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Astra Manta Motorsport

24-Stunden-Rennen: Kurzes Manta-Vergnügen

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Es fällt mir wirklich schwer, von unserer Manta-Mission beim 24-Stunden-Rennen 2018 zu berichten. Zu tief sitzt der Stachel der Enttäuschung: Schon nach zwölf Runden war wegen eines drohenden kapitalen Motorschadens Schluss mit lustig. Kleiner persönlicher Trost: Platz 1 mit dem Astra TCR bei der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) am Donnerstag, dann der 24-Stunden-Klassensieg mit dem X-Bow und natürlich die tolle Leistung meiner Tochter Lena im Damen-KTM.

Volker Strycek beim 24-Stunden-Rennen 2018 Der Reihe nach: Der traditionelle 24-Stunden-Prolog, der zweite Lauf zur RCN-Meisterschaft an Christi Himmelfahrt mit 175 Startern, verlief blendend. So feierte ich zusammen mit meinem Teamkollegen Ralf Kraus nach 15 Runden bei wechselhaften Streckenbedingungen den Gesamtsieg. Dank unseres fein auf die Nordschleife abgestimmten Astra TCR war diese Triumphfahrt ein wahrer Genuss.

Am selben Tag stand auch das erste Qualifying für das 24-Stunden-Rennen auf dem Programm, laut Zeitplan bis 23:30 Uhr. Und tatsächlich: Kurz vor Mitternacht machten wir mit dem Manta die vorläufige Pole Position in der stark besetzten SP 3-Klasse klar. Die galt es am Freitag zu bestätigen. Meine langjährigen Weggefährten Olaf Beckmann, Peter Hass und Jürgen Schulten meinten, ich werde das schon richten. 😉 Also los! Mit großem Respekt vor der Konkurrenz schaltete ich auf Angriff. Aber immer dann, wenn ich richtig gut unterwegs war, zwangen mich Gelbphasen zum Abbruch. Dann der letzte Versuch, die letzte Runde, in die ich alles hineinlegte: alles passte, kein Gelb, Auto klasse … ach du Schreck – Highspeed-Dreher im Bereich Pflanzgarten. Mein Fehler, ich hatte es schlicht übertrieben. Zum Glück schlug das Auto nirgendwo an. Als ich zurück an die Box schlich, wunderte ich mich über den Applaus: Pole konserviert, Startplatz 1, wow!!!

Volker Strycek beim 24-Stunden-Rennen 2018 Volker Strycek beim 24-Stunden-Rennen 2018

Volker Strycek beim 24-Stunden-Rennen 2018 Der Rest der Manta-Geschichte 2018 ist leider schnell erzählt. Nach dem perfekten Start baute ich die Führung in der Klasse aus. Aber dann – kaum hatte ich mein jüngstes Okay an die Box gefunkt, fiel der Öldruck schlagartig auf 1,8 bar ab. Weil sonst alle Temperaturen stimmten und der Motor schnurrte, fuhr ich meinen Turn noch zu Ende. Nach zehn Runden planmäßiger Stopp, Fahrerwechsel, Öldrucksensor ausgetauscht. Peter ging bei korrekten Werten zurück ins Rennen. Nur zwei Runden später war Ende Gelände, weil die Öldruck-Anzeige auf unter 1 bar stand. Alle Untersuchungen blieben erfolglos, so dass Olaf Beckmann das Fuchsschwanz-Mobil schweren Herzens aus dem Rennen nahm. Sehr schade fürs Team und die vielen Fans.

Volker Strycek beim 24-Stunden-Rennen 2018 Umso tröstlicher verlief mein Zweit-Einsatz im KTM X-Bow. Lena und ich hatten kurzfristig die Einladung erhalten, damit die 24 Stunden zu bestreiten. Lenas Team mit Rahel Frey, Laura Kraihamer und Naomi Schiff eroberte Platz 39 im Gesamtklassement – angesichts von 146 gestarteten und 106 gewerteten Autos eine bravouröse Leistung. Ich holte zusammen mit den Stuck-Brüdern Ferdinand und Johannes sowie Max Friedhoff auf Gesamtrang 26 den Cup-X-Klassensieg.

Übrigens: Der eigentlich wieder fest eingeplante 3xStrycek-Astra OPC war diesmal nicht am Start – mein Sohn Robin musste leider aus gesundheitlichen Gründen passen.