Version haben. Damit werden wir führend bei der Reduzierung der CO2-Emissionen sein.

Opel Geschäftsführer Engineering Christian MüllerDer neue Corsa ist jedoch nur eines der Beispiele für die wichtige Arbeit im Engineering. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an der Einrichtung weiterer Engineering-Kompetenzzentren in Rüsselsheim. Zu vielen von ihnen haben wir bereits Maßnahmen gestartet: Brennstoffzellenentwicklung, US-Markt-Entwicklung (Fahrzeug und Antriebsstrang), alternative Kraftstoffe, moderne Fahrerassistenzsysteme (Parken, aktive Sicherheit, Gefahrenwarnung), Test-Automatisierung sowie die industrielle Umsetzung von Software. Ich kann Ihnen versichern: es wird noch mehr kommen! So werden wir die Zahl der Kompetenzzentren in Rüsselsheim mehr als verdoppeln. Das ist für mich Ausdruck der Tatsache, dass das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim innerhalb des PSA-Konzerns ebenfalls eine Führungsrolle übernehmen wird. Mein Auftrag ist es, hier für Sicherheit und Klarheit zu sorgen, welche Aufgaben und welches Arbeitspensum in Rüsselsheim angesiedelt werden können.

Opel Geschäftsführer Engineering Christian Müller

Der neue Corsa wird 2019 auf einer gemeinsamen Plattform mit PSA stehen. Wie viel deutsche Ingenieurskunst bleibt dem Opel-Bestseller erhalten?
Die Motivation für unsere harte Arbeit ist der Ehrgeiz, Opel als deutsche Marke zu bewahren und noch klarer zu positionieren. Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dieses Ziel mit Inhalten zu füllen: German Engineering, gepaart mit nützlichen Innovationen. Dies wird stets der wesentliche Bestandteil der Opel-DNA sein. Und alle Opel-Fahrzeuge werden von uns hier in Rüsselsheim entwickelt, unabhängig davon, auf welcher Architektur sie basieren.

Zusammen mit der Integration aller Engineering-Bereiche unter einem Dach und den Engineering-Kompetenzfeldern sind dies die tragenden Säulen für die Zukunft unseres Entwicklungszentrums in Rüsselsheim – und damit auch für die Zukunft von Opel. Ich freue mich darauf, diesen Weg mit meinem Team zu gestalten!

Auch lesenswert: Der FAZ-Artikel “Opels Innovationsschmiede – Wer soll’s erfinden? Die Rüsselsheimer!”

Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.