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Pistenkönig Insignia 4×4: Holl holt aus

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Opel Insignia 4x4 Tests im Schnee

Es ist 6.30 Uhr. Ich steige in meinen Grandland X und fahre in Richtung Süden. 650 Kilometer Fahrt stehen mir bevor. Mein Ziel ist das österreichische Thomatal, wo unsere Motorsport-Kollegen im Opel Experience Zentrum ihre Wintertrainings ausrichten und eine Flaggschiffparade an Opel Insignia Modellen in nahezu allen Varianten auf mich wartet. Bei dieser Gelegenheit treffe ich mich mit unserem Experten für Allrad- und Schlupfregelsysteme Andreas Holl.

Opel Insignia 4x4 Tests im SchneeDass unser System-Gefüge aus Torque Vectoring, Twinster-AWD und FlexRide-Chassis der perfekte Cocktail für die bestmögliche Übertragung hoher Antriebsmomente auf die Straße ist, haben uns Holl und sein Team-Kollege Andreas Liljekvist ja bereits erklärt. Egal ob bei trockener Fahrbahn, bei Nässe, Eis- oder Schneeglätte – wir vergeben das Prädikat „Kurvenkratzen mit System“.

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Opel Insignia 4x4 Tests im SchneeMein Interviewpartner strahlt. Das liegt nicht nur an den herrlichen Winterbedingungen, sondern auch an der Tatsache, dass sein Insignia-Allradsystem hier auf Schnee zuhause ist. In der Testflotte befinden sich passend zum eisigen Offroad-Abenteuer auch einige Country Tourer. „Mit der neuen E2-Architektur lag der Fokus ganz klar auf Massereduzierung. Wir haben aus der Rohkarosserie des Country Tourer 75 Kilogramm herausgenommen, das entspricht etwa 15 Prozent. Gleichzeitig haben wir die Torsionssteifigkeit des Rohbaus um 5 Prozent angehoben. Auf das Gesamtfahrzeug hochgerechnet ist der Neue bis zu 215 Kilogramm leichter als sein Vorgänger“, verweist Holl auf den Offroad-Insignia.

Schon mit dem robusten Auftritt aus 25 Millimeter mehr Bodenfreiheit und Schutzverkleidungen rundum, weckt der Insignia Country Tourer Lust, den Asphalt zu verlassen und das Auto über schwierigere Pisten zu fahren. Dabei steckt das Geheimnis für ungebremsten Fahrspaß unter dem Blechkleid: der Twinster-Allradantrieb mit Torque Vectoring. „Die extrem gute Kurvenstabilität und Spurtreue, sogar unter extremen Fahrbahnbedingungen – das zeichnet das modernste Allradsystem von Opel aus. Wir haben unserem Flaggschiff ein komplett neues, spezifisch für den Country Tourer abgestimmtes Fahrwerk spendiert“, sagt der Entwicklungsleiter und betont das hohe Maß an Gierdämpfung, Spurtreue, Stabilität und Fahrspaß des Hightech-4×4-Systems.

Opel Insignia 4x4 Tests im Schnee Opel Insignia 4x4 Tests im Schnee

Das will „erfahren“ werden. Als Fahrer steht einem im Grunde genommen nur der Knopf zur Verfügung, mit dem man die unterschiedlichen Fahrmodi des FlexRide-Fahrwerks ansteuert: Normal, Tour und Sport – quasi die Basis für das optimale, situationsgerechte Fahrverhalten.

Opel Insignia 4x4 Tests im Schnee

„Agilität und ein vom Auto vorhergesehenes Fahrverhalten waren klare Entwicklungsprioritäten für uns. Erreicht haben wir dies, indem wir mit der neuen FlexRide-Generation ein wirklich fortschrittliches Chassis-System eingeführt haben. Darin sind verschiedenste Komponenten voll integriert, wie das semi-aktive Dämpferregelsystem CDC (Continuous Damping Control) von ZF mit neuer Hardware. Dieses stellt die Dämpfkraft anhand der Radgeschwindigkeit in Vertikalrichtung ein. Mittels Body- und Radsensoren ermitteln wir die Differenzgeschwindigkeit zwischen Karosse und Rad und können so die Dämpfkraft vorausschauend einstellen. Zudem haben wir natürlich auch die Lenkung, verschiedene Gaspedal- und Schaltkennlinien als Komponenten integriert. Je nach Modus und Betriebsart des Fahrzeugs reagieren Lenkung und Gasannahme direkter oder sanfter und das elektrische Stabilitätsprogramm ESP greift früher oder später regulierend ein“, schwärmt Holl.

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Dank Twinster-AWD und Torque Vectoring wird dabei die Kraft zu jedem Zeitpunkt perfekt dosiert weitergegeben. „Wir haben im Twinster eine extrem hohe Momenten-Verteilungs­kapazität von null Newtonmeter Übertragung auf der einen bis hin zu 1.500 Newtonmeter auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem können wir die Drehmomentverteilung komplett unabhängig von Radschlupf und Radgeschwindigkeit einstellen. Und dann ist da natürlich noch die kompakte Bauweise: Dadurch, dass zwei Kupplungen vor den Antriebswellen sitzen, entfällt das Hinterachsdifferenzial. Das spart nicht nur Gewicht, sondern auch Platz, von dem die benachbarten Baugruppen wie die Achs- und Unterbodenkonstruktion sowie der Tank profitieren.“

Opel Insignia 4x4 Tests im SchneeMit perfekt dosiertem Drehmoment pro Hinterrad wird das Opel-Flaggschiff mit 4×4-Technologie auf eisigen Alpenpisten zum Traktionsmeister. Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal genügt, um den Insignia Country Tourer auf Eis sicher durch die Kurve gleiten zu lassen. Dadurch dass die beiden gleich großen Kupplungen vor der Antriebswelle der beiden Hinterräder individuell ansteuerbar sind, wird in Sekundenbruchteilen mehr Moment auf das kurvenäußere Rad geleitet. So kann je nach Wunsch ein Drift eingeleitet oder ein „Ausrutscher“ korrigiert werden. Fahrspaß pur bei hoher Fahrsicherheit.

Die ausgezeichnete Gierdämpfungsfunktion des Insignia Country Tourer sorgt für exzellente Stabilität, Spurtreue und Lenkrichtigkeit. Es sind nahezu keine Bremseingriffe mehr notwendig. Ein Beispiel: Im Traktionskontrollmodus konnten wir die Bremseneingriffe auf der Hinterachse komplett eliminieren. Lediglich im ESP-Bereich, während eines Untersteuerabbaus kommt es noch zu Bremseneingriffen an der Hinterachse. Das alles führt zu einem außerordentlichen Fahrerlebnis.

Auch den Vergleich mit einem Haldex ELSD-System braucht das Twinster-AWD im Insignia nicht zu scheuen, wie der Allrad-Experte verrät:

Mit all diesen Vorteilen haben wir eine äußerst beliebte Option für unsere Kunden geschaffen. Der Allrad-Anteil im Insignia Grand Sport beläuft sich auf acht Prozent, beim Sports Tourer auf zehn Prozent und den Country Tourer bestellen 8 von 10 Kunden mit unserem innovativen 4×4-System. Über alle Modellvarianten hinweg kommen wir damit auf 12 Prozent. „Das hat all unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Holl.

Opel Insignia 4x4 Tests im Schnee

Nach dem Interview inklusive Schnee-Drifts setze ich mich wieder hinter das Steuer meines Grandland X, um dessen adaptives Traktionssystem IntelliGrip auf der Mokka X 4×4-Teststrecke im Thomatal zu testen und danach den Tag im schönen Eggerwirt bei einem Wiener Schnitzel ausklingen zu lassen. Ich werde von meinem Ritt durch die verschneiten Berge berichten. Bis dahin habe ich noch ein paar Lesetipps aus der Fachpresse, die ebenfalls in den Genuss des Rüsselsheimer Pistenkönigs kam:

Weitere Informationen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagenʻ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unentgeltlich erhältlich ist.