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Verborgene Rennstrecken: Ein Buch für Opel-Fans

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Verborgene Rennstrecken: Ein Buch für Opel-Fans

Nürburgring, Hockenheimring, Oschersleben, Bilster Berg – für diejenigen mit Benzin im Blut alte Bekannte. Was viele nicht wissen: Es gibt weitaus mehr zu entdecken – interessante, unbekannte und teils verborgene oder gar vergessene Rennstrecken. Autor und Fotograf Dani Heyne begab sich auf ein besonderes Abenteuer mit dem Ziel, den schönsten, einsamsten, anspruchsvollsten, aktivsten, verstecktesten Kursen eine Bühne zu bieten. LOST TRACKS – Verborgene Rennstrecken nennt sich ein Buch, das besonders Opel-Fans gefallen dürfte.

Elf Kandidaten haben es in die Endauswahl geschafft und werden auf mehr als 200 Seiten porträtiert. Eine Herausforderung war es, für jedes Geläuf das passende Automobil zu finden; dabei waren Parameter wie Alter, Einsatzzweck und optische Präsenz in Kombination mit der jeweiligen Strecke wichtig. Das ist gelungen. Schließlich kann die Klassik-Werkstatt von Opel hier aus dem Vollen schöpfen. Das schöne an Dani Heynes Buch ist jedoch, dass die Opel-Modelle das Bild nicht dominieren. Sie sind die schmückendes Beiwerk für Asphalt, Kurve, Serpentine, Wald, Schotterweg und Wiese. Denn es geht um die Rennstrecke und ihre Geschichte sowie die Menschen dahinter.

Verborgene Rennstrecken: Ein Buch für Opel-Fans

Ältester Opel ist der Rennwagen 1903. Aber auch Ikonen wie der Kadett A , der Opel GT oder die Rallye-Fahrzeuge der 70er und 80er Jahre sind im Buch vertreten – und selbstverständlich aktuelle Modelle wie Corsa OPC, ADAM S und Insignia Grand Sport. Auf den über 200 Seiten, vollgestopft mit Illustrationen und Fotografien zeigt Heyne, wo genau sich die wunderschönen und oft unbekannten Strecken befinden. Schauinsland in der Nähe von Freiburg ist vielen ein Begriff, ebenso der Norisring in Nürnberg. Aber wer hat mal was vom Teterower Bergring oder dem Uhlenköper Ring gehört? Ebenso unbekannt dürfte der Groß-Deutschlandring mit seiner ganz besonderen Geschichte sein.

LOST TRACKS ist schön verarbeitet, hochwertig produziert und mit sattem Inhalt. Für 20 Euro inklusive Versand ist das Buch bei Motorliebe bestellbar und dürfte Opel-Fans erfreuen, die Wert auf deutsche Ingenieurskunst zu attraktiven Preisen legen. Bei uns gibt’s den Schmöker gratis, denn wir verlosen drei Exemplare. Wer gewinnen will, hinterlässt einen Kommentar und nennt seine Lieblingsstrecke, im besten Fall verbunden mit einer Opel-Erfahrung. Wir ziehen die Gewinner bis zum 30. April, sagen per E-Mail Bescheid und versenden die Exemplare dann direkt (Teilnahmebedingungen). Hier noch ein paar Informationen vom Autor und Fotografen Dani Heyne:

Dani, wie kam die Idee zum Buch LOST TRACKS – Verborgene Rennstrecken?
Rennstrecken haben einen ganz besonderen Zauber, der mich schon als Kind eingefangen hat. Die Idee zum Buch kam mir vor ein paar Jahren, als ich im Ausland war – und bei Benzingesprächen immer wieder auf den Nürburgring angesprochen wurde. Diese Rennstrecke ist weltbekannt. Es scheint fast so, als gäbe es nur diesen einen Kurs in Deutschland. Doch das stimmt nicht – und genau hier liegt der Ansatz von LOST TRACKS. Es nimmt die Auto- und Rennstreckenfans mit auf eine Reise zu ausgefallenen Strecken.

Und wieso musste da Opel rein? Es gibt ja noch einen Haufen anderer Automobilhersteller.
Opel passt perfekt. Zum einen hat die Marke eine tolle Motorsport-Historie, zum anderen transportiert sie so viel Volksnähe. Auf dem Rücksitz von Kadett, Rekord und Co sind viele von uns groß geworden. Zudem ist die Präsenz von Porsche und Audi in solchen Büchern erdrückend und langweilig. Schön also, dass Opel das Projekt unterstützt hat.

Welche Rennstrecke hat Dich am meisten beeindruckt und warum?
Jede hat ihren eigenen Reiz. Müsste ich mich für eine entscheiden, wäre das der Teterower Bergring. Eine Naturrennstrecke aus dem Bilderbuch. Hier wird auf Gras gefahren – und das Layout der Strecke ist aus Fahrersicht atemberaubend.

Welcher Opel – Du konntest ja auch alle selbst mal bewegen – hat Dir am besten gefallen?
Die meiste Gänsehaut gab es am Steuer der Schwarzen Witwe. Was für ein Monster!

Verborgene Rennstrecken: Ein Buch für Opel-Fans

Als Leser sieht man in erster Linie Deine schönen Fotos. Ich denke aber, dass so ein Produktionstag superanstrengend ist. Beschreib mal kurz.
Das ist er. Es gibt viele Herausforderungen, da wir ja keine Strecke für eine Woche gemietet haben. Sondern teilweise im normalen Betrieb fotografierten. Da muss in kürzester Zeit alles sitzen. Um ein Gefühl zu vermitteln: Für jedes Streckenporträt haben wir einen Tag lang hart gearbeitet – und am Ende auf rund 2000 Bilder geschaut, aus denen es dann eine Handvoll ins jeweilige Kapitel geschafft haben. Mein Favorit ist ein Drohnen-Foto. Dieses entstand auf den waldigen Serpentinen des Großdeutschlandrings.

Verborgene Rennstrecken: Ein Buch für Opel-Fans

Wie hast Du die Autos immer auf die Rennstrecken bekommen? Von Rüsselsheim nach Buxtehude ist ja nicht gerade um die Ecke.
Unterschiedlich – die jungen Modelle rollten auf eigener Achse zu ihren Zielen, die älteren und exklusiven Schätze reisten per Anhänger zu den Strecken. Mit einer tollen Ausnahme: Den Lotus Omega durften wir zum Norisring pilotieren.

Da gab’s auf der Autobahn sicherlich verwunderte Gesichter, oder?
Und wie. Das Auto hat noch immer eine große Fangemeinde. Da wurde eifrig gewinkt und fotografiert.

Wie lange hast Du an dem Projekt gearbeitet?
Vom ersten Gespräch bis zum fertigen Druck sind drei Jahre vergangen – das ist ganz  normal für ein solches Projekt.

Das Buch ist zweisprachig, hat das einen besonderen Grund?
Wie eingangs erwähnt, genießt Deutschland einen besonderen Ruf als Autonation weltweit. Wäre LOST TRACKS einsprachig, viele könnten es nicht genießen.

Wenn man Dein Buch in der Hand hält, spürt man gleich die hochwertige Anmutung – Zufall oder Absicht?
Es war ein Muss. Und es hat uns einige schlaflose Nächte gekostet. Aber die haben sich gelohnt. Auch, dass wir das Buch in Deutschland produziert haben. Das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Immer mehr Verlage lassen mittlerweile günstig im Ausland drucken, sogar in China. An diesem Wahnsinn möchte ich mich nicht beteiligen.

Was steht als nächstes an?
LOST TRACKS II wäre toll. Vielleicht in England oder in Italien.